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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

DIE GALERIE Gesellschaft für Kunsthandel mbH

Grüneburgweg 123, 60323 Frankfurt am Main
Deutschland
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  •   dm-arena / H4/F11

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Laura Colombini

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Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Volker Stelzmann - Aktuelle Werke

Volker Stelzmann (*1940) verschrieb sich eindringlich und unbeirrbar zeitgenössischen Menschenbildern. Seine künstlerische Entwicklung ist und war eine beständige. Während man im Allgemeinen bei den in Ostdeutschland entstandenen Werken noch eine Individualisierung der dargstellten Menschen beobachten kann, geraten diese im Verlauf der 1980er Jahre immer mehr zu gewissen Typen. Ihn interessiert die Schauseite, das Straßenbild der Gesellschaft. Darauf entsehen Menschenbilder, wie man sie eben auf den Straßen und in den U-Bahn-Schächten Berlins trifft. Einige davon erinnern an Otto Dix, Idol Stelzmanns, den er beschwört, zitiert und erneuert.
In seinen Bildkonstruktionen forciert er das Bedrängte, Getriebene, Versperrte und Gestapelte der Menschen. Oft sperrt und presst er die Figuren in extreme Hochformate oder flache Querformate und variiert in der Darstellung zwischen Halbfiguren, Brustbildern oder voller Körpergröße. Alles spielt sich in engen Räumen, Gehäusen, Kästen oder Schächten ab. Beispiele solcher Kompositionen sind die beiden im Jahre 2020 entstandenen Werke U-Bahn II und Elf Figuren sowie auch Charlottenburger aus dem Jahr 2013. Die hier dargestellten Gestalten haben maskenhafte Gesichter und bewegen sich auf engstem Raum. Sie sind dicht aneinander gedrängt und doch agiert jeder für sich - ohne emotionale Berührung, ohne jegliche Form von Kommunikation. Die individuelle Indentität jedes einzelnen verliert sich innerhalb einer verworrenen Menschenmenge.

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Kategorie: Kunst nach 1945

Carl-Henning Pedersen - Karon‘s Båd (1989)

Der 1913 in Kopenhagen geborene Maler Carl-Henning Pedersen gehörte, zusammen mit Asger Jorn, Karel Appel, Constant und Corneille, zu den Gründern der avantgardistischen Künstlergruppe der Nachkriegszeit CoBrA. Der dänische Maler, der auch als „Chagall des Nordens“ bekannt war, fasziniert durch die strahlenden Farbnuancen und die surreale Atmosphäre seiner Werke. Beim Betrachten der phantastischen Schöpfungen Pedersens wird der Zuschauer in dessen eigene, magische Traumwelt voller Fabelwesen – für deren Kreation sich der Künstler sowohl der nordischen als auch der griechischen Mythologie als Inspirationsquelle bediente – hineingezogen.
Die monumentale Leinwand Karon‘s Båd (Charons Boot) aus dem Jahr 1989 z.B. stellt auf eigene Art und Weise die Gestalt des in der Unterwelt lebenden Fährmanns Charon dar, der mit seinem Boot die Seelen der Verstorbenen über den Fluss Acheron fuhr und somit in das Reich des Hades begleitete. Diese an sich eher düstere Szene erhält durch Pedersens einzigartige Malweise einen völlig anderen Charakter und erweckt vielmehr den Anschein einer freudvollen Bootsfahrt an einem heiteren Sommertag.

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Kategorie: One-Artist-Show

Johannes Heisig - Vertreibung ins Paradies

In Johannes Heisigs Gemälden, Zeichnungen und Graphiken verbinden sich inhaltliche Komplexität und meisterhafte Technik mit offener Freude am Experiment. Seine mit präzisem Blick gesammelten Beobachtungen vermittelt Heisig anhand einer expressiv impressionistischen Bildsprache: Er schichtet Farben zu apokalyptischen Darstellungen chaotischen Großstadtlebens, zu eindrucksvollen Reflexionen zur deutsch deutschen Geschichte ebenso wie zu Porträts, Landschaften und Stillleben. Auf diese Weise führt er das realistische Abbild aus dem Vertrauten heraus, verfremdet und transformiert es schließlich häufig nach monatelangem Übermalen in etwas für den Betrachter Unbekanntes und Einmaliges. So auch in dem 2019 entstandenen großformatigen Gemälde Vertreibung ins Paradies, mit dessen Titel der Künstler wortspielerisch den Sündenfall heranzieht und auf eine zeitgenössische Szenerie überträgt. Sozialkritisch fragt er: Ist dies noch das Paradies, für das Christus am Kreuz gestorben ist? Die gigantische Strandszene erinnert aufgrund der ungewöhnlichen Perspektive an heutzutage sehr beliebte Drohnenaufnahmen und wirkt deshalb besonders aktuell so, als würde man mit dem Pinsel die modernsten Techniken nachahmen. Zugleich wei st sie mit ihrem ironischen Titel auf einen der Urmythen der menschlichen Geschichte hin und erweist sich somit als ein äußerst tiefgründiges Werk.

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Kategorie: Kunst nach 1945

Corneille - Jour d'Été (1957)

1922 geboren, war Guillaume Cornelis Beverloo, genannt Corneille, eines der Gründungsmitglieder der Künstlergruppe CoBrA. In ihr fand er wesentliche Impulse für seine eigene künstlerische Entwicklung, die sich schon kurz nach der Auflösung der Vereinigung 1951, getragen von einer immensen Freude am Experimentieren, auf eigene Wege begibt. Die vorher von Paul Klee und Joan Miró inspirierten Kompositionen werden zunehmend abstrakt, bis sie in den 1960er Jahren wieder zur Figur zurückfinden. Schon in den 1940er Jahren und sehr ausgiebig in den 1950er Jahren unterni mmt Corneille Reisen, durch den europäischen Kontinent und vor allem durch Nordafrika und die Sahara. Von da an bis in seine
letzten Jahre hinein zeigen alle Werke des Künstlers den Einfluss der Landschaft, Kultur und Kunst des Kontinents.
Zu Beginn der 1950er Jahre ist es vor allem die Landschaft und die Farbigkeit des Maghreb, die sich in Zeichnungen und Gemälden widerspiegelt, so auch in dem 1957 entstandenen Ölgemälde Jour d’Été: Die äußerst dichte, stark farbige abstrakte Komposition geht auf Corneilles Interpretationen von Landschaften zurück, hier eingebettet in einen sandtonigen Hintergrund, der stellenweise sogar die Farben zu „überweh en scheint. Wie aus einer Vogelperspektive zieht sich durch diese „Wüste“ ein horizontales Band, das an Felder, Straßen und Gewässer denken lässt.
Ungewöhnlich ist die Dichte und Kontraststärke der Komposition, die zwischen flächiger Abdeckung bis flüchtigem Pinselstrich alles zulässt. Bei aller Abstraktion deutet sich in diesem Werk aber auch bereits die spätere Bevorzugung einer klaren, reineren Farbigkeit an.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Kim Du Rye - Farbfeld Malerei

Das Werk der koreanischen Malerin Kim Du Rye ist klassisch im besten Sinne, geprägt von einem souveränen Umgang mit der abstrakten Komposition. Sie bedient sich der Farbfeldmalerei, die an die amerikanischen Abstrakten Expressionisten erinnert, in vielfältigen Variationen, die von strengen geometrischen Gefügen bis hin zu malerischen Auflösungen reichen. Ihre bisweilen großformatigen Leinwände sind vollkommen frei von räumlichen oder assoziativen Intentionen, weshalb sie auch keine Titel tragen, die das Auge des Betrachters einengen würden. Das eigentliche Reich Kim Du Ryes aber liegt ganz offensichtlich in der Farbe: Sie verleiht den Gemälden Wärme, Tiefe und Emotionen, Spannung oder Gelassenheit, flirrende Lebendigkeit oder kontemplative Ruhe. Stark im Ausdruck, an den Primärfarben orientiert und großzügig auf die gesamte Bildfläche ausgebreitet, sind die Farben in den Bildern von Kim Du Rye immer und werden für den Betrachter so zu einem visuellen Erlebnis.

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Über uns

Galerie-Information

1979 vom Galeristen Peter Femfert gegründet, präsentiert DIE GALERIE jährlich rund fünf Ausstellungen mit Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen. Der Schwerpunkt des Galerieprogramms liegt auf der Klassischen Moderne, insbesondere dem Surrealismus, der Kunst der CoBrA-Gruppe sowie auf figurativer zeitgenössischer Kunst.
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen mit Künstlern wie Max Ernst, André Masson, Roberto Matta, Pablo Picasso, Max Ackermann, Corneille, Asger Jorn, Lucebert, Karel Appel, Louise Nevelson, Volker Stelzmann, Johannes Heisig, Alain Clément und Bildhauern wie Igor Mitoraj, Beate Debus, Dietrich Klinge, Herbert Mehler und Riccardo Cordero zeugen von einem niveauvollen und über Jahrzehnte gewachsenen Künstlerprofil. Neben der Konzeption und Organisation von Kunstausstellungen sowohl in den eigenen Galerieräumen als auch in namenhaften Museen, Kulturinstituten und anderen Galerien, umfasst der Aufgabenbereich die Beratung und Betreuung von Sammlern, Liebhabern und Professionals als auch die Verlagstätigkeit. Regelmäßig editiert DIE GALERIE Ausstellungskataloge zu Ihren Ausstellungen. Zum jährlichen Galerieprogramm gehört auch die Teilnahme an den wichtigsten internationalen Kunstmessen, wie unter anderem die Art Miami, KIAF Seoul, BRAFA in Brüssel, Art Karlsruhe und Art Cologne. Zusätzlich zu ihren physischen Ausstellungen bietet DIE GALERIE auch zahlreiche digitale Inhalte wie z.B. 3D-Rundgänge, virtuelle Ausstellungen, Podcasts und Eröffnungsvideos.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

1979