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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Steinberger Galerien Kunsthaus am See

Am Gondelhafen-Schulstraße 15, 88085 Langenargen
Deutschland

Ansprechpartner

Sonja Steinberger

Galeristin

Telefon
+49 (0) 177 325 44 75

E-Mail
info@steinberger-galerien.de

Gert Steinberger

Telefon
+49 (0) 177 324 70 44

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Unser Angebot

Kategorien

  • 02  Kunst nach 1945

Kunst nach 1945

  • 03  Gegenwartskunst

Gegenwartskunst

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Marina Sailer

Die Malerei von Marina Sailer schwelgt in kräftigen, aber modulierten und nuancierten Farben, mit denen sie ihre neobarocken, phantastischen Rauminszenierungen gestaltet. Vor funkelnden Kronleuchtern, spiegelndem Glas, üppigen Rankenmustern schweben in morbiden Palästen Fische, Schmetterlinge oder auch Elfenwesen wie in Träumen vorbei. Die märchenhaft mysteriösen Bilder entfalten eine Sogwirkung, der man sich als Betrachter gerne hingibt. Sowohl die Interieurbilder als auch die geheimnisvollen Landschaften nehmen uns gefangen mit ihren Lichteffekten, einem flirrenden Licht, mit Glanzpunkten und Kronleuchterkristallen, auf Seifenblasen und zwischen Waldesgeäst. Die Bilder versetzen uns mit den von ihnen erzählten, rätselhaften Geschichten in eine geheimnisvolle Stimmung. Bilder, die aus ganz subjektiven Erinnerungen, Erlebnissen, Erfahrungen und Träumen leben. Die Bilder scheinen für die Künstlerin Phantasiereisen zu sein, in denen sie ihre Freiheitsvorstellungen auslebt. Sie leben aus der Emotionalität der Künstlerin heraus. Aus Bruchstücken ihrer eigenen Erinnerung, ihrer Gedankenwelt und ihrer Phantasie erschafft sie wie auf einer Bühne eine phantastische Wirklichkeit.
Text: Helmut Kesberg (Kunstverein Frechen).

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Kategorie: One-Artist-Show

Till Augustin

Text zu den Arbeiten von Till Augustin:
 
Till Augustin arbeitet mit unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Eisen, Glas, Technisches Porzellan, Holz. Der Künstler hat sich in den letzten Jahren vor allem auf das Industrieglas konzentriert. Seine Intention war, Glasblöcke wie ein Steinbildhauer mit Hammer und Meißel zu bearbeiten. Nach langen Versuchen kam Augustin auf die Idee, Industrieglasplatten zu Blöcken zu verkleben, welche dann tatsächlich dieser brutalen Bearbeitung standhalten. Viele Arbeiten bleiben klar, förmlich mit Licht spielend. Manche erlauben einen Blick ins Innere, die dem Betrachter eine völlig neue und unerwartete Perspektive zur äußeren Form geben. Andere Arbeiten wiederum sind mit Eisenoxyden patiniert. Hier nähert sich der Betrachter einem massiven, fast unzerstörbaren Eisenblock. Nur bei näherer Betrachtung realisiert man, dass es sich um Glas handelt – pure Zerbrechlichkeit…..
(Text aus:“ European Sculpture – methods, materials, poetry“ at the Edsvik Konsthall, Stockholm).
 
Text zur “GlasHausHypothese” von Till Augustin:
 
Die GlasHausHypothese ist eine Werkreihe von mir, an der ich schon seit vielen Jahren arbeite….Die Grundidee geht von einer Hochkultur aus – einer zukünftigen Hochkultur, die auch schon wieder Vergangenheit geworden ist. In dieser Zivilisation war das allgegenwärtige Baumaterial Glas; Meine Arbeit ist die eines zukünftigen Archäologen, der Fundstücke aus dieser Welt findet und der Öffentlichkeit zeigt.

Artist Statement - Till Augustin

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Kategorie: One-Artist-Show

Silvia Siemes

Text zu den Werken von Silvia Siemes:

Mir fällt dazu das aristotelische Zeitverständnis ein: „Ektinos eisti“ als das im Raum sich Bewegende „Von etwas her, zu etwas hin“. Ihre Skulpturen aus der Werkreihe „Bleiben/Warten“ halten genau das Dazwischen, eine Art kontemplative Aufmerksamkeit gegenüber dem richtigen Moment: Sich aufzumachen — der aufmerksame Moment vor einer Entscheidung.
Diesen Moment definiert die Künstlerin als ein Stillesein, ein in sich versammeltes Dasein, das immer so bleiben könnte, eine Art Zeitlosigkeit. Aber es könnte auch zu etwas hinführen — nämlich in die Bewegung, in die Zeit und damit auch in die Vergänglichkeit.
Spannend ihre Technik, wie da aus „Lehm" ein Lebendiges entsteht durch Schichten und Auflegen. Jede ihrer Figuren ist eine kleine Schöpfungsgeschichte. Aus dem sichtbaren Entstehungsprozess beziehen sie ihre Fragilität: Sie sind schön, aber auch zerbrechlich, umgeben von einer Aura der Melancholie, denn sie wissen um ihr kurz bemessenes Dasein, um diesen Moment des Innehaltens und Bewusstwerdens in einem unabänderlichen Prozess von Werden und Vergehen, von Metamorphose und Wandlung.

Marion Reichert 2019

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