Menu
art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Galerie Erik Bausmann

Martha-Brautzsch-Strasse 13, 06108 Halle
Deutschland
Telefon +49 345 67871077
Fax +49 6131 23 02 89
finearts@bausmann.com

Standort

  •   dm-arena / H4/H15

Unser Angebot

Kategorien

  • 2  Kunst nach 1945

Kunst nach 1945

  • 3  Gegenwartskunst

Gegenwartskunst

  • 7  One-Artist-Show

One-Artist-Show

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Claudia Berg

Die Ferne in der Nähe
Gedanken zu den Graphiken von Claudia Berg (Auszug von Christian Lehnert)

Eines der Geheimnisse, warum Kunst uns bewegt, ist die Synästhesie. Kunstwerke vermögen ihre direkte materielle Sinnlichkeit zu überschreiten und in ein flirrendes Ganzes der Wirklichkeit zu treten.

Die Graphiken von Claudia Berg haben eine sonderbare Eigenschaft. Aus der Distanz betrachtet zeigen sie Landschaften und konkrete Erscheinungen. Trete ich nur ein wenig näher heran, verliert sich das Gesehene in lauter lose Kratzer, die für sich in einem Raum schwirren und ohne Ordnung eine Metallplatte decken.

Mit verstörender Klarheit und zielsicher führen diese Graphiken in eine Abgründigkeit menschlichen Sehens, von der wir uns meist keine Rechenschaft geben. Claudia Berg geht hinaus, wörtlich und im metaphorischen Sinn. Sie setzt sich mit ihren großen Platten in die Natur, setzt sich dem aus, was sie noch nicht weiß.

Zu den Graphiken Claudia Bergs gehören in meinem Empfinden Gedichte. Gedichte sind Gestalten des Augenblicks, flüchtig und doch fähig wie keine andere literarische Gattung Zeitlosigkeit zu erfassen. Gedichte sind an einem Un-Ort zu Hause, treiben so ein Un-Wesen wie diese verstörenden Bilder an dem Grenze von Sichtbarem und Unsichtbarem, wie diesen vielen Linien, Kratzer und Striche, die je für sich existieren, sich bewegen und ein Eigenleben führen und doch ein Ganzes bilden. Eine Verwandtschaft also, und es ist kein Zufall, daß Claudia Berg oft zu Gedichten arbeitet.

Christian Lehnert

Mehr Weniger