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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Döbele Kunst Mannheim

Leibnizstraße 26, 68165 Mannheim
Deutschland
Telefon +49 621 79943078, +49 174 1663050
jd@doebele-kunst.de

Ansprechpartner

Johann Döbele

Telefon
01741663050

E-Mail
jd@doebele-kunst.de

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Doris Ziegler

Doris Zieglers einzigartiger „Passagen“-Zyklus, der zum Hauptwerk der wichtigsten Malerin der Leipziger Schule gehört, bündelt die Erfahrung einer gesellschaftlichen Transformation ohne historische Parallele. In ihm verdichten sich Momentaufnahmen zu einem künstlerischen Panorama von „Wende“ und Umbruch. Auf den Bildern der Werkgruppe ist es die Künstlerin selbst, die den Turbulenzen des Zeitgeschehens als melancholischer Pierrot begegnet. In den beiden, noch in der DDR entstandenen Bildern „Passage I“ (1988) und „Passage II. Hommage à Watteau“ (1988) – welche Döbele Kunst Mannheim auf der Art Karlsruhe 2022 offeriert – erweist sich die Passagenwelt der Leipziger Messehöfe als ein Kreuzungsort von historischen Ereignisketten und persönlichen Schicksalslinien. Die Agonie der Spät-DDR trifft hier auf den Willen der Künstler nach Autonomie. Erstmals in der viel beachteten Ausstellung „Point of No Return“ (2019) im Museum der bildenden Künste Leipzig gezeigt, eröffnete die Präsentation des „Passagen“-Zyklus eine nationale Neubewertung und internationale Entdeckung der ostdeutschen Malerin und langjährigen Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.

Zur Preview, exklusiv für VIP-Gäste und Presse, am 6. Juli, laden wir ab 17:00 Uhr zu einem besonderen Event an unserem Stand H4/K13 ein. Dr. Paul Kaiser wird in einem kurzen Statement über die Bedeutung von Doris Zieglers „Passagen“-Bildzyklus und den Einfluss der langjährigen Professorin an der Leipziger Kunsthochschule auf die „Leipziger Schule“ referieren.
Grundlage ist die Ende 2020 bei TYMPANON erschienene Monografie „Doris Ziegler – Das Passagen-Werk – Malerei“ mit dem Werkverzeichnis bis 2020. Auch ein persönliches Gespräch mit Doris Ziegler ist während des Events möglich.
Eine Erfrischung wird im Stand gereicht.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Max Uhlig

Zuletzt durch die 14 großartigen, 12 Meter hohen Glasfenster der Johanniskirche in Magdeburg allseits im Gespräch, hat sich Max Uhlig heute zu einem der gefragtesten zeitgenössischen Künstlern entwickelt.

Seine äußerst charakteristische Technik des überlagernden Pinselstrichs gelangt bei ihm zur Perfektion. Ausgangspunkt für seine Arbeitsweise ist das Erleben und Sehen des Motivs in der Realität. Er ist damit im klassischen Sinne ein „plein air -Maler“, indem er durch intensives Einsehen das Motiv sich auflösen lässt, bis er es in eigener Handschrift übersetzet auf den Malgrund bringen kann. Dadurch entstehen Bilder, die sensibel die Sensation des Moments (im impressionistischen Sinne) aufnehmen und Max Uhlig unverwechselbar zuzuordnen sind. Im Moment des Auflösens geraten Uhligs Köpfe und Landschaften in ein Gleichgewicht von Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dabei zielt er darauf, das dominierende Element der Formmasse im Bild zu erfassen. Allen gemein ist die außerordentliche Plastizität und bildhauerische Qualität. Licht und Volumen werden mal durch das Freilassen des Werkgrundes, mal durch die bis ins tiefste Schwarz gestisch übereinander gebündelten Linien erzielt, wie beispielsweise in "Männliches Bildnis St. S." meisterhaft umgesetzt.

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Kategorie: Klassische Moderne

Hermann Glöckner

Einen wichtigen Themenblock in unserer Präsentation auf der Art Karlsruhe bildet unsere aktuelle Ausstellung „Die Freiheit des Denkens - The Freedom of Thought“, die der abstrakten und konstruktivistischen Kunst Ostdeutschlands gewidmet ist. Hermann Glöckner (1889-1987), der heute ohne falsche Bescheidenheit als Vorreiter des Konstruktivismus in Deutschland gilt, ist sowohl mit frühen figürlichen Arbeiten als auch mit für ihn typischen Papierarbeiten (Faltungen, Schwüngen, Monotypien) und einer seiner wunderbaren Skulptur vertreten. Anders als viele seiner Künstlerkollegen, knüpfte Glöckner nach dem Zweiten Weltkrieg an seine bereits in den 1930er Jahren entwickelte Bildsprache an und verschrieb sich deren Weiterentwicklung, ungeachtet jeglicher ästhetischer Tendenzen oder politischer Ordnungen bis zu seinem Tod 1987. 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Bodo Rott

„Mich befriedigt das Malen, wenn es mich überrascht,“ sagte Bodo Rott bei einem Interview während einer Ausstellung 2014. – Überrascht werden kann der Betrachtende beim Anblick von Rotts kleinteiligen Arbeiten immer wieder. Der Blick tastet sich durch das Netzwerk aus Formen und Farben, geht bisweilen fast verloren, doch fasst dann wieder einen Gegenstand im Geflecht.

Rott malt seine wuchernden Bildwelten unmittelbar auf die Leinwand. Dabei arbeitet er mit grafischen Zutaten, die er in die Ölmalerei überträgt. Herauskristallisiert hat sich seine neue Bildsprache aus der vorherigen Werkgruppe „Nichtkinderkinder“. Hier umrankten die Formen bisweilen die Dargestellten als Beiwerk, nun werden sie zum Hauptgegenstand. Die Linie ist das tragende Element seiner aktuellen Arbeiten, die er als Serie „Hortus convulsus“ (verzerrter Garten) betitelt. Eine Anspielung auf den „Hortus conclusus“, den geschlossenen Garten, der in der christlichen Ikonographie und Mariensymbolik eine tragende Rolle spielt und ein wichtiges Bildthema in der bildenden Kunst darstellt. Die bewusste Verzerrung seiner Bildelemente führt zu einem besonderen optischen Reiz. Rott fasst einzelne Segmente farblich und schafft dadurch eine Gliederung. Seine Figuren, Körperteile und vegetabilen Ornamente scheinen jedoch den Regeln der Perspektive zu trotzen. Fast hat man den Eindruck, es handele sich um eine Collage. Schattierungen unterstreichen diese Sensation und lassen die Leinwand ins Dreidimensionale aufbrechen. Dieses illusionistische Spiel zwischen Vor- und Hintergrund hat Andreas Neuwert als „Zeitgleiche aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ interpretiert. Das Reliefartige seiner Malerei ist charakteristisch und lässt den Betrachter seiner Werke staunend und fasziniert zurück.

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Kategorie: Klassische Moderne

Max Ackermann

Max Ackermann gelang es mit seinem Werk eine Brücke vom 19. in das späte 20. Jahrhundert zu schlagen. In einem Brief an Ackermann nennt Adolf Hölzel ihn als Vollender seiner Farbenidee. Er nahm den Tachismus und zuletzt auch Einflüsse der Pop-Art wahr. In der Technik des Pastells, zwischen Malerei und Zeichnung einzuordnen, fand er ab den 1950er Jahren seinen Weg auf der Suche nach der Harmonie von Form und Farbe. In der Musik von Bach, Beethoven und Strawinsky suchte er die Sehnsucht nach dem Absoluten zu ergründen. Die Inspirationen durch sie klingen beispielsweise in den Titeln wie etwa „An die Freude“ an.

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Kategorie: Klassische Moderne

Willi Baumeister

Aus amorphen Puzzleteilen setzte Willi Baumeister die Figurengruppe zusammen, die das längliche Format bevölkert. Der Betrachter versucht die Elemente Körperteilen zuzuordnen - Augen, Nasen, Beine, Köpfe. Sie scheinen zu schweben vor einem hellen Hintergrund, der durch einige Farbfelder gegliedert ist. Das Ölbild belegt seine Suche nach Urformen. Die Aufreihung, das Fehlen jeglicher Perspektive und der erdfarbene Hintergrund lassen an Höhlenmalerei erinnern.
Durch den Titel impliziert Baumeister eine Beeinflussung durch den Kupferstecher, Radierer und Zeichner Jacques Callot (1592-1635). In seinen Florentiner Jahren hat dieser sich vor allem auf die Darstellung von Festumzügen am Hofe mit kuriosen Gestalten und gesellschaftlich Ausgestoßenen spezialisiert. Einen Ablauf einer (Schauspiel-) Szene lässt sich auch bei Baumeister erahnen. Später wird Callot als Darsteller der Schrecken des Dreißigjährigen Krieges in die Kunstgeschichte eingehen. Damit gewinnt Baumeisters Werk eine weitere Dimension, die den Schrecken der Kriegsjahre, in denen das Bild entstanden ist, versinnbildlicht. Das Bild entstand im Jahr seines Mal- und Ausstellungsverbot, mitten im Kriegstreiben. Seine Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt war bereits mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschnitten worden. Die Zeit bis 1941 nutzte er für zahlreiche Ausstellungen im europäischen Ausland. Und auch in seinem Schaffen ließ er sich nicht einschränken und arbeitete trotz Überwachung und Verfemung künstlerisch weiter.
In den Kriegsjahren entstand auch ein Zyklus zum Gilgamesch-Epos mit 64 Blättern, welcher 1980 vom Freundeskreis der Stuttgarter Staatsgalerie erworben wurde. Die Sage, 2.600 Jahre vor Christus in Mesopotamien in der Stadt Uruk entstanden, beinhaltet zwei große Themen, die Suche nach der Unsterblichkeit und die große Flut. Die archaisch wirkenden Blätter ähneln in der Formensprache stark dem vorliegenden Werk und changieren zwischen Figur, Zeichensprache und Chiffren. Auch teils humoristische Züge der Figuren lassen sich in den Blättern erkennen. Daher scheint es naheiliegend, das Ölbild als eine Art Vorstudie zu sehen.
Baumeisters Ruhm als „Häuptling der Moderne“ brachte ihm nach Kriegsende eine Professorenstelle an der Stuttgarter Kunstakademie und zahlreiche Aufträge ein. Mehr als die Hälfte seiner Werke sind zwischen Kriegsende und Todesjahr 1955 entstanden. Auch kunsttheoretisch tat sich Willi Baumeister hervor, besonders durch seine Schrift „Das Unbekannte in der Kunst“ (1947), mit der er dem Publikum das Wesen und die Aufgaben der modernen Kunst nahebringen wollte. Gleichzeitig leistete das Werk einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der deutschen Abstraktion und war ein wichtiger Impulsgeber für die informelle Kunst.

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Kategorie: Klassische Moderne

Gerhard Hoehme

Gerhard Hoehme drängte es im Leben wie im künstlerischen Schaffen in den Raum. Ein Platz auf der Erde war ihm nicht genug – schon früh begeisterte er sich für das Fliegen, verbrachte oft mehr Zeit in der Luft als auf dem Boden - , genauso wenig wie ihm die Leinwand allein ausreichte. Er empfand sie als einengend und seinen Ausdruck beschränkend. Seine Perspektive beim Fliegen findet sich in vielen seiner Bilder wieder, ist aber nur ein Aspekt seiner Malerei. Hauptaugenmerk schenkt der Künstler der Farbe. Sie ist das allbestimmende Element seiner Malerei, ihre Haptik, ihr Strömen, ihre Bewegung im Raum. Mit den Borkenbildern, bei denen er abgekratzte Farbmasse zu reliefartigen Gefügen zusammenträgt, kommt er seinem Wunsch nach mehr Räumlichkeit näher, doch erst in den 1960er Jahren gelingt ihm durch das Integrieren von Nylonschnüren oder Holz der Durchbruch in den Raum.

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Kategorie: Klassische Moderne

Heinz Kreutz

Heinz Kreutz beginnt als Verwundeter im Lazarett zu zeichnen und entdeckt damit seine Leidenschaft. Bald zieht Farbe in Kreutz‘ Werk ein, die lange Zeit den Schwerpunkt seiner Arbeiten bildet. Inspiriert von Goethes Farbenlehre entwickelt er Mitte der 1950er Jahre ein eigenes Farbsystem. Grundgedanke ist dabei die Farbe als etwas Bewegtes wahrzunehmen. Bei „Danae“ lässt sich diese Farbrhythmik nachvollziehen. Die helle, gelbe Partie in der Bildmitte wird von dunkleren Farbakkorden umspielt. Bezugnehmend auf den Titel lässt sich die goldgelbe Farbpartie als die Gestalt des Zeus interpretieren, der Danae als Goldregen in ihrem Gefängnis heimsucht, woraufhin sie Perseus gebiert.

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Kategorie: Klassische Moderne

Brigitte Matschinsky-Denninghoff

Das Prinzip der Zusammenführung, das Brigitte Matschinsky-Denninghoff gemeinsam mit ihrem Mann und Arbeitspartner entwickelt hatte, wird auch in dieser Einzelarbeit deutlich. Die Suche nach „Ur-Strukturen (…), die für den Menschen mehr bedeuten als ein Abbild seines eigenen Äußeren“ (1957) war das Anliegen von beiden. Das Abgrenzen zu inhaltlichen Bezügen aus Naturformen äußert sich auch in den Titeln, die wie bei vielen informellen Künstler:innen durch eine sachliche Nummerierung angegeben werden. Die Skulptur ist auf der Unterseite des Holzsockels mit dem Mädchenname der Künstlerin, mit Meier-Denninghoff signiert.

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Kategorie: Klassische Moderne

K.R.H. Sonderborg

K.R.H. Sonderborg hat nur wenige Gemälde in dieser intensiven Farbigkeit gestaltet. Mit den Grundfarben Blau, Rot und Gelb hat er eine Diagonale von links nach rechts oben auf die Leinwand gesetzt. Daraus erwachsen einige kreisförmige Bewegungen. Spuren von einer breiten Rakel und Arbeitsspuren eines schmaleren Werkzeugs modellieren die Farbe. Der Titel „26.4.68“ weist auf das Datum der Entstehung hin. Wie viele Kunstschaffende des sogenannten Informel verzichtete Sonderborg auf einen Titel, der Assoziationen wecke und den er selbst als „unerträglich banale Konzession“ beschrieb. Gleichzeitig betonte er damit den Entstehungsprozess selbst.

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Über uns

Galerie-Information

Die Galerie Döbele blickt auf mehr als vier Jahrzehnte Kunstengagement zurück. Nach der Gründung 1976 in Ravensburg eröffnete Johann Döbele 1985 die Stuttgarter Galerie während Hedwig Döbele die Ravensburger Galerie zunächst bis Ende 1989 weiterführte, um sie dann mit der Stuttgarter Galerie zu vereinen. Neben der Klassischen Moderne blieb immer der Bezug zur zeitgenössischen Kunst. Ab den 80er Jahren wurde die damals im Westen kaum bekannte Kunst aus der DDR, insbesondere aus Dresden, in das Programm aufgenommen.

Nach der friedlichen Revolution 1989/1990 gründete Hedwig Döbele 1995 die Galeriepräsenz in Dresden. Die Stuttgarter Galerie wurde zur Jahrtausendwende 1999/2000 geschlossen. Dresden blieb bis zum Sommer 2019 Mittelpunkt der Galeriearbeit.

Neu ist seit Juni 2016 unsere Präsenz in Mannheim. Mit der Gründung der Hedwig und Johann Döbele GbR am 01.03.2019 konnte die Dresdner Galeriearbeit nach Mannheim verlagert werden. Bei Döbele-Kunst-Mannheim ist die Trennung West oder Ost aufgehoben. Maßstab bleibt einzig die erkennbare, tradierte Qualität.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

1976