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art KARLSRUHE 13. bis 16. Februar 2020
Eine Veranstaltung der

Galerie Leonhard Kunsthandel

Opernring 7, 8010 Graz
Österreich
Telefon (+43) 316384537
Fax (+43) 316 3845 37
office@galerie-leonhard.at

Hallenplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Hallenplan (Halle 2): Stand H2/E07

Geländeplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Geländeplan: Halle 2

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Kategorien

  • 7  One-Artist-Show

One-Artist-Show

Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Mathias Hornung

Hornung bearbeitet organisches, gewachsenes Material. Er kontrolliert das mit „Natur“ assoziierte Unregelmäßige, Chaotische, Unwiederholbare mit einer vom Menschen technischen herstellbaren Regelmäßigkeit und Reproduzierbarkeit, durchschneidet Jahresringe mit rechtwinkligen Rastern. Die gute Formbarkeit der organischen Bildträger benutzt er dabei, um seine Adaptionen der textilen Struktur in unterschiedlicher Weise optisch in Bewegung zu setzen. Dies reicht von einer glattgeschliffenen großen Konkav-Krümmung über Arbeiten, in denen sich die Rasterlinien durch unterschiedlich tiefe Wellentäler ziehen, bis hin zu kleinen, an leichte Windbewegung auf Wasser erinnernde Schlagbeitelspuren. Aus Starren Liniennetzen werden bewegte Raster, die im Nachvollzug der topografischen Wellen des Untergrunds diesen für den Blick des Betrachters erst definieren. Es entstehen dabei Effekte, die an die art cinétique vonOp-Art Künstlern wie Viktor Vasarély oder Yvaral erinnern: Wo die Gitterlinien sich verdichten, scheint sich der Raum zusammenzuziehen, wo sie breiter werden, sehen wir Ausbuchtungen, und die Gitter beginnen, die Fläche optisch in Räumlichkeit zu transformieren.

Hornung schlägt an diesem Punkt jedoch in eine andere Richtung ein. Er kombiniert die Möglichkeiten der rein optischen Bewegung mit der plastischen Modellierung des Bildträgers , überlagert die visuellen Wölbungseffekte mit realen Wölbungen und Vertiefungen der Holzplatte, die dort in wilder Unregelmäßigkeit eingearbeitet sind.
Beim genauen hinsehen negieren diese Gitterstrukturen ihre auf den ersten Blick behauptete Regelmäßigkeit und setzen sich bewusst von der mathematischen Präzision und Perfektion ab, die noch für die Op-Art-Experimente des letzten Jahrhunderts charakteristisch war.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Dadamaino

Unter dem Namen Eduarda Emilia Maino kommt Dadamaino 1935 in Mailand zur Welt. Nach einem medizinischen Studium beginnt die junge Eduarda ihre künstlerische Laufbahn als Autodidaktin. Mit ihren geometrisch-abstrakten Arbeiten wird sie schon bald zu einer festen Größe in der vibrierenden Mailänder Kunstszen und bekommt 1959 in der Galleria dei Bossi ihre erste Einzelausstellung.

Die 1960er Jahre werden mit den experimentellen Arbeiten aus dem Bereich der kinetischen Kunst und Op-Art zu Dadamainos großer Zeit. Sie knüpft Kontakte zur „Gruppo Enne“, ist in den „Neuen Tendenzen“ aktiv, unterstützt die Gruppe „Azimuth“ um Castellani und Manzoni, verkehrt mit „Nul“ und „ZERO“. In dieser Zeit entsteht auch der Künstlername Dadamaino. Sie erlangte sehr früh internationale Aufmerksamkeit, ihre Arbeiten finden sich in zahlreichen Sammlungen weltweit, unter anderen im Tate Modern in London, der Peggy Guggenheim Collection in Venedig und der Stiftung für Konkrete Kunst in Deutschland. 1980 und 1990 nahm Dadamaino an der Biennale in Venedig teil.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Horst Kuhnert

Horst Kuhnert wurde 1939 in Schweidnitz geboren, er lebt und arbeitet in Stuttgart.
Von 1957 – 1962 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart bei Prof. Heinrich Wildemann, ein Jahr später erfolgte der Übergang von der abstrakten Malerei zu plastischen Arbeiten.
Das Jahr 1964 markierte den Beginn seiner Polyester – Arbeiten, etwas später begann er mit seinen Plastiken aus Polyester, sogenannte ‚Raumkörper‘.
1969 entstanden die ersten Großplastiken sowie grosse Wand- und Rauminstallationen. Kuhnert war einer der ersten Künstler in Deutschland, der mit Kunststoff arbeitete. 1989 begründete er die Werkgruppe ‚Stabil-Instabil‘ Plastiken und Objekte aus Holz und Metall sowie neue Malerei und Grafik.
1970 erhielt er den Kunstpreis des Königreichs von Nepal bei der Internationalen Kunstausstellung in Kathmandu und 1985 den Förderpreis des Landes Niedersachsen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Ilse Haider

Die Fotokünstlerin wurde 1965 in Salzburg geboren und lebt und arbeitet momentan in Wien. Ilse Haider absolvierte ihr Studium 1988 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer und studierte bis 1990 am Royal College of Art bei Eduardo Paolozzi. Zwischen 1995 und 2001 unterrichtete sie an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. 2003 erhielt sie den großen Kunstpreis der Stadt Wien.

Das künstlerische Interesse von Ilse Haider gilt den Darstellungsformen von Mann und Frau sowie dem Spiel mit geschlechtsspezifischen Identitäts- und Rollenverhalten.
Haider verbindet in ihrer Arbeit das Medium der Fotografie mit jenem der Skulptur. Durch die Verwendung von innovativen Methoden neben traditioneller Fototechnik erreicht die Künstlerin eine dreidimensionale Wirkung, die den Betrachter zwingt, selbst aktiv zu werden und mit dem Bild zu interagieren. Die uneinheitliche Oberfläche zeigt ein dekonstruiertes Bild, das den Betrachter animiert, einen idealen Standpunkt zu suchen, an dem sich die einzelnen Raumsegmente wieder zu einem vollständigen Bild zusammenfügen. Trägermaterialien sind Peddigrohre, wobei die einzelnen Streifen unterschiedlich im Raum strukturiert werden.

In Ihren aktuellen Arbeiten befasst sich die Künstlerin mit öffentlichen Bildern. Sie zeigt Portraits von SchauspielerInnen und Filmschaffenden, deren mediales Agieren mit der Visualisierung von politischen Anliegen und gesellschaftspolitischem Engagement verbunden ist. Die Filme fungieren als öffentliche Monumente, die ein soziokulturelles Bild vermitteln und bildmächtige Unterhaltung mit gesellschaftlicher Anamnese verbinden. In heutigen Zeiten medialer Bildschwemme und politisch-sozialer Agonie erlangen solche Ikonen einen Grad an optischer Eindringlichkeit, der irritieren und faszinieren kann. Aus diesem Grund verwendet Ilse Haider historische Bildnisse, um Themen und Engagement einer medialen Geschichte ins Heutige zu transferieren. Der Betrachter muss im Vorbeigehen und Ansehen dieser Portraits und Szenen seinen Standpunkt finden. Viel zu schnell verschwimmt das Motiv undeutlich hinter den Stäben, taucht etwas Neues aus dem Untergrund hervor, dass näherer Untersuchung wert ist. Die Wahrnehmung der fotografischen Skulpturen von Ilse Haider ist – wie im Film- an Zeit und Aufmerksamkeit gekoppelt: Das Bild setzt sich im Auge des Betrachters zusammen und entfaltet in seinem Bewusstsein, seinen Erfahrungen und Erinnerungen eine individuelle Bedeutsamkeit.

 – Text: Margit Zuckriegl anlässlich der Ausstellung „Open Monuments“

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Kategorie: Gegenwartskunst

Viktor Hulik

Viktor Hulík wurde 1949 in Bratislava geboren, studierte dort von 1968 bis 74 an der Akademie der Künste und lebt und arbeitet immer noch dort.

In seiner künstlerischen Entwicklung schlug der Konstruktivist einen sehr geradlinigen, systematischen Weg ein. Den kann man als einen vom Gegenständlichen zum Nichtgegenständlichen, vom Erkennbaren zum Verfremdeten, vom Bekannten zum Unbekannten bezeichnen. Hulík ist stets auf der Suche nach neuen Wirklichkeiten, an denen einerseits er sich selber vertiefend, weit eintauchend, abarbeitet und andererseits den BetrachterInnen die Gelegenheit zum aktiven Mittun einräumt, zum Teil förmlich aufdrängt. Die bloße ästhetische Konsumtion wird in ein ganzheitliches geistiges und körperliches Engagement der Davorstehenden transferiert. Das hängt stark mit seiner Auffassung vom menschlichen Leben zusammen, nach der jedes humane Wesen dynamisch angelegt ist und nicht statisch wie eine Brücke oder ein Hochhaus unveränderbar im Leben steht. Körperliche, geistige und seelische Veränderung, Weiterentwicklung gehören - gewissermaßen systemimmanent - zum Menschen. Und der Künstler schafft Anreize, um dazu zu motivieren, um ein solches aktives Eingreifen der BetrachterInnen zu ermöglichen.

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