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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

GALERIE SUPPER

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Deutschland
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Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Tino Geiss

Tino Geiss (*1978, Jena) hat an der Royal Academy of Arts in London und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und Neo Rauch studiert.
Seine farbenfrohen Interieurs erinnern an die Emanzipation der Malerei von der Autorität der illusionistischen Diktion. Dynamische Spannung, abstrahierte Perspektiven und überzeichnete oder invertierte Farben verweisen auf zahlreiche kunsthistorische Vorfahren wie die Fauves, die Expressionisten und die Kubisten. Doch Tino Geiss geht noch einen Schritt weiter, indem er nicht nur formale Kriterien in Frage stellt, sondern auch die Materialität. Er gestaltet seine Interieurs, Blumensträuße und Alltagsgegenstände mit Klebeband, das Spuren von Farbe trägt. Meist als Wohn- oder Arbeitsräume konstruiert, wirken Geiss' Räume belebt, aber menschenleer. Die unsichtbare menschliche Präsenz wird nur durch ihre Spuren angedeutet: verschobene Stühle, Tische, Papierstapel, eine weiße Leinwand.
Als Sammler bewahrt und archiviert Geiss einzelne Streifen seines farbigen Klebebands, um einige davon in das Medium der Malerei zu übersetzen. Die Serie "Stripes" zeigt diese Streifen, die stolz vor weißem Hintergrund schweben, und verdeutlicht, wie Illusion und Abstraktion sich gegenseitig konstituieren und nicht in Konkurrenz zueinander stehen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Rayk Goetze

Die Malereien von Rayk Goetze (*1964, Stralsund) haben ein spezifisches Eigenleben. Abstrakte Formelemente durchbrechen die Narration der vielschichtig und komplex gearbeiteten Darstellung von teils surreal anmutenden Situationen, sie erzählen von parallelen Realitäten. Im Farbauftrag spielen diese Irritationen eine wichtige Rolle: Verführend haptisch gestaltete Formen sind umgeben von ausgesprochen frei formulierten Farbflächen. Es sind leise Störmomente, die die Bildoberfläche destrukturieren, die Teile der Wahrheit vernebeln, um ihr dabei tatsächlich gefährlich nahe zu kommen. Diese Art der Darstellung scheint ehrlich, bezwingend, goetzeianisch: Die Wahrheit kann immer nur partiell dargestellt werden, in Form einer Narration, eines Fragments der Realität. Rayk Goetzes Arbeiten sind auf diese Art und Weise immersiv. Je näher man den Malereien kommt, desto intensiver wird man eingesogen, desto offener ist der Blick, den sie zurückwerfen. Es sind die bewussten Lücken im Text, die Gedankenräume im Bild, die unerzählten Geheimnisse, die dazu auffordern, den Faden aufzunehmen und weiterzuspinnen. Seine Bilder sind die Vorhut zu Geschichten, die sich die Betrachtenden dazu erzählen werden.

(Katharina Küster)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Andreas Lau

Das Thema der „Vielschichtigkeit“ prägt Andreas Laus (*1964, Karlsruhe) malerisches Werk seit nunmehr über 25 Jahren. Seine Bilder ähnelten anfangs Ausgrabungen mit Fundstücken und Einschlüssen. Aus diesem stark archäologisch geprägten Interesse entwickelte sich bald ein freier malerischer Umgang. Die Zeichen verwehrten sich jeder Zuordnung, wurden „unleserlich“. Rhythmen und Strukturen ergaben sich nun aus Wiederholungen und Schichtungen. Das Bild befreite sich dabei von jeder Art der Komposition, es suggerierte, ähnlich einem „Allover“, eine grenzenlose Gleichförmigkeit. Es entstanden rhythmische „Landschafts – und Wasserbilder“ bis hin zu den ersten Portraits der „Anonym“-Serien aus den 90er Jahren, oder den „Bildstörungen“. Hier nutzte Lau Zeichen und Linien, Punkte und Strukturen zum ersten Mal selbst als auflösendes Bildmittel. Viel-schicht-igkeit und Viel-sicht-igkeit prägten den künstlerischen Prozess zunehmend und wurden schließlich auch thematisch wichtig. Tausendjährige
Menschheitsgeschichte ließ sich nun malerisch durchflechten.
Die sowohl stilistisch als auch inhaltlich relevante Frage danach, wie Malerei heute noch aussehen kann, schwingt in den
Arbeiten Andreas Laus immer mit.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Mike MacKeldey

Mike MacKeldey (*1973, Frankfurt am Main). Der Künstler schließt die Türen und die verstaubten, fast blinden Fenster seines Ateliers. Was bleibt sind die Schlupflöcher und porösen Stellen, die nicht nur alte Gemäuer sondern auch künstlerische Prozesse immer wieder mit sich bringen. Vorsichtig, fast katzenhaft nähern wir uns diesen Luken und gucken hindurch, erhaschen Blicke auf Stücke, riechen kriechendes Öl, hören Sägen und Nägel. Hier und da wird ein Fenster Frei gerubbelt, ein Ausschnitt: kontrollierte Transparenz. Die Gemälde im Innenraum sind meist versteckt, blitzen nur vereinzelt durch Gestelle und Konstruktionen. 

(Katharina Küster)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Monika Thiele

Monika Thiele (*1966, Erfurt) führt in ihren aktuellen Arbeiten die aus ihrem Oeuvre bereits bekannten Fadenbilder und Papierarbeiten zu einer Synthese, indem diese in der Collage zu einer eigenen Harmonie ganz im Sinne des von der Künstlerin gewählten Titels der Ausstellung zusammenfinden, beschreibt der Begriff der Harmonie doch eine Zusammenfügung heterogener Elemente zu einer ausgewogenen Gesamterscheinung.

(M.A. Melanie Haab)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Anja Warzecha

Anja WARZECHA (*1989, Bochum) versteht die Malerei nicht als ein Medium, das sich auf die Fläche, die Zweidimensionalität beschränkt, sondern die Künstlerin erprobt mit und anhand von Versatzstücken, herausgelöst aus ihren architektonischen Zusammenhängen, dessen Möglichkeiten des (Tiefen)Räumlichen stets neu. Dies bildet den Schwerpunkt in all ihren Arbeiten: von Fassaden, die wie aus Brettern, Balken, Planen, Blech und Stahl auf der Leinwand zusammengesetzt scheinen und doch zu keinem begehbaren Gebäude gehören, über Zeichnungen, die im urbanen Raum gewachsene Strukturen offenlegen, bis hin zu Schaukästen, die aus mit Papiercollage gestalteten, hintereinander geschichteten Acrylglasplatten einen Blick in Landschaften mit eigenen Gesetzlichkeiten eröffnen.

(M. A. Melanie Haab)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Andreas Wachter

Andreas Wachter (*1951, Chemnitz), ein wichtiger Vertreter der Leipziger Schule, weckt mit seinen Raumszenen beim Betrachter ein unbestimmtes Déjà-vu-Erlebnis. Seine Bildfiguren, deren Beziehungen untereinander unbenannt bleiben, scheinen aus verschiedenen Zeitebenen zu stammen. In fast altmeisterlich gekonnter Malweise schafft er Bilder von großer Aktualität und bedrückender Präsenz. Andreas Wachters Werke faszinieren durch das Unausgesprochene. Er zelebriert eine bestimmte Vagheit, die sich darin aufzeigt, dass sich die Inhalte seiner Gemälde häufig entziehen - trotz Figuration oder auch teilweise präzise beschreibbaren Bildgegenständen und Protagonisten. Ihm geht es um die Auslotung der Annäherungsmöglichkeiten, wie er selbst sagt.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Sebastian Wehrle

Sebastian Wehrles (*1984, Waldkirch) Porträtserie „Facing Tradition“, zeigt wohl kalkulierte, kühle und glatte Formenstränge. Vor tiefdunklem Hintergrund, mit Entschlossenheit in Stand und Haltung erwidern Träger*innen von Trachten herausfordernd die an sie gerichteten Blicke. Durch das direkte Nebeneinander, das Uniforme wird der Blick schlussendlich frei für die Abweichung von der Formel, den Bruch mit der Regel, kurz die individuelle Besonderheit jedes einzelnen Motivs. Die Reduktion auf eine schlichte Formel ist unaufgeregt und doch, oder gerade dadurch, von einer elektrisierenden Intensität. Die Schlichtheit der Bildformel wird zur Bildsprache der Vielschichtigkeit. Die Formelhaftigkeit von Sebastian Wehrles Porträts steht im Gegensatz zur freien, erkundenden Bildfindung seiner Landschaftsaufnahmen der Serie „Heimat“, in denen sich Fotografien als sensible Bilderfahnder etablieren. Die Stärke liegt dabei jedoch wie bei seinen Porträts in einer Klarheit der Bildkomposition, die Anordnungen und Strukturen offenlegt.

(Melanie Haab M.A.)

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Über uns

Galerie-Information

Die 2002 gegründete Galerie prägt seit 2012 die Ausstellungslandschaft Baden-Badens mit ihrem heutigen Profil. Die Galerie fördert insbesondere junge, aufstrebende Positionen, die sich jeweils durch eine herausragende und einzigartige Handschrift auszeichnen. Auf ca. 200 m2 zeigt die Galerie diese in einem direkten Kontext mit bereits etablierten, global arbeitenden Künstlern und  Künstlerinnen und stellt diese in einem dialogischen Mit- und Nebeneinander aus.
In Einzel- sowie Überblicksausstellungen entstehen auf diese Weise Spannungsfelder und  Wechselwirkungen zwischen den Werken und Objekten, die weitere Bedeutungsschichten  offenlegen.
Die GALERIE SUPPER veröffentlicht regelmäßig Kataloge zu ihren Ausstellungsprojekten und ist  deutschlandweit wie auch international auf Kunstmessen in Europa, im asiatischen Raum und in den USA vertreten.

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