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art KARLSRUHE
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  • 01  Klassische Moderne

Klassische Moderne

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Laurent Chéhère

Laurent Chéhère, geboren 1972, begann erst 2012 seine Fotografie auszustellen – vorher war er als preisgekrönter Editorial- und Werbefotograf bekannt. Eine Interessenverschiebung veranlasste Chéhère, die Werbung hinter sich zu lassen und um die Welt zu reisen. Dabei begann er seine Liebe zur Architektur und ihren erzählerischen Möglichkeiten zu entdecken. Chéhères berühmteste Serie mit dem Titel „Flying Houses“ besteht aus fiktiven Gebäuden, die vor dem Hintergrund eines bewölkten Himmels schweben. Jedes Bild ist eine Zusammensetzung aus bis zu einem Dutzend realer Gebäude, Häuser, Zelte und Wohnwagen, die Chéhère unter ähnlichen Lichtbedingungen fotografiert und mit Photoshop zusammengesetzt hat. Chéhère beschreibt die Serie als Mittel, um Gebäuden dabei zu helfen, ihre Geschichten zu erzählen, ob „echt oder nicht, lustig oder traurig“.

Laurent Chéhère, born in 1972, only started exhibiting his photography in 2012 – before that he was known as an award-winning editorial and commercial photographer. A shift in interests prompted Chéhère to leave advertising behind and travel the world. In doing so, he began to discover his love for architecture and its narrative possibilities. Chéhère's most famous series, entitled "Flying Houses", consists of fictional buildings floating against a backdrop of cloudy skies. Each image is a composite of up to a dozen real buildings, houses, tents and trailers that Chéhère photographed under similar lighting conditions and composited with Photoshop. Chéhère describes the series as a means of helping buildings tell their stories, whether "real or not, funny or sad".

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Kategorie: Gegenwartskunst

Minjung Kim

Minjung Kim zeigt uns die Leuchtkraft der Tusche. Es sind Tiefenräume, die uns mit Staunen, vor allem aber mit Sehnsucht erfüllen. Es ist die Sehnsucht nach der Weite. Da wir nicht fliegen können, nagelt uns diese Sehnsucht in der Betrachtung fest. Ja, es gibt solche Gegenden auf der Welt, da möchte man in Ewigkeit verharren, sich von Licht nähren, in die Erde gerammt der Sehnsucht frönen, sich in ihr auflösen wollen. Die Weite in den Aquarellen von Minjung Kim ist ein Klangraum. Die sich lichtenden Hügellinien sind eine Melodie. Jedes dieser Aquarelle ist ähnlich und verschieden. Es ist, als gäbe es nichts zu erfinden, weil alles schon da ist.
Welch eine Ruhe, eine sinkende, schwebende, leichte Ruhe. Auch wenn die Sehnsucht an uns zerrt, erfüllt uns der Blick in die Ferne mit Ruhe. Minjun Kim löst Gegensätze auf, ohne die Antagonismen aufzuheben. Ein Paradox! Das ist das Ungewöhnliche dieser Arbeiten. Zum einen stehen wir nicht vor diesen Aquarellen. Wir erleben sie als Realität und Welt. Wir sind Teil dieser Realität, dieser Welt. Wir sind der Betrachter im Bild. Wir schauen uns über die eigene Schulter. Sind mit dem Licht, der Weite und der Ferne osmotisch verbunden. Zum anderen erfasst unser Blick ein Aquarell, ein Kunstwerk, das uns auf Distanz hält, über das unser Augen wandern, wir nehmen es erkenntnishaft wahr. Und in dem Moment kehrt die Ruhe in uns ein, als ein Klingen, Aufklingen und Verklingen, als eine Ausdehnung, die sich in der Tiefe des Raumes verliert, als eine Ausweitung unser selbst.
Diese wunderbare Schattierung des Lichts, die alles zulässt, was die mystische Ruhe nicht stört.  - Jean-Christophe Ammann, Kurator

Minjung Kim shows us the illuminating powers of ink. These deep spaces elicit our wonder but, even more, the desire, the longing for a vast openness. But since we cannot fly, the desire remains chained in the observation. Of course, there are some places in the world, where one would love to stay forever, nurtured by light, indulging in the desire whilst being embedded in earth, longing to be immersed in it. The openness of Minjung Kim’s watercolour paintings is an acoustic space. The receding silhouettes of the hills are a melody. Each watercolour painting is similar and different. No need to imagine anything, everything is already there.
What tranquility, a descending, floating, airy quietness. And even though desire still torments us, the view into the distance fills us with peace. Minjung Kim resolves differences without eliminating contradictions. A paradox! That is what is striking about these paintings. We don’t just stand in front of those watercolour paintings, we perceive them as a reality, a world. We are part of this reality, this world. We are the viewer inside the painting. We look over our own shoulder, osmotically linked to the light, the vastness and the distance. On the other hand, our eyes view a watercolour painting, a piece of art, which keeps us at a distance, over which our gaze wanders and we take it for real. And in that moment we grow calm, like a jingling, a clinging, a fading chime, like an extension, that dissipates in the depth of space, as an extension of ourselves.
These enchanting shades of light, which allow everything, that does not disturb the mystical peace.  - Jean-Christophe Ammann, Curator

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Kategorie: Gegenwartskunst

Lars Zech

Die Idee einer Form wird hier aufs Wesentliche reduziert: Zwar wird einer möglichen Funktion Rechnung getragen, wesentlich wichtiger ist jedoch, dass eine skulpturale Entscheidung getroffen wird, die geprägt ist von den Gegebenheiten des Materials sowie der eigenen ästhetischen Vorstellung – was braucht die Form, was ist gut, was ändere ich, was lasse ich? – bis hin zu der Gewissheit – so und nicht anders muss der endgültige Zustand sein. Wiederum ist das Ergebnis geprägt vom Einsatz gegensätzlicher Gestaltungselemente: In sich ruhende Volumina werden von filigranen Strukturen unterbrochen und gemeinsam umschreiben sie in bewegten Linien die eigene Form und deren Umraum.
Durch die geschlossene Grundform, der sich eine fächerartige, sich öffnende Einheit anschließt, werden dynamische Öffnung und statische Geschlossenheit thematisiert. Lars Zech überlässt, nach einem ersten Eingriff, in dem das Holz in dünne Scheiben geschnitten wird, es wieder seinen eigenen Kräften: Auch dies ist ein Wechsel von aktiv und passiv, ein Wechsel von Kontrolle und unkontrollierter Entfaltung, die die Eigendynamik des Holzes unterstreicht und eine reizvolle, spannende Gegenüberstellung unterschiedlicher Tendenzen und Impulse aufbaut. Ob diese Arbeiten eher in einem figurativen oder rein abstrakten Kontext zu sehen sind, bleibt offen und kann individuell entschieden werden.


The idea of a form is reduced to the core. Even though the object could have a certain function, it is more important that a sculptural decision has been taken, which is influenced of the circumstances of the material as well as of the aesthetical view. The form needs, what the final state of the work needs to be. The result tis driven by the use of conflicting elements, (calm) volumes are interrupted by filigree structures and jointly the do describe in moving lines the own form and its environment.

Looking at the way of Lars Zech if following with his sculptures and wall objects, it becomes clear that he is driven by questions and views. Similarly to a white canvas – around the log, which are followed by differentiated and complex decisions which finally lead to a real, present and authentic piece of work. It is reflected through the material, the craftsmanship, the thoughtful identification with it and the resulting forms and contents.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Alex Timmermans

Der Niederländer Alex Timmermans wurde 1962 geboren. Er ist ein Autodidakt und Liebhaber historischer Foto-Techniken. Timmermans fotografiert bereits seit seiner Kindheit, anfangs benutzte er eine Nikkormat ftn. Der Wechsel von analog zu digital erschien ihm zunächst als ein logischer Schritt. Doch vermisste er dabei schnell die Faszination und Magie der Filmrolle – „Alles wurde berechenbar … zu berechenbar“, sagt er.
Die Arbeit mit der Kollodium-Nassplatte sorgte schließlich für neue Inspiration. Die Technik bot die Möglichkeit, historische Kameras und Messing Objektive von namhaften Herstellern wie Dallmeyer, Hermagis und Darlot mit einer großen Geschichte nutzen zu können. Das Nassplatten-Verfahren liefert völlig authentische Bilder, der Einsatz einfacher Chemikalien sorgt für erstaunlich detailgetreue Aufnahmen. Zugleich wird das Ergebnis dieses fotografischen Verfahrens von einer Reihe von Faktoren wie den Wetterverhältnissen erheblich beeinflusst. In der Regel dauert die Produktion eines Abzugs gut eine Stunde, manchmal sogar länger. Die meiste Zeit davon wird für die Belichtung, die Bildkomposition und die Positionierung der Kamera benötigt. Abgesehen davon besteht keine Möglichkeit, die Platten vorzubereiten. Hinter jeder einzelnen Aufnahme steht ein sehr langwieriger Prozess: Das Glas muss gesäubert werden, dann muss die Platte mit Kollodium übergossen, sensibilisiert, belichtet, entwickelt, gewässert, fixiert, erneut gewässert und schließlich versiegelt werden. Doch wenn sich am Ende dann im Fixierbad das Negativ zum Positiv verwandelt, ist dies ein magischer Moment, für den sich der Aufwand an Zeit und Energie gelohnt hat. Wer draußen in der Natur arbeitet, muss zudem alle Materialien dorthin transportieren. Das gilt auch für die mobile Dunkelkammer und die selbst angerührten Chemikalien. Ein sehr schweres Gepäck für einen Fotografen.

Dutchman Alex Timmermans was born in 1962. He is an autodidact and lover of historical photo techniques. Timmermans has been taking photographs since he was a child, initially using a Nikkormat ftn. The switch from analogue to digital initially seemed like a logical step to him. But he quickly missed the fascination and magic of the film role - "Everything became predictable ... too predictable," he says.
Finally, working with the collodion wet plate provided new inspiration. The technology offered the opportunity to use historical cameras and brass lenses from well-known manufacturers such as Dallmeyer, Hermagis and Darlot with a great history. The wet plate process delivers completely authentic images, and the use of simple chemicals ensures images are astonishingly detailed. At the same time, the result of this photographic process is significantly influenced by a number of factors such as weather conditions. It usually takes a good hour to produce a print, sometimes even longer. Most of that time is spent on exposure, framing and positioning the camera. Other than that, there is no way to prepare the plates. Behind every single shot is a very lengthy process: the glass has to be cleaned, then the plate has to be poured with collodion, sensitized, exposed, developed, washed, fixed, washed again and finally sealed. But when the negative turns into a positive in the fixer at the end, it's a magical moment that's worth the investment of time and energy. If you work outdoors in nature, you also have to transport all materials there. This also applies to the mobile darkroom and the self-mixed chemicals. A very heavy luggage for a photographer.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Sarah Moon

Sarah Moon ist Autodidaktin: Ihr fotografisches Handwerk erwarb sie, als sie im Anschluss an ihr Kunststudium als Mannequin in der Haute Couture tätig war. 1968 schließlich tauschte sie die Arbeit vor der Kamera endgültig mit jener dahinter und war mit dem unverwechselbaren Stil ihrer Fotografien auf Anhieb erfolgreich: Noch im selben Jahr nahm sie an einer Gruppenausstellung zu avantgardistischer Modefotografie in der Pariser Galerie Delpire teil. Dies sollte der Startschuss für eine einzigartige Karriere sein, in dessen Verlauf Moons Arbeiten in solch tonangebenden Modezeitschriften wie „Marie‐Claire“, „Elle“ und „Vogue“ erschienen. Heute gehört Sarah Moon zu den bekanntesten Modefotografinnen der Welt; ihre poetische, oftmals traumartig anmutende Bildsprache überträgt sich ebenso auf Motive außerhalb der Modewelt sowie, seit den Neunzigern, auf ihr filmisches Schaffen.

Sarah Moon is an autodidact: she acquired her photographic craft when she worked as a mannequin in haute couture after her art studies. In 1968 she finally swapped the work in front of the camera for that behind it and was immediately successful with the unmistakable style of her photographs: In the same year she took part in a group exhibition of avant-garde fashion photography at the Delpire gallery in Paris. This was to be the start of a unique career, during which Moon's work appeared in such influential fashion magazines as Marie-Claire, Elle and Vogue. Today, Sarah Moon is one of the most famous fashion photographers in the world; her poetic, often dreamlike visual language is also transferred to motifs outside the world of fashion and, since the nineties, to her cinematic work.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Marc Lüders

Marc Lüders nennt seine mit Ölfarbe bemalten Fotografien „Photopicturen“ und sieht sich selbst eher als Maler, denn als Fotograf. Sein selbst gewähltes Motiv dient der Ölfarbe als Untergrund und ist bereits im Moment des Auslösens Teil seiner inneren Vorstellung vom endgültigen Ergebnis, der fertigen „Photopictur“. Die Malerei fügt sich bei Lüders in das fotografische Motiv ein und ergänzt es. Es erscheinen gemalte Figuren, Gegenstände oder unbestimmte Objekte im Bildraum der Fotografie. Sie fügen sich in die vorhandene Licht- und Raumsituation ein und erscheinen dort als "glaubhafte" Gegenstände, durch einen angeblich vorhandenen Schatten verifiziert. Doch durch ihre Positionierung im Bild wirken sie fremd, verlassen, getrennt von der Welt, die sie umgibt. Das nennt Marc Lüders frei nach Sartre und Camus das „Hineingeworfen-Sein in eine Welt“, die real so nicht existiert, die das „Ich“ sich zu erschließen sucht. Als Zeichen der Anpassung nimmt Lüders die Farben der Umgebung in die Farbgebung seiner Figuren auf, die oft pastos, plastisch oder abstrakt gemalt sind. Manchmal erscheinen sie transparent oder verschmelzen sogar partiell mit der Photographie. Der Raum ist irreal, er dient als Kulisse für Begegnungen ohne erkennbaren Sinn und Zusammenhang, dessen verschlüsselter Sinn sich aber demjenigen erschließt, der die Sprache des Unterbewusstseins versteht und die Intensität des Augenblicks wahrnimmt.

Marc Lüders calls his oil-painted photographs "Photopictures" and sees himself more as a painter than as a photographer. His self-chosen motif serves as a background for the oil paint and is already part of his inner idea of the final result, the finished "photo picture" the moment he releases it. With Lüders, the painting fits into the photographic motif and complements it. Painted figures, objects or indefinite objects appear in the pictorial space of the photograph. They fit into the existing light and space situation and appear there as "believable" objects, verified by an allegedly existing shadow. But their positioning in the picture makes them seem strange, abandoned, separated from the world that surrounds them. Inspired by Sartre and Camus, Marc Lüders calls this “being thrown into a world” that doesn’t really exist, that the “I” tries to open up. As a sign of adaptation, Lüders incorporates the colors of the environment into the coloring of his figures, which are often painted impasto, three-dimensional or abstract. Sometimes they appear transparent or even partially merge with the photograph. The space is unreal, it serves as a backdrop for encounters without any recognizable meaning or context, but whose encoded meaning is revealed to those who understand the language of the subconscious and perceive the intensity of the moment.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Stephan Heggelke

Heggelke lockt uns mit seinen Gemälden auf die Spur einer Japanbegeisterung, die sich in der Moderne immer wieder in die europäische Kunst eingebrannt hat und auch in der Gegenwartskunst ungebrochen weiter wirkt. Die Frauen in ihren farbenprächtigen Kimonos bleiben in diesen Bildern Verheißung und Verlockung zugleich. Ihre Schönheit und Anmut sind der Ausdruck einer perfekten Illusion, die sich aber nur in unserer Phantasie vollenden kann, denn sie haben sich uns ab- und einer Welt zugewandt, die wir für uns selbst entdecken müssen. Sie öffnen uns dadurch den Blick für das Verborgene, das Geheimnis, die Stille, einen Ort, der auf uns selbst zurückweist, einen Ort, an dem die Zweifelsfälle des Lebens aufgehoben sind in der Gewissheit, dass es keine Gewissheit gibt, noch nicht einmal für einen Augenblick.

With his paintings, Heggelke lures us onto the trail of an enthusiasm for Japan that has repeatedly burned itself into European art in the modern age and also continues to have an unbroken effect in contemporary art. In these pictures, the women in their colorful kimonos remain promise and temptation at the same time. Their beauty and grace are the expression of a perfect illusion that can only be realized in our imagination, for they have turned away from us and towards a world that we must discover for ourselves. They open our eyes to the hidden, the secret, the silence, a place that points back to ourselves, a place where the doubts of life are lifted in the certainty that there is no certainty, not even for a moment.

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