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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

sight Galerie und Kunstberatung

Schillstr. 2, 63067 Offenbach
Deutschland

Standort

  •   dm-arena / H4/F34

Ansprechpartner

Sabine Dorothee Krempel

Telefon
0157 83026658

E-Mail
sabine.krempel@sight-art.de

Susanne Ettl

Telefon
0173 7803632

E-Mail
s-u.ettl@t-online.de

Unser Angebot

Kategorien

  • 01  Klassische Moderne

Klassische Moderne

  • 07  One-Artist-Show

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: One-Artist-Show

Jan-Ulrich Schmidt - JANUS

Mit einer One-Artist Show hätte die sight Galerie den Focus auf den Künstler Jan-Ulrich Schmidt gelegt.
Er ist 1976 in Darmstadt geboren, lebt und arbeitet jedoch mittlerweile in der Schweiz. Sein Werk umfasst Malerei, Fotografie, Video und Plastik.
Ihn treibt das Verlangen, hinter die bloße Erscheinung eines Kunstwerkes blicken zu wollen. Ihm geht es um die Farbe, vornehmlich um deren Anteil an der Beschaffenheit eines Gemäldes, an dessen Ausstrahlung, der Stimmung, die es vermittelt, und der Wirkung, die es auf den Betrachter hat. Er bedient sich der Gemälde anderer Künstler. Es sind meist gegenständlich-figurative Arbeiten, darunter Werke von Caravaggio, Caspar David Friedrich, Monet, Picasso oder Jawlensky. Darüber hinaus sind es auch häufig Originalwerke bekannter oder unbekannter Künstler aus privaten Sammlungen, deren Motive und Farben Schmidt zur Übersetzung in ein Farbstreifenbild inspiriert, bei dem sich der Künstler gänzlich von der Gegenständlichkeit löst. Den "Übersetzungen" liegt die jeweilige Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrunde. Die herausgefilterten Farben werden von Hand aus den jeweiligen Pigmenten nachgemischt und mittels einer selbst entwickelten Schütttechnik auf die Leinwände gebracht. Diese Technik entspricht einer Version des DRIPPING, das einer amerikanischen Malereitradition entstammt. Hierbei läuft die Farbe die Leinwand hinunter und über ihren unteren Rand hinaus, wo sie deutliche Spuren der Konzentration und Verdickung hinterlässt. Es scheint, als sei die Farbe noch flüssig und wolle weiter aus dem Bild heraustropfen. Dadurch erzeugen die Farbstreifen, trotz aller Statik, die sie vermitteln, den Eindruck, als blieben sie in Bewegung, im Fluss.

Die Farben in seinen Werken entwickeln gemeinsam einen Klang und eine Stimmung. Deutlich wird der Wiedererkennungseffekt zum Ausgangswerk alleine über das verwendete Farbspektrum. Schmidt komponiert die aus dem Ausgangsmotiv extrahierten Farben neu auf der Leinwand. Es entstehen Streifenbilder, deren Größe exakt die Größe des jeweiligen Ausgangsmotivs aufgreift. Die beiden Werke stehen im ständigen Dialog miteinander.

In den neueren Arbeiten collagiert Schmidt auch runde Farbscheiben, die aus getrockneter Farbe hergestellt oder Produkte ausgestanzter Leinwandteile sind. Hier spiegelt sich der Dialog von Strukturhaftigkeit und Strukturlosigkeit, von Ordnung schaffen und Ordnung ignorieren deutlich wider. Wie auch in seinen Streifenbildern geht es um das Dekonstruieren des Bekannten und die Rekonstruktion des alten, jedoch nach neuen Mustern, Regeln und Ordnungen. Trotz ihrer geschichtlichen oder gerade wegen ihrer geschichtlichen Referenzialität nimmt Jan-Ulrich Schmidts Kunst eine autonome, zeitgenössische Position ein. Denn suchten Kunstschaffende wie Jackson Pollock noch nach dem Bruch mit der Historie, um etwas gänzlich Neues zu schaffen, so weiß Jan-Ulrich Schmidt um das Ende der großen Erzählungen und kann - post-postmodern sozusagen - die Kunstgeschichte als Bezugsrahmen nehmen. Die Werke lassen sich auf mehreren Ebenen lesen. Der Vergleich von Vorbild und eigener Interpretation ist reizvoll, da er den Blick auf das vermeintlich Bekannte schärft. Von Nahem betrachtet, überwältigen die Streifenbilder aufgrund der ungebrochenen Intensität der Farben und der Strenge ihrer Linien. Bisweilen werden aus den unterschiedlich hellen und dunklen Farbstreifen dreidimensionale Gebilde, die in der horizontalen Ausgerichtetheit der Bilder an Landschaften erinnern. Bei eindringlicher Betrachtung beginnen die Werke, in Schwingungen zu geraten und scheinen sich nach vorne oder nach hinten auszudehnen. Jan-Ulrich Schmidt kombiniert in seiner Kunst mechanische und handwerkliche Technik, Geist und Geschick, Auge und Verstand und übersetzt die gegenständliche Malerei in eine neue ungegenständliche und ausdrucksstarke Form.

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Kategorie: Klassische Moderne

Alexej von Jawlensky

Der russisch-deutsche Maler Alexej von Jawlensky (1864-1941) ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten europäischen Expressionisten. Das Jahr 1914 wird in der Forschungsliteratur als ein großer biographisch bedingter Bruch gedeutet, der aus dem Maler der expressiven Köpfe den der großen Serien werden ließ. Der Künstler hielt nun über Jahre an einem Thema fest und variierte dieses. Es entstand die Serie der "Variationen", der "Köpfe", der "Gesichter" sowie der "Meditationen". Bei seinen "Abstrakten Köpfen", die ab 1918 entstanden, entfernte er sich zunehmend vom Naturvorbild und überführte individuelle Gesichtszüge in ein geometrisches Vokabular. Auf der Basis eines Grundschemas variierte er jeweils die Farben und vermittelte den Werken dadurch sehr unterschiedlichen Ausdruck. Die Serie wird für Jawlensky zum künstlerischen Prinzip, das in seinem Werk die Funktion eines Katalysators reiner Farbigkeit einnimmt. 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Manfred Binzer

Manfred Binzer (1961) wohnt und arbeitet in Mannheim. Seine Werke erinnern an die Farbfeldmalerei und den abstrakten Expressionismus in Amerika. Wie bereits Helen Frankenthaler malt Binzer in Farbschichten, durch die er das Bild wachsen lässt. Die Ölfarbe wird dünn auf der weißen Leinwand aufgetragen. Das stets sichtbare Weiß bleibt integrale und ganz entscheidende Koordinate im Raum. Als offene und kompakte, manchmal ineinander verwobene Formen, die meist übereinander liegen wie transpartent Papiere oder Folien, schwimmen die Farben auf einem unbestimmt bleibenden, stets weißen Bildgrund. Es ist eine krafvolle Malerei, die sich durch Farbschüttungen und Zufälligkeiten, dann aber auch durch konkretes Eingreifen des Künstlers in den fließenden Prozess bestimmt. Binzer lässt Farbräume entstehen. Trotz der großen Formate scheinen die Werke durch gekonnten Bildaufbau den Raum, in dem sie sich befinden, zu vergrößern. Sie lassen unseren Blick unweigerlich in die Tiefe wandern, die einzelnen Farbebenen ergründen und sich in den Farbwelten oder Farblandschaften verlieren. 

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Kategorie: Gegenwartskunst

RUPERT EDER

Rupert Eder baut seine Werke mit dem spürbaren Gestus der Pinselführung auf. Die breiten Farbfelder fügen sich häufig aus mehreren nebeneinander gesetzten Pinselstrichen zusammen, die sich an den Eckpunkten oder Überschneidungen überlagern und dort zu neuen Farbmischungen und –wirkungen führen. Der Pinsel wird in ganzer Breite über die Leinwand geführt und bestimmt somit die Dimension der Form. Konkreter (im engsten Sinne des Wortes) kann der Bezug zwischen Arbeitsgerät und Erscheinungsbild der Arbeit kaum definiert werden. Der Künstler führt den Betrachter durch seine Malerei in die Welt der reinen Erscheinungen und will durch die positive Kraft und Energie der Farben sowie der Schwingungen emotionale Reaktionen auslösen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

INA HOLITZKA

Ina Holitzka transformiert einen realen Bestand. Bei ihr sind es architektonische Formen und Strukturen, die sie fotografiert und dann dekonstruiert. In Schichten, Überlagerungen und Überschneidungen werden sie anders komponiert. Die Künstlerin lässt Räume neu entstehen und schärft das Bewusstsein für die Ästhetik dort, wo wir sie vielleicht nicht vermuten. Architektur dient Ina Holitzka als unmittelbarer inspirierender Formen-Fundus. Sie baut eine Gegenwelt auf, die der wirklichen Architektur eine fiktive entgegensetzt. Ihr Interesse am Raum gilt seiner materiellen wie auch immateriellen Dimension: gebaute Räume, Zwischen-Räume, Zeit-Räume, Denk-Räume. Auf der ART KARLSRUHE zeigt die Galerie SIGHT aktuelle Werke aus ‚PASSAGE... on-site / vor Ort‘. Das Kunstprojekt basiert auf der fortschreitenden baulichen Veränderung einer Mega-Baustelle. Die verschwindenden und sich überlagernden Schichten der einzelnen Bauabschnitte sind in einem fotografischen Fundus archiviert. Ausgewählte Ansichten transformiert Ina Holitzka mit ihren künstlerischen „Mass-Nahmen“ und überführt sie in eine vielschichtige Bildsprache.

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Kategorie: Gegenwartskunst

James Francis Gill

James Francis Gill wurde 1934 in Tahoka, Texas geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. Die Fachliteratur bezeichnet ihn mit Recht als bedeutenden Mitbegründer der Pop-Art. Der in den 60er Jahren hoch angesehene Kunsthändler Felix Landau entdeckte den Künstler und sah in dessen Werk Einflüsse von Klimt, Schiele und Francis Bacon.  Mitte der 60er Jahre wurden die Werke von Gill regelmäßig mit Arbeiten von Edward Hopper, Robert Rauschenberg, Pablo Picasso, Heinz Mack, Alexander Calder, Ernst-Ludwig Kirchner Claes Oldenburg, Jasper Johns und anderen gezeigt. Nach einer Schaffenspause und einem selbst auferlegtem Exil in den 70er Jahren, entwickelt der Künstler sein Werk weiter. Ab 2010 beginnt Gills späte Phase, bei der er sich - im Gegensatz zu den im frühen Werk dominierenden politischen Motiven - wieder konzentriert der Pop-Art zuwendet. Die Arbeiten von James Francis Gill sich in bekannten Museen, Stiftungen und Sammlungen vertreten.  Seine Bilder vermitteln Lebensfreude - sie regen an, elektrisieren, beeindrucken und begeistern. 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Jörg Bach

Jörg Bach (geb. 1964) studierte freie Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. In vielen Variationen und Größen fertigt er überwiegend Skulpturen aus vierkantigem Stahlblech - darunter Wandobjekte, Boden- und Freiplastiken, naturbelassen, lackiert oder aus poliertem Edelstahl. Dabei oszilliert seine Formsprache zwischen Statik und Gestik. Die Werke bestehen aus Verschlingungen oder Verknotungen - mal kompakt und massiv, mal offen und leicht. Die Windungen berühren sich nur beinahe und erreichen dadurch, trotz der Schwere des verwendeten Materials, Leichtigkeit und Transparenz. Die Skulpturen von Jörg Bach zeugen von seinem großen Verständnis für Raumdimension und seiner Beherrschung im Umgang mit Proportionen. Die Dynamik der Skulptur, die sich wiederum erst aus deren Relation zum Raum ergibt, ermöglicht dem Betrachter eine tiefer gehende Raumerfahrung. Bachs Objekte vereinnahmen aber nicht nur Raum, sie schaffen auch Raum und machen ihn zum Teil ihrer selbst.

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Galerien-News

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07.05.2022

JAMES FRANCIS GILL - 60 Jahre WOMEN IN CARS

James Francis Gill – 60 Jahre WOMEN IN CARS 7. Mai bis 30. Juli 2022

Vernissage in Anwesenheit des Künstlers James Francis Gill
am  7. Mai um 17 Uhr 

Mit einer großen Jubiläumsausstellung 60 Jahre WOMEN IN CARS feiern wir den 1934 geborenen Künstler und dessen Werk. Er ist einer der letzten noch lebenden amerikanischen Pop Art Künstler der ersten Stunde und neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein Begründer der Pop Art.  Seit 1962 hat das Museum of Modern Art in New York seine Werke in seine ständige Sammlung übernommen.
Die Ausstellung WOMEN IN CARS, die ebenfalls in drei Museen gezeigt wird, widmet sich einem Thema, mit dem der Künstler bereits zu Beginn der 1960er Jahre Einzug in Museen und Galerien fand. Ursprünglich inspiriert durch die sogenannten „Paparazzi-Shots“, malte er farbintensive Werke, die Frauen in ihren Autos in einem Moment zeigen, in dem sie sich noch unbeobachtet fühlen. Glanz und Reflexion der Autos treffen in den Bildern auf einen starken emotionalen Ausdruck der dargestellten Personen.
Gill beschreibt hier künstlerisch zwei Welten. Während der Innenraum des Autos  Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und die Person ihren Gefühlen und Gesten freien Lauf lassen kann, ist der Moment des Verlassens des Autos gleichbedeutend mit einem Schritt in die Öffentlichkeit – wer kann mich sehen, wie wirke ich, wie werde ich wahrgenommen? Was in den 60er Jahren die Paparazzi für die Stars der guten alten Hollywoodzeit waren, sind heute all diejenigen, die mit ihren Handys diesen einen Moment festhalten und gegebenenfalls in der Öffentlichkeit verbreiten.  Was damals noch Tage dauerte, um im Magazin zu erscheinen, ist heute - dank der sozialen Medien - nur noch eine Frage von Sekunden.
„Die Gemälde von Gill sind so aktuell wie die Morgenzeitung“ sagte Schriftsteller William Inge über ihn. Und in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) wurde ergänzt: „Gill hat die abgefahrenste Biografie, die man sich vorstellen kann”.
Mit seiner Werkserie „Women in Cars“ schuf Gill in den 1960er Jahren bedeutende Kunstwerke, in denen er meist weibliche Berühmtheiten in ihren Fahrzeugen zeigte. Das Museum of Modern Art, New York kaufte 1962 zwei Gemälde für seine Sammlung, u.a. das Werk „Woman in Striped Dress“. Dies war der erste Meilenstein für seinen internationalen Durchbruch, der ihm weltweite Anerkennung einbrachte, was seine Ausstellungshistorie in renommierten Museen verdeutlicht. Seine Werke finden sich heute u.a. in den Sammlungen des MoMA, des Whitney Museum of American Art, des Smithsonian American Art Museums, des Art Institute of Chicago und dem Museum Moderner Kunst der Stiftung Ludwig.

Die Galerie zeigt neben den Werken der 60er Jahre nun auch das Spätwerk der Serie WOMEN IN CARS, das auch über ein halbes Jahrhundert später den Geist der 1960er Jahre atmet, ihn aber in heute gängige Ausdrucksformen transformiert. Für die Ausstellung schuf Gill innerhalb der letzten drei Jahre neue Gemälde, Papierarbeiten und limitierte Editionen, die nun exklusiv gezeigt und verkauft werden. Die Werke sind modern, frisch und attraktiv. Ein gewisser erotischer Ansatz ist in den Werken weiterhin zu erkennen – manchmal offensiv und klar, hin und wieder versteckt und geheimnisvoll. So zeigen sich die Frauen in den Autos in vielfältigen Posen – mit direktem Blick, hinter einer Sonnenbrille, abgewandt oder den Kopf nach hinten geneigt. Gill spielt ein atemberaubendes Spiel, das zum Verweilen, zum Träumen und zum Nachdenken gleichermaßen einlädt.
 
Zur Ausstellung sind neue, hochwertige Sammlermappen sowie ein 400 Seiten umfassender Katalog in limitierter Auflage erschienen.
 
Der Künstler wird zur Eröffnung am 7. Mai 2022 ab 17 Uhr in der SIGHT Galerie anwesend sein.
Anmeldungen zur Vernissage werden über sabine.krempel@sight-art.de entgegengenommen.

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Über uns

Galerie-Information

Im Zentrum des pulsierenden Rhein-Main-Gebietes präsentiert sich die Galerie in den stilvollen Räumen einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla. Mit einem hochwertigen und selektierten Programm  nationaler und internationaler Künstler bieten wir ein breites Spektrum von zumeist zeitgenössischen künstlerischen Positionen.

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt auf der  Kunstberatung sowohl für den privaten Bereich als auch für das berufliche Umfeld. Aufgrund der Vielseitigkeit unserers Galeriepogrammes, können wir exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kunden und Sammler reagieren. 

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