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art KARLSRUHE 13. bis 16. Februar 2020
Eine Veranstaltung der

Galerie Rothamel Erfurt, Frankfurt/Main

Kleine Arche 1 A, 99084 Erfurt
Deutschland
Telefon +49 361 5623 396
Fax +49 361 5623 498
galerie@rothamel.de

Hallenplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Hallenplan (Halle 3): Stand H3/J32

Geländeplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Geländeplan: Halle 3

Ansprechpartner

Jörk Rothamel

Telefon
0177 599 84 45

E-Mail
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Kategorien

  • 7  One-Artist-Show

One-Artist-Show

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst, One-Artist-Show

Nguyen Xuan Huy

Einer der spannendsten Positionen der aktuellen deutschen Malerei vertritt ein in Hanoi geborener Mann.
 
Nguyen Xuan Huy stammt aus einer vietnamesischen Künstlerfamilie. Bereits als Teenager war er ein glänzender Zeichner; als Siebzehnjähriger ging Nguyen Xuan Huy nach Europa, um zu studieren.
 
Die Gegenwart betrachtet Nguyen aus der Perspektive der Aufklärung. Logische Analysen gelten ihm mehr als ideologische Standpunkte. Oft trifft er seine Aussagen in Form mythologischer, philosophischer oder literarischer Gleichnisse.
 
Er schreibt: „Ich bin kein Schwarzseher oder Apokalyptiker; aber oft male ich mir aus, dass ich eines Morgens wie Gregor Samsa aufwache und mich ‚zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt‘ finde. Es muss nicht unbedingt ein Ungeziefer sein. Es gibt da unendlich viele Möglichkeiten. Wer garantiert, dass mir derartiges nicht zustößt, oder uns allen, oder es uns nicht bereits widerfahren ist?!“
 
Nguyens aktuelle Serie „Waiting until Heaven is Done” ist inhaltlich scharfsinnige und technisch brillante Malerei, eine kultiviert und zugleich schonungslos formulierte künstlerische Analyse der aktuellen Verfassung unseres Kontinents und des Geisteszustands seiner Bewohner.
 
Nguyen Xuan Huy wurde 1976 in Hanoi geboren. Er studierte an der Architekturhochschule Hanoi, an der Ecole des Beaux Arts in Bordeaux und erwarb 2003 sein Diplom der Malerei an der HfKD Burg Giebichenstein in Halle. Er lebt und arbeitet in Berlin.

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Kategorie: Gegenwartskunst, One-Artist-Show

Thitz

Der Maler und Zeichner Thitz deklariert seit Jahrzehnten die Tüte zu seinem primären Bildelement. Diese Praxis ist genial, denn welches menschliche Produkt verrät – ebenso beiläufig wie wahrhaftig - so viel über ihren Urheber wie die Tüte? Welches ist so omnipräsent wie sie?
 
Thitz sammelt Tüten auf allen bewohnten Kontinenten. Er montiert sie auf die Leinwände seiner Gemälde und läßt ganz bewußt ihre Henkel und Kordeln über die Ränder ragen. Diese basiskulturelle Untercollage übermalt er. Seine Motive sind Stadtbilder, Reisebeschreibungen, Utopien und Philosophie zugleich. Sie erzählen tausende kleiner Geschichten aus dem Leben. Thitz ist ein ebenso aufmerksamer wie augenzwinkernder Beobachter menschlichen Tuns. Seine Werke sind Kunst und zugleich Zeitzeugnisse. 

Thitz ist ein Meister der belebten Stadtlandschaft. New  York, Tokyo, Milano, er hat die großen Metropolen alle gemalt, in Acryl und Tusche über Tüten auf Leinwand, die am Bildrand überstehenden Henkel als Erkennungszeichen. Lange war es laut, bunt, vital, hektisch und roch nach großen Kreuzungen. Seit einigen Jahren ist es ruhiger geworden: Thitz begrünt seine Welt, überzieht seine Städte mit wuchernden Wäldern oder setzt sie unter Wasser. Autos gibt es nicht mehr. Damit geht er dem Trend um Längen voran, Thitz vor Greta. Während andere noch streiten, wie es weitergehen soll, kann er sich in olympischer Manier gelassen zurücklehnen und zum futuristischen Klassiker reifen.
 
So sehen wir, in Thitz‘ Werken gespiegelt, die Zukunft unseres Planeten durch die Teleskope einer Zeitmaschine. Berlin und New York sind nach wie vor aktivistisch, da grünt es, dass die Stengel krachen, aber an den alten Metropolen scheint die Zeit spurlos vorübergezogen zu sein. Paris liegt unter silbrig schimmerndem Himmel. In Venedig treiben gemächlich Tüten den Canal Grande hinab in Richtung Dougana - plötzlich scheint es, als hätten Canaletto und Thitz nebeneinander an den Staffeleien gesessen und sich gegenseitig über die Schulter geguckt. Venedig!? Sollte das nicht versinken? Nein, auch in der Thitz-Zeit ragt die Serenissima völlig unbeeindruckt aus der Lagune. Und auch sonst ist alles gut ausgegangen – am Amazonas wuchert der Dschungel und selbst die Liebhaber vitaler kapitalistischer Optik kommen noch auf ihre Kosten: in Hongkong - aber nur zu Fuß!

Thitz (*1962) studierte an der Staatliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Sonderborg und bei Professor Pijuan an der Facultad de bellas Artes der Universidad de Barcelona. Werke des Künstlers befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Moritz Götze

DEUTSCHER POP

Der Skulpturenbegriff hat sich seit über hundert Jahren stetig erweitert und es gibt kaum einen Gegenstand, der nicht schon einmal als „Skulptur“ bezeichnet worden wäre. Moritz Götzes Umgang mit unserem Skulpturenplatz ist deswegen fast schon als konservativ zu bezeichnen: Er zeigt Flipperautomaten.

Sie funktionieren, man darf daran spielen und sie sind vollkommen einzigartig. Der Künstler hat die ursprünglichen Motive auf den Flippern durch eigene Themen ersetzt. In vielfältigen Mal-, Druck- und Emailtechniken sind hochlebendige Kunstwerke entstanden.

Moritz Götze wurde 1964 in Halle geboren. Er rehabilitierte die Historienmalerei, reformierte die Emailkunst und den Siebdruck und erfand den „Deutschen Pop“. Schon jetzt ist klar, dass er eines der umfangreichsten künstlerischen Oeuvres unserer Zeit hinterlassen wird - Malerei, Baukunstwerke, Emails, Mosaiken, Skulpturen, Objekte, Zeichnungen und Grafiken. Werke des Künstlers sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen zu sehen. Bisher publizierte er mehr als zwei Dutzend überwiegend opulenter und immer erlesen schöner Kataloge.

„Wenn die Geschichte eine Dunkelkammer ist, dann zählt Götze zu den Lichtmachern. Er leistet sich den ungetrübten Blick, frei von Ideologie.“ (Christoph Tannert)

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