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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Galerie Knecht und Burster

Baumeisterstraße 4, 76137 Karlsruhe
Deutschland

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Alfred Knecht

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Rita Burster

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Kategorien

  • 02  Kunst nach 1945

Kunst nach 1945

  • 07  One-Artist-Show

One-Artist-Show

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Andreas Blank

Andreas Blank vereint in seinen Skulpturen sowohl abstrakte und gegenständliche als auch konzeptuelle und handwerkliche, technische Praktiken. Auf allen Erdteilen sucht er nach seltenen Steinen, bearbeitet sie in handwerklich aufwendigen Arbeitsprozessen und setzt sie mal zu stilisierten, mal täuschend echt wirkenden Alltagsobjekten zusammen. Blank hinterfragt das Sichtbare und überführt traditionelle Bezüge und Wertvorstellungen auf das Alltägliche und Gegenwärtige.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Gundula Bleckmann

Im Werk von Gundula Bleckmann (*1963 Bochum) spielen Momente der Transitorik, der Balance, der Aktion und Reaktion, der Bewegung und Veränderlichkeit, der Übereinstimmung und der Divergenz eine entscheidende Rolle. Das abstrakt-geometrische Formenvokabular generiert sich aus gerundeten bzw. eckigen Formen wie Kreis, Oval, Quadrat, Rechteck und daraus abgeleiteten Varianten. Dabei geht es der Künstlerin nicht darum, ihre Formfindungen geometrisch möglichst exakt, mit scharfen Graten und harten Kanten umzusetzen, im Gegenteil: das Spiel mit subtilen Abweichungen, mit leisen Verschiebungen und sanft modulierten Übergängen gehört ganz wesentlich dazu. Der Ausgangspunkt der Malerei von Bleckmann ist die Form, in der alles vorhanden ist und daraus resultierend um die Frage in welcher Beziehung die Komponenten der Form, Farbe, Form bzw. des Raumes zueinander stehen. Dabei sind Leerstellen, Überschneidungen, Verwebungen, Abstände, Berührungen wichtige Aspekte, ebenso wie die Wahl der Farbe und die Materialität.

Die Künstlerin arbeitet ausschließlich mit Eitempera, daraus resultieren die matten Oberflächen der Bilder, die weichen Übergänge und der pudrige, samtige Klang der nuancenreich orchestrierten Farben, aufgetragen mit Pinsel und Spachtel, zuweilen auch mit den Händen berieben. Eine intensive Beschäftigung mit der Form führte die Künstlerin in ihren Arbeiten zum Auftrag der Farbe auf Holz neben den Leinwandarbeiten. Über die Farben und Formen scheinen beide Materialitäten eine Symbiose einzugehen, die „Kunstwerke scheinen miteinander zu tanzen“.
 
Gundula Bleckmann beendete 1993 ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Gerd van Dülmen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Sie erhielt 1995 den Landesgraduiertenstipendium Baden-Württemberg, 2010 den Kunstpreis „Forum Kunst“ Regierungspräsidium Karlsruhe und 2017 den Hanna-Nagel-Preisträgerin verbunden mit einer Ausstellung in der Städtischen Galerie Karlsruhe. 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Axel Brandt

Für die die Absonderlichkeiten des Lebens enthüllen, skulpturaler, gestischer Farbauftrag, malerische Intensität: dafür steht der Name Axel Brandt, der bei Dieter Krieg an der Düsseldorfer Akademie studierte. Mit einem Gespür für das Sonderliche, einer treffsicheren Beobachtungsgabe und einem widerspenstigen Geist sind seine Bilder nicht nur Kommentare zu unserer Gesellschaft und deren mehr oder weniger annehmbaren Gepflogenheiten, sie sind vor allem reine Malerei. Der Zufall macht seine Bilder so lebendig. Das, was im Prozess, im Tun, entsteht, das nicht Vorhersehbare, das Impulsive trifft auf scharfsinnige Einfälle und fügt sich zu einer dynamisch expressiven Farb-Oberfläche, die hier in der Bildserie in den dramatischen Schieflagen des Schiffes Anemoi fast schon eine Stimmung erzeugt, wie wir sie aus William Turners Seestücken und legendärem Sturmbild kennen. Schiffe, die hohe See, der Sturm, die Unberechenbarkeit der Elemente und das menschliche Verlangen, diesen zu trotzen, sich ihnen auszusetzen, der menschliche Leichtsinn, sich mit den Elementen zu messen und die menschliche Angst zu scheitern und unterzugehen, sie ziehen sich thematisch seit jeher durch Axel Brandts Werk. Sein Chor der Titanic sinkt bereits 1993 steil seinem Untergang entgegen. 

Da es ist nicht an der Tagesordnung ist, dass ein junger Künstler, 1982 gefördert mit dem Jugendkunstpreis der Stadt Ulm, beschließt, ein hochseetaugliches Schiff nach eigenen Zeichnungen zu bauen und dieses dann fast 40 Jahre später in Lübeck zu Wasser zu lassen, muss er sich die Bezeichnung des Uomo Universale wohl doch gefallen lassen. Denn seit Juni 2021 steht der Name Axel Brandt auch für das Schiff, das der in Düsseldorf lebende Künstler mit seinem Bruder Ulrich Brandt im allgäuischen Waltenhausen in der Scheune des mütterlichen Bauernhofes baute. Phasenweise bleibt dieses Unterfangen eine Vision, eine Utopie, ein Garant Träume zu nähren, die vielleicht nicht in Erfüllung gehen. Zuletzt obsiegt das Verlangen und der Ehrgeiz, das Lebenswerk zu beenden. In der letzten Schiffsbauphase legt der Sohn Ludwig mit Hand an, der Künstler beantragt ein Stipendium, das Schiff soll zum Labor der Künste werden und von einer Crew aus Künstlern von Hafen zu Hafen manövriert werden. 

Das Beenden des Lebenswerks wird zum Anfang einer neuen Mission. Die unter dem Titel Darßer Ort präsentierten Gemälde, deren einziger Bildgegenstand die Anemoi ist, stellen eine Interpretation und Verarbeitung der Geschehnisse dar, die sich mit der ersten Künstlercrew an Bord, Axel Brandt, Uscha Urbainski, Thomas Putze, Andreas Welzenbach, abspielte. Eine Geschichte, die, ähnlich wie der japanische Film Rashomon, aus drei Perspektiven erzählt jedes Mal eine andere Geschichte ergeben würde. Die Düsseldorfer Künstlerin Uscha Urbainski eröffnet im Museumshafen Lübeck mit ihrer Performance Rheinwaschen das Kunstlabor-Schiff und begleitet ihre Künstlerkollegen bis Kühlungsborn. Eine raue See und hoher Wellengang haben die Atmosphäre an Bord deutlich zugespitzt. 

Die drei Männer sind nun allein an Bord, drei Freunde, drei Künstler, drei Individualisten. Seit Jahren spielen sie gemeinsam in einer Band, treten auf, stellen zusammen aus, begegnen sich nicht nur mit ihrer Kunst, sondern auch mit ihrem ganz individuellen Lebenspaket. Der eine wird zum ersten Mal Vater, trägt sein Schlagzeug und die Vorsicht an Bord, der andere findet nach schwerer Krankheit wieder zurück in den Alltag, lässt sich zunächst treiben und fasst dann Selbstvertrauen und greift zu Gitarre, Werkzeug und Ruder, der andere hat gerade seinen Lebenstraum zu Wasser gelassen und ist der einzige Segler mit Erfahrung an Bord des Schiffes, das nun einen zwischenmenschlichen Grenzbereich durchdringt. Das eingespielte Künstler-Trio, gewohnt, immer wieder aufs Neue mit tiefsinnigem Humor und kleinen Seitenhieben in die Abgründe zwischen Künstlerdasein und Alltag zu blicken und diese zu überbrücken, wird durch das gemeinsame Segeln auf der Anemoi vor ganz neue Herausforderung gestellt. Es gilt, die Kluft zwischen Un-und Urvertrauen, Vorsicht und Leichtsinn zu überbrücken, die unterschiedlichsten emotionalen Zustände zu vertäuen. Entgegen der Kapelle der Titanic gehen sie weder gemeinsam unter noch heroisch von Bord. (Auszug Katalogtext: Dr. Katrin Burtschell)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Wilhelm Neusser

Metaphorisch gesprochen bezeichnet Schwarzweiß das Denken in Extremen. Es blendet die ebenso metaphorische Grauzone, den Übergang von Weiß zu Schwarz, aus. Genau diesem unscharfen Verlauf widmen sich Neussers neueste Bilder in vibrierenden Farben. Seine Landschaften beschreiben die Natur in ständigem Wandel von Tages- und Jahreszeiten, im Wechsel von Hell und Dunkel. Auch der Zustand der dargestellten Räume ist nicht eindeutig und oszilliert zwischen illusionistisch einladend und bedrohlich abweisend. Eine Marschlandschaft unter dramatischem Himmel spielt ebenso auf Emil Noldes Norddeutschland wie auf Kaliforniens Waldbrände an. Die von der Cranberry Ernte inspirierten Bog Bilder erzählen vom Herbst in Neuengland, zugleich klingen Untertöne von Umweltzerstörung und Naturkatastrophe an. Mit ihrer intensiven Farbigkeit explodieren Neussers Forsythien förmlich und geben der Natur dieses Frühblühers etwas verunsichernd Künstliches.

In der großen Gruppe der Zaunbilder wird der Betrachter:in ein Standpunkt außerhalb des Bildes zugewiesen, der Zugang zum Bildraum wird verwehrt. Zäune als Mittel der Ein- und Ausgrenzung sollen helfen, eine scharfe Linie zu ziehen und Klarheit zu verschaffen: hier Schwarz, dort Weiß. Neussers eingezäunte Landschaften aber unterwandern diese Absicht und führen uns zurück in die farbige Grauzone, in der nichts feststeht und alles im Fluss ist.

Wilhelm Neusser (*1976 Köln) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Gerd van Dülmen und Harald Klingelhöller. Als Gaststudent der Kunstgeschichte besuchte er die Karlsruher Hochschule für Gestaltung bei den Professoren Hans Belting und Siegfried Goh. Bis 2011 war Neusser in Köln aktiv, seitdem lebt und arbeitet er in Somerville, Massachusetts, USA.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Franziska Schemel

Franziska Schemel (*1961 Frankfurt/Main) übernimmt die Darstellungsmedien aus der Fotografie, die sich als ästhetische Information der Bildsprache unterordnen – Farbe, Licht und Raum als Synthese. Die Künstlerin montiert oftmals kleinformatige eigene Fotografien in ihre großflächigen Bildtafeln, an deren Schnittpunkten häufig der Mensch steht. Entsprechend öffnet sich ein Fenster auf eine einsame Welt, die in die Illusion führt und das Künstliche unserer Umwelt offenbart.
 
Die architektonisch inspirierten Raumbilder sind meist farblich und formal stark reduziert. Dank dem raffinierten Mischen von Acrylfarbe mit Pigmenten, Steinmehlen und Sand konstruiert Franziska Schemel eine raue und gedämpft wirkende Struktur der Oberfläche, welche die Schwellensituation auf zwei Ebenen darstellt. Ihr Œuvre vereint ein geistiges Energiefeld und dem souveränen Umgang mit dem Raum, der als Fläche erscheint.

Franziska Schemel studierte von 1984 bis 1990 Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Erich Mansen. Die Künstlerin wurde mit verschiedenen Kunstpreisen und Stipendien ausgezeichnet, u. a. in Waiblingen, Freudenstadt, Barcelona, Salem und New York. Ihre Arbeiten werden in Kunstvereinen und Museen gezeigt. Sie ist regelmäßig vertreten in internationalen Galerien und auf Kunstmessen und ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Ulrich J. Wolff

Das überraschend gewaltige Format, das fast schon körperliche Schwarz, die verschwenderische Fülle an technischer Finesse – Radierungen von Ulrich J. Wolff ziehen den Betrachter:in mit einem mächtigen Sog in eine vage vertraute Welt, die in der künstlerischen Entfremdung eine unbekannte wie faszinierende Intimität gewinnt. Aus der geordneten architektonischen Struktur von Mega-Cities und Wohntürmen heraus formt er mit seinem massiven Schwarz und dem reliefhaften, an organische Wachstums- oder geologische Zerfallsspuren erinnernden Carborundum-Prägedruck 
einen geheimnisvollen Organismus. Das Schwarz wird zum mysteriösen Behälter für das Leben, das die darin eingestreuten hellen Lichtzonen vermuten lassen. Und dann spürt man noch dieses Atmen in den nicht greifbaren Zwischenräumen im Wechsel von Davor und Dahinter, von Sichtbarem und Erahntem in den Wald-, Feld- oder Wassermotiven. Wolff lässt offen, wo und ob da in seinen schwarzen Gebilden Leben ist, ob wir die Radierungen als Bedrohung oder Faszinosum erleben sollen. (T. Kurtz)

Ulrich J Wolff (*1955 Schwaigern) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Gerd van Dülmen, wo er als Meisterschüler abschloss. Er was lange Leiter der dortigen Werkstatt für Radierung und Siebdruck.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Daniel Wagenblast

Ausgangspunkt in den Skulpturen von Daniel Wagenblast ist das Holz, dass er grob mit Kettensäge, Stechbeitel und Schnitzmesser bearbeitet. Mit einem plakativen und reinen Farbauftrag unterstreicht er anschließend die Dreidimensionalität und Konturen in den Arbeiten. Thematisch beschäftigt sich der Künstler oftmals mit der Realität, die ihn umtreibt. Er greift alltägliche Situationen auf und lässt mit purer Lust am Handwerk stereotype, menschliche Figuren entstehen, Oberflächen werden rau gelassen, Motive vereinfacht, Proportionen verändert. 

Auf der Messe präsentiert Daniel Wagenblast ein Kunstprojekt im Einsatz für herzkranke Kinder, entwickelt gemeinsam mit der Künstlerin Isa Dahl, der Stiftung KinderHerz, dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR), dem KinderHerz-Botschafter und ESA-Astronauten Matthias Maurer, der ein Kunstwerk zur Internationalen Raumstation (ISS) mitnahm.

Auf Kunstmission im Weltall. | Der Weltraum, unendliche Weiten, dorthin schickten wir meinen Weltenfahrer.
 
Ein Kunstwerk, eine Mission, ein Auftrag: Unser Weltenfahrer ist im Weltall. Er hat einen Auftrag im Gepäck: Mit der Kunst an einem einzigartigen Ort, Aufmerksamkeit für die Verknüpfung von Raumfahrt und der Kinderherz-Forschung zu schaffen. Dabei trifft die Holzskulptur Weltenfahrer mit Herz auf das Ölgemälde All von Isa Dahl, das für die Reise auf Stoff gedruckt wurde. 420 km legten die beiden Objekte in der Transportkapsel bis zur ISS zurück.

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Über uns

Galerie-Information

Die Galerie Knecht und Burster ging aus der 1985 gegründeten Galerie und Artothek gruppe art-contact Karlsruhe hervor und firmierte von 1997 bis 2010 unter dem Namen Galerie Alfred Knecht. Durch die Geschäftspartnerschaft mit Rita Burster seit 2007, führt die Galerie nun den Namen Galerie Knecht und Burster. Schwerpunkt der Galerie sind Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern, die aus der Karlsruher Kunstakademie hervorgegangen sind oder Lehrer hatten, die hier studierten: Klasse Prof. Hans Baschang – Kunstakademie München und Klasse Prof. Dieter Krieg – Kunstakademie Düsseldorf, die bei Herbert Kitzel und HAP Grieshaber studierten. Mit der Karlsruher Figuration – seit den 60er Jahren in aller Munde – wurden sie bekannt. Nicht vergessen darf man Franz Bernhard, ein Schüler Wilhelm Loths, der mit Holz und Eisen unverwechselbare Plastiken schuf und schafft.

Die Galerie Knecht und Burster präsentiert ihre Künstler und Künstlerinnen regelmäßig in Ausstellungen und nimmt an Kunstmessen teil. Neben langjährig vertretenen Künstlern*innen bleibt es ein entscheidendes Interesse der Galerie, Positionen junger Kunst zu vertreten, so auch in den regelmäßigen Ausstellungen WESTSÜD, in denen Studierende der Kunstakademie Karlsruhe präsentiert werden.

Die Galerie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e. V. (BVDG) und im Karlsruher Galerienverband.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

1985