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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Galerie Maurer

Fahrgasse 5, 60311 Frankfurt am Main
Deutschland
Telefon +49 69 90025640, +49 151 50404554
Fax +49 69 90025641
info@galerie-maurer.com

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Tilmann Zahn

Die Papierarbeiten Tilmann Zahns üben eine geradezu irritierende Anziehungskraft aus. Von Weitem erscheinen sie metallen und haben räumliche Tiefenwirkung. In ihrer konstruktiven Grundstruktur und einer Farbgebung von warmem Ocker bis zu dunklem Van-Dyck-Braun suggerieren sie das rostige Eisen verfallender Zweckbauten, Masten, Gerüste in verödeten Landstrichen oder heruntergekommenen Stadtvierteln. Ein andermal wirken sie in leuchtenden Grün-Blau-Tönen wie kupferne Kostbarkeiten mit edler Patina. Aus der Nähe erkennt man nicht nur den Trompe l’oeil-Effekt, den der Künstler auf den zusammenrollbaren Papieren erzielt, sondern auch ihren filigranen Charakter, ihre feine, mit größter Sorgfalt geschaffene Textur. Von den unregelmäßigen, gerissenen Rändern und der rauen Oberfläche der Stege wandert das Auge zu der differenzierten Farbigkeit aus mehreren Schichten, die von Bleistiftstrichen und blassen Flecken oder kompakten Tupfern lebendig durchsetzt sind. […] Damit nehmen die Exponate eine Mittelstellung zwischen Malerei und Objekt ein. Sie entstehen nach Fotografien von den zahlreichen Reisen des Künstlers, auf denen sein besonderes Interesse nicht mehr genutzten Bauten, verwitterten Schildern, Industriebrachen und anderen verwaisten Überbleibseln einer vormaligen Zivilisation gilt. […] Löst man sich von den Maßstäben des Funktionalen und Kalkulierten, des Hochglanzpolierten und Genormten, so wird die ganz eigene Schönheit solcher Transformationen sichtbar. (Martina Wehlte)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Jeongmoon Choi

Jeongmoon Choi (*1966, Seoul, Korea) sieht sich selbst als Zeichnerin, auch wenn die Materialien, mit denen sie zeichnet, ungewöhnlich sind: Als Pendant zur Farbpalette nutzt sie die Farbigkeit von Fäden, mit denen sie sowohl auf klassischen Oberflächen wie Leinwand und Holz als auch frei im Raum zeichnet. Aus der Wechselbeziehung der Fragilität der Fäden und der kraftvollen Strukturen, die sie im Verband bilden, entsteht eine Spannung, die sich aus den Gegensatzpaaren Kraft und Verwundbarkeit, Sicherheit und Gefahr ergibt. Die von UV-Licht hervorgehobene Zeichnung löst den verdunkelten Raum als die Installation umgebende dreidimensionale Arbeitsfläche auf. Dabei erschafft sie zugleich einen neuen Raum, der in ständigem Wandel den Bezug von Innen und Außen hinterfragt und damit den Betrachter eine paradoxe Doppelnatur der Raumwahrnehmung erleben lässt.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Angela Glajcar

Auf der Suche nach geeigneten Materialien bei der Darstellung von Gegensätzen wie Leichtigkeit und Schwere, Flüchtigkeit und Materialität, Bewegung und Ruhe hat die Bildhauerin Angela Glajcar das Material Papier für sich und ihre künstlerische Arbeit entdeckt. Das Licht, das sich in den weißen Papierskulpturen fängt, lässt sie in verschiedenen Farbtönen von grau über ocker zu rosa changieren; das Spiel von Licht und Schatten verleiht den Arbeiten zusätzliche Tiefe. „’Mich interessieren Räume, auf die ich mit meinem Werkstoff Papier direkt reagieren kann, und die ich verändern kann‘, so umschreibt Angela Glajcar einen wesentlichen Aspekt ihrer künstlerischen Arbeit. […] Dabei macht sie sich die unterschiedlichen Qualitäten ihrer Werkstoffe zu eigen. Sie verbindet das haptische Potential des Papiers mit der immateriellen Eigenschaft des Lichts, konstruiert aus zweidimensionalen Papierbögen imposante dreidimensionale Installationen.“ (Barbara Auer, Kunstverein Ludwigshafen)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Dorthe Goeden

Grundelement der Werke von Dorthe Goeden ist die Linie. Ob gezeichnet oder geschnitten, bedeutet sie eine Unterscheidung, die eine Form entstehen lässt. Dabei liegt die Idee zugrunde, dass die so entstandene Form immer aus zwei Teilen besteht, die sich zueinander verhalten, nämlich gleichzeitig aus dem, was sie ist und dem, was sie nicht ist. So thematisieren die teils großformatigen Papierschnitte das Verhältnis von Anwesendem und Abwesendem. Die Linie wird dabei vom grafischen Gedanken der Zweidimensionalität gelöst und so die Grenzen von Bild, Objekt und Raum hinterfragt. Kleinformatige Zeichnungen, konkrete und auf das Wesentliche reduzierte Bruchstücke des Erlebten und der Erinnerung bilden den Ausgangspunkt. Ihnen werden Versatzstücke für komplexe Arbeiten entnommen. Reduktion und Rhythmisierung werden bildbestimmend. Reihungen und Spiegelungen begreift Dorthe Goeden als räumlich ordnende Momente. Ihr Interesse gilt Wiederholungsprozessen und den Möglichkeiten, die sich in den kleinen Abweichungen der handwerklichen Präzision und ihrer gedanklichen Reflexion eröffnen. Vor diesem Hintergrund entstehen Papierschnitte, Gouache- und Tuschearbeiten, die aus sich wiederholenden Fragmenten aufgebaut sind und Dreidimensionalität erzeugen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Aja von Loeper

Mit Ausdauer raut die Künstlerin mithilfe ihrer Buchenkolben große Flächen ihrer Kartons auf. Ungläubige Betrachter sind allzu schnell bei der Beurteilung und sprechen von Prägungen. Das Gegenteil ist der Fall! Die Künstlerin prägt nicht, sie hebt, regt die Oberfläche des 250-Gramm-Kartons an, sich zu wölben, ihrem Griffel noch mehr Fläche zu schenken, die dann in kleiner Geste, die einer Schraffurbewegung gleicht, aufgelöst wird... (Nora Gomringer)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Tatiana Urban

„Meine Malereien sind Ausdruck eines vielgestaltigen Naturbildes, in dem der prozesshafte, transformative Charakter der Natur ebenso eine Rolle spielt wie auch faszinierende neue Erkenntnisse zur Funktionsweise von Pflanzengesellschaften. Einfluss auf meine Naturdarstellung haben aber auch die artifizielle Durchdringung der Natur und ihrer Abbilder sowie die wachsenden Möglichkeiten der digitalen und physischen Manipulation. So entstehen meine zwischen Abstraktion und Figuration pendelnden Bildwelten, in denen erkennbare Naturelemente auf undefinierbare Formen treffen und sich zu schwebenden, dynamischen Landschaften und Naturkompositionen verbinden. In meinen Bildern ist grundsätzlich nicht die Darstellung eines bestimmten Resultats entscheidend sondern der Prozess der Veränderung, Auflösung und Neuordnung. Dieser enthält für mich immer auch Aspekte des Zufalls und des Chaos, die in meiner Malerei generell stark zum Ausdruck kommen.“ (Tatiana Urban)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Friederike Walter

Friederike Walter begreift ihre Gemälde als Denkräume. Ihre farbig dezenten und klar komponierten Bilder laden uns zu kontemplativem Innehalten ein. Mehrere übereinander gelegte Ölschichten erzeugen flimmernde Flächen stufenloser Farbverläufe und lassen so die Illusion von Räumen entstehen, in denen einzig Licht eingefangen und reflektiert wird. Die gemalten Räume schildern keine realen Begebenheiten, sondern entstammen der Imagination der Künstlerin. Indem sie für die Orientierung im Raum so elementare Aspekte wie Maßstab und Statik aufhebt, entziehen sich ihre Bilder einer eindeutigen Lesbarkeit. Bewusst in der Schwebe gehalten, erweisen sich die Gemälde als Gedankenkonstrukte, deren sinnfällige Auflösung uns verwehrt bleibt. Vielmehr werfen sie Fragen auf, nach dem Wahrheitsgehalt des Sichtbaren und dem, was jenseits davon liegt.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Joseph Stephan Wurmer

In seinen Skulpturen lotet Joseph Stephan Wurmer die charakteristischen Eigenschaften des Materials Holz zu neuen Möglichkeiten aus. Das Wechselspiel von geometrischen Formen erzeugt ein Spannungsfeld von gelenktem Gestalten und freiem Wachsen. In ihrer Ausführung bleiben die Arbeiten Ausdruck eines offenen Gedankens.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Jan Davidoff

Neugierig riskiert Jan Davidoff den Verlust gewohnter Vertrautheit, um sich der irritierenden Situation des Unbekannten auszusetzen. Wenn er sich aufmacht, um Motive für seine Malerei aufzuspüren, bringt er in Form von Fotos bildhaftes Wissen um das Leben und den Alltag in der Fremde mit nach Hause.
In seiner Arbeit sucht er nach der figurativen Essenz, nach dem, was bleibt, wenn man die Fotografien so interpoliert, dass sie auf Schemen und Konturen reduziert werden, ohne die Figur unlesbar zu machen. Trotz dieser oftmals traumartigen Atmosphäre versucht Davidoff nie, über die materielle Substanz seines Mediums hinwegzutäuschen, lässt Farbe stets gegenwärtig sein. Auf gewisse Weise wirken Davidoffs Bilder ihrer Farbigkeit und Plakativität zum Trotz zurückhaltend und distanziert. Davidoff weiß, dass er keine der Szenen einfach spiegeln kann, ohne den Raum der Phantasie zu betreten. Letztlich bietet er eine Matrix für die Imagination des daheim gebliebenen Betrachters.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Malgosia Jankowska

Wölfe, Eulen, Schlangen, Motten, Hirsche und Kinder sind das Personal, das meine Zeichnungen bevölkert. Aber was tun sie da in den Wäldern?
Auf manchen Blättern gibt man sich ein Stelldichein am Weiher. „Wer aus mir trinkt, wird ein Reh“, fällt mir aus dem Grimmschen Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ ein. Das Wasser verzaubert die durstigen Waldbewohner. Die Brüder Grimm lauern öfter hinter den mit japanischen Filzstiften gezeichneten oder aquarellierten Bäumen, die gleichzeitig auch eine Interpretation von Mythen, Sagen und Schauergeschichten der romantischen Kunstepoche sind.
Der Blick in die Ferne, das behutsame Tragen eines Kindes oder das entspannte Nickerchen auf dem warmen Bauch des vielleicht Kinder nährenden Wolfes bringen vor der Kulisse einer üppigen, voller Lebensfreude strahlenden Natur Begehren, Zuneigung und die Sehnsucht nach einer besseren Welt zum Ausdruck. Aber nicht ohne Ironie wird aus der – in der Romantik symbolträchtigen – blauen Blume in einigen Zeichnungen ein tödlich roter Fliegenpilz.

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