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art KARLSRUHE 13. bis 16. Februar 2020
Eine Veranstaltung der

Galerie Martin Mertens

Linienstraße 148, 10115 Berlin
Deutschland

Hallenplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Hallenplan (dm-arena): Stand H4/P11

Geländeplan

art KARLSRUHE 2020 Klassische Moderne und Gegenwartskunst Geländeplan: dm-arena

Ansprechpartner

Martin Mertens

Telefon
017662190304

E-Mail
info@martinmertens.com

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Daniel Bodner

Der amerikanische Maler Daniel Bodner hat mit der Malerei Mitte der 80er Jahre in New York begonnen. Sein Fokus lag dabei auf der menschlichen Figur. Mit seinem Umzug nach Amsterdam 1990 hat er sich stärker mit dem Verhältnis von Figur und umgebenden Raum beschäftigt. Ab 2005 wurde die Darstellung des Lichts und die Frage wie Licht den Raum und die menschliche Figur beschreiben kann oder in bestimmten Fällen auch verwischen oder auflösen kann immer wichtiger. Seine Malereien nahmen zunehmend formale Aspekte der Photographie auf, wobei es Bodner nicht um die Imitation von Fotos, sondern um den Aspekt der Vergänglichkeit von Photographien geht. Das Vergilben alter Negative und die chemischen Prozesse in den Photographien, wurden für ihn zentraler Aspekt seiner Malereien. Photographische Verfallsprozesse wie Schimmel oder Oxidation greift er als sichtbare Metaphern für die Erfahrungen des Menschen wie Einsamkeit, Entfremdung, Erinnerung und Sehnsucht in seinen Bildern auf.

So sind die Arbeiten dieser Werkgruppe das Ergebnis einer jahrelangen sehr grundlegenden Beschäftigung mit der menschlichen Figur im Stadtraum. Bodner überträgt flüchtige New Yorker Straßenszenen und das kaum wahrnehmbare Glitzern im Gegenlicht in schimmernde Bildräume aus Licht und Schatten. Seine Stadtlandschaften wirken so als hätte sich das Licht selbst in die Leinwand gebrannt und das Bild erzeugt nicht der Pinsel.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Robert Bosisio

Der Betrachter kann sich Bosisios Bildern kaum anders nähern als ruhig und kontemplativ. Oft fügt sich erst aus großer Distanz eine scheinbar abstrakte Komposition zu einem Gesicht oder einer Figur zusammen. Versucht man ihr sich wieder anzunähern, lösen sich die Bildgegenstände oft völlig auf und die Betrachtung wird auf die Bildoberfläche gelenkt. Der Betrachter tritt einen Schritt zurück, versucht vielleicht sogar den am weitesten entfernten Punkt im Raum zu finden, denn von dort wirkt das Bild wieder völlig anders. Geht man hingegen ganz nah heran, sieht man wie ungeheuer komplex seine aus unzähligen Schichten gebildeten Bildoberflächen sind und wie überraschend die verwendeten Materialien sein können. Seine Farbschichten ergänzt Bosisio zum Teil mit Asche, Sand, einer Wachsschicht, unterlegt ein Gipsrelief oder spannt einen feinen Nylonstrumpf über die Malfläche.

In diesem körperlichen "Sich-Erschließen" der Bilder vollzieht der Betrachter genau den Entstehungsprozeß des Bildes nach, denn auch Robert entfernt sich beim Malen unaufhörlich von seinem Bild, um es aus der Distanz sehen zu können und Nah- und Fernansicht gleichermaßen spannungsreich gestalten zu können. Seine Werke bilden damit einen erholsamen Gegenpol zur Schnelligkeit der täglichen Bilderflut.

Bosisio lotet die Grenze zur völligen Abstraktion aus und überläßt es dem Betrachter, ob er sich auf das Erkennen einer konkreten Figur oder auf das Erforschen der Oberflächenstrukturen und Farbklänge konzentrieren möchte.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Katrin Bremermann

Die 1965 in Bremen geborene Künstlerin sagt von sich selbst sie sei eine Malerin, die wie eine Bildhauerin arbeitet.

Wie treffend diese Aussage ist, zeigt eine genauere Betrachtung ihrer „Wachszeichnungen“. Diese Lackzeichnungen auf Papier wirken zunächst sehr graphisch, klar und zweidimensional. Aus der Nähe sieht man aber, dass die Blätter eher wie ein Relief aufgebaut sind. Auf das Papier werden zunächst meist schwarze Raster, Schraffuren, Linien oder Punkte aufgebracht, dann folgt eine Wachsschicht, die das Blatt zum Teil transparent macht und erst dann wird mit Hilfe von Schablonen die kräftige Lackfarbe aufgetragen.

Diese Arbeiten auf gewachstem Papier sind nur vor dem Original ganz zu erfassen. Denn ihre leichte Tiefenwirkung und Unschärfe der Wachsfläche oder auch die hauchzarten Linien in vielen Blättern, gehen neben der dominanten Primärfarbe in der Fotographie völlig verloren.

Die Farbflächen erinnern zum Teil an Schnittmuster, architektonische Grundrisse oder fremdartige Schriftzeichen. Sie sind fein ausbalanciert und nehmen wechselseitig Bezug auf einander. Die Blätter leben besonders durch das Spiel von positiven und negativen Flächen sowie zwischen Flächigkeit und Raumtiefe. Die Farbformen lassen sehr viel Raum für Assoziationen.

Neben den Arbeiten auf Papier zeigen wir auch Bilder auf Leinwand und Wandobjekte. Bremermanns Objekte überführen die Arbeiten auf Papier in die Dreidimensionalität und sind tatsächlich eine Mischung aus Bildhauerei und Malerei. Die Farbe zieht sich um die Seiten des Objekts. Die rechteckige Leinwand bricht aus ihrer traditionellen Form aus, erweitert sich zum unregelmäßigen Leinwandobjekt und spielt unterstützt durch die Formen der Lackflächen mit der Wahrnehmung des Betrachters. Sie steht damit in der langen Tradition der shaped canvas wie sie u.a. von Kenneth Noland, Ellsworth Kelly, Barnett Newman, oder Richard Tuttle vertreten wurde, entwickelt jedoch eine ganz eigene Form der Interaktion von gemalter Form der Farbfläche und gebauter Form des Objekts, zwischen realer und illusionierter Dreidimensionalität. Ihre Arbeit im Atelier gleicht eher einer Tätigkeit im Labor wie sie sagt.

Dass Bremermann mit ihrem Werk einen sehr eigenständigen Weg beschreitet und es ihr gelungen ist der langen Geschichte der geometrischen Abstraktion neue Aspekte abzugewinnen, begeistert viele Sammler und Kritiker. So wurde sie z.B. von dem internationalen Kunstmagazin Modern Painters in der Dezemberausgabe 2014 zu den 24 „Artists to watch 2015“ gezählt.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Jens Hausmann

Jens Hausmann reflektiert die Moderne in den Katakomben der machtgeschützten Weltverneinung. Er tut dies mit einer zeitgenössischen malerischen Haltung, die sich auf hervorragende Weise um sich selbst kümmert, ohne die Welt (und das heißt auch: die Welt des Bildes) aus den Augen zu verlieren. Hausmann praktiziert malerische Kultur. Seine Maloberflächen sind durchgearbeitet und lebendig. Er lässt uns durch seine Art der Farbbehandlung Welt fühlen. Es sind großartige Gesten, die das Stoffliche zum Ereignis machen – und dadurch das Thema noch drängender. Denn Hausmann wählt eine Position des Dazwischen. Seine Formen sind gleichermaßen abstrakt wie konkret, gegenständlich wie ungegenständlich. Mit großartigen Schaueffekten bugsiert er uns hindurch zwischen den Polen absolut vergeistigt und materiell malerisch. Das Unkomplizierte und das Artifizielle kommen zusammen in einer energetischen Mischung, die jedes Bild wie eine Batterie auflädt. (Christoph Tannert)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Simone Lucas

Lucas hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und war dort Meisterschülerin des Malers Dieter Krieg, einem Vertreter der Neuen Figuration. Simone Lucas entwickelt geheimnisvolle Bildwelten, die beim Betrachter Erinnerungen und Assoziationen wecken, die jedoch von der realen Welt entrückt scheinen. Lucas schafft einen Kosmos, in dem ihre Protagonisten den Betrachter durch zeit- und raumlose Szenerien begleiten.  Durch das Auslösen von Innen- und Außenraum kreiert sie mehrere Realitätsebenen. Die Künstlerin verbindet surrealistische, expressionistische sowie abstrakt scheinende Elemente zu ihrer eigenen Ausdrucksart wobei sie Motive der Wissenschaft, Religion und Mystik aufgreift.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Achim Mohné

Achim Mohné bedient sich bei seinen Werken unterschiedlicher Medien. Er arbeitet mit Fotografie, Video, Installationen, aber auch mit dem öffentliche Raum und Sound. In seiner aktuellen Arbeit nutzt Mohné einen Hightech Scanner, um Gewächse wie Radieschen oder Pilze zu digitalisieren. In geradezu plastischer Präsenz, mit betörender Farbenpracht setzten sich die Modelle von dem tief schwarzen Hintergrund ab. Im Bildvordergrund werden die haarfeinen Strukturen der Pflanzen prägnant herauskristallisiert. Malerische Lichtschattenpoesien durchströmen die intimen 3D Reproduktionen der Gewächse.

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Unsere Künstler

Über uns

Galerie-Information

Die Galerie Martin Mertens (gegründet 2006) vertritt ein Programm mit junger internationaler Kunst. Die künstlerischen Medien reichen von Positionen der gegenständlichen Malerei (u.a. Radu Belcin, Robert Bosisio, Jens Hausmann) über abstrakte Malerei (Katrin Bremermann, Pius Fox), Fotokunst (Tessa Verder, Ralf Peters), Zeichnung (Felix Baxmann, Bettina Krieg) bis hin zu Objektkunst und Skulptur (Antje Blumenstein, Gregor Gaida). Ein besonderes Anliegen ist es uns junge Talente zu entdecken, frühzeitig zu fördern und sie als Hauptgalerie in Kooperation mit internationalen Partnergalerien im Kunstmarkt zu etablieren. Unser Ziel ist es, diese Künstler durch regelmäßige Präsentation in unseren Räumen, die Veröffentlichung von Katalogen und Beteiligung an nationalen und internationalen Messen, in der Kunstwelt bekannt zu machen.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

2006