Menu
art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

sight Galerie und Kunstberatung

Schillstr. 2, 63067 Offenbach
Deutschland

Standort

  •   dm-arena / H4/F34

Ansprechpartner

Sabine Dorothee Krempel

Telefon
0157 83026658

E-Mail
sabine.krempel@sight-art.de

Unser Angebot

Kategorien

  • 01  Klassische Moderne

Klassische Moderne

  • 07  One-Artist-Show

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Klassische Moderne

Alexej von Jawlensky

Der russisch-deutsche Maler Alexej von Jawlensky (1864-1941) ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten europäischen Expressionisten. Das Jahr 1914 wird in der Forschungsliteratur als ein großer biographisch bedingter Bruch gedeutet, der aus dem Maler der expressiven Köpfe den der großen Serien werden ließ. Der Künstler hielt nun über Jahre an einem Thema fest und variierte dieses. Es entstand die Serie der "Variationen", der "Köpfe", der "Gesichter" sowie der "Meditationen". Bei seinen "Abstrakten Köpfen", die ab 1918 entstanden, entfernte er sich zunehmend vom Naturvorbild und überführte individuelle Gesichtszüge in ein geometrisches Vokabular. Auf der Basis eines Grundschemas variierte er jeweils die Farben und vermittelte den Werken dadurch sehr unterschiedlichen Ausdruck. Die Serie wird für Jawlensky zum künstlerischen Prinzip, das in seinem Werk die Funktion eines Katalysators reiner Farbigkeit einnimmt. 

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

Manfred Binzer

Manfred Binzer (1961) wohnt und arbeitet in Mannheim. Seine Werke erinnern an die Farbfeldmalerei und den abstrakten Expressionismus in Amerika. Wie bereits Helen Frankenthaler malt Binzer in Farbschichten, durch die er das Bild wachsen lässt. Die Ölfarbe wird dünn auf der weißen Leinwand aufgetragen. Das stets sichtbare Weiß bleibt integrale und ganz entscheidende Koordinate im Raum. Als offene und kompakte, manchmal ineinander verwobene Formen, die meist übereinander liegen wie transpartent Papiere oder Folien, schwimmen die Farben auf einem unbestimmt bleibenden, stets weißen Bildgrund. Es ist eine krafvolle Malerei, die sich durch Farbschüttungen und Zufälligkeiten, dann aber auch durch konkretes Eingreifen des Künstlers in den fließenden Prozess bestimmt. Binzer lässt Farbräume entstehen. Trotz der großen Formate scheinen die Werke durch gekonnten Bildaufbau den Raum, in dem sie sich befinden, zu vergrößern. Sie lassen unseren Blick unweigerlich in die Tiefe wandern, die einzelnen Farbebenen ergründen und sich in den Farbwelten oder Farblandschaften verlieren. 

Mehr Weniger

Kategorie: One-Artist-Show

Jan-Ulrich Schmidt - JANUS

Mit einer One-Artist Show hätte die sight Galerie den Focus auf den Künstler Jan-Ulrich Schmidt gelegt.
Er ist 1976 in Darmstadt geboren, lebt und arbeitet jedoch mittlerweile in der Schweiz. Sein Werk umfasst Malerei, Fotografie, Video und Plastik.
Ihn treibt das Verlangen, hinter die bloße Erscheinung eines Kunstwerkes blicken zu wollen. Ihm geht es um die Farbe, vornehmlich um deren Anteil an der Beschaffenheit eines Gemäldes, an dessen Ausstrahlung, der Stimmung, die es vermittelt, und der Wirkung, die es auf den Betrachter hat. Er bedient sich der Gemälde anderer Künstler. Es sind meist gegenständlich-figurative Arbeiten, darunter Werke von Caravaggio, Caspar David Friedrich, Monet, Picasso oder Jawlensky. Darüber hinaus sind es auch häufig Originalwerke bekannter oder unbekannter Künstler aus privaten Sammlungen, deren Motive und Farben Schmidt zur Übersetzung in ein Farbstreifenbild inspiriert, bei dem sich der Künstler gänzlich von der Gegenständlichkeit löst. Den "Übersetzungen" liegt die jeweilige Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrunde. Die herausgefilterten Farben werden von Hand aus den jeweiligen Pigmenten nachgemischt und mittels einer selbst entwickelten Schütttechnik auf die Leinwände gebracht. Diese Technik entspricht einer Version des DRIPPING, das einer amerikanischen Malereitradition entstammt. Hierbei läuft die Farbe die Leinwand hinunter und über ihren unteren Rand hinaus, wo sie deutliche Spuren der Konzentration und Verdickung hinterlässt. Es scheint, als sei die Farbe noch flüssig und wolle weiter aus dem Bild heraustropfen. Dadurch erzeugen die Farbstreifen, trotz aller Statik, die sie vermitteln, den Eindruck, als blieben sie in Bewegung, im Fluss.

Die Farben in seinen Werken entwickeln gemeinsam einen Klang und eine Stimmung. Deutlich wird der Wiedererkennungseffekt zum Ausgangswerk alleine über das verwendete Farbspektrum. Schmidt komponiert die aus dem Ausgangsmotiv extrahierten Farben neu auf der Leinwand. Es entstehen Streifenbilder, deren Größe exakt die Größe des jeweiligen Ausgangsmotivs aufgreift. Die beiden Werke stehen im ständigen Dialog miteinander.

In den neueren Arbeiten collagiert Schmidt auch runde Farbscheiben, die aus getrockneter Farbe hergestellt oder Produkte ausgestanzter Leinwandteile sind. Hier spiegelt sich der Dialog von Strukturhaftigkeit und Strukturlosigkeit, von Ordnung schaffen und Ordnung ignorieren deutlich wider. Wie auch in seinen Streifenbildern geht es um das Dekonstruieren des Bekannten und die Rekonstruktion des alten, jedoch nach neuen Mustern, Regeln und Ordnungen. Trotz ihrer geschichtlichen oder gerade wegen ihrer geschichtlichen Referenzialität nimmt Jan-Ulrich Schmidts Kunst eine autonome, zeitgenössische Position ein. Denn suchten Kunstschaffende wie Jackson Pollock noch nach dem Bruch mit der Historie, um etwas gänzlich Neues zu schaffen, so weiß Jan-Ulrich Schmidt um das Ende der großen Erzählungen und kann - post-postmodern sozusagen - die Kunstgeschichte als Bezugsrahmen nehmen. Die Werke lassen sich auf mehreren Ebenen lesen. Der Vergleich von Vorbild und eigener Interpretation ist reizvoll, da er den Blick auf das vermeintlich Bekannte schärft. Von Nahem betrachtet, überwältigen die Streifenbilder aufgrund der ungebrochenen Intensität der Farben und der Strenge ihrer Linien. Bisweilen werden aus den unterschiedlich hellen und dunklen Farbstreifen dreidimensionale Gebilde, die in der horizontalen Ausgerichtetheit der Bilder an Landschaften erinnern. Bei eindringlicher Betrachtung beginnen die Werke, in Schwingungen zu geraten und scheinen sich nach vorne oder nach hinten auszudehnen. Jan-Ulrich Schmidt kombiniert in seiner Kunst mechanische und handwerkliche Technik, Geist und Geschick, Auge und Verstand und übersetzt die gegenständliche Malerei in eine neue ungegenständliche und ausdrucksstarke Form.

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

RUPERT EDER

Rupert Eder baut seine Werke mit dem spürbaren Gestus der Pinselführung auf. Die breiten Farbfelder fügen sich häufig aus mehreren nebeneinander gesetzten Pinselstrichen zusammen, die sich an den Eckpunkten oder Überschneidungen überlagern und dort zu neuen Farbmischungen und –wirkungen führen. Der Pinsel wird in ganzer Breite über die Leinwand geführt und bestimmt somit die Dimension der Form. Konkreter (im engsten Sinne des Wortes) kann der Bezug zwischen Arbeitsgerät und Erscheinungsbild der Arbeit kaum definiert werden. Der Künstler führt den Betrachter durch seine Malerei in die Welt der reinen Erscheinungen und will durch die positive Kraft und Energie der Farben sowie der Schwingungen emotionale Reaktionen auslösen.

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

INA HOLITZKA

Ina Holitzka transformiert einen realen Bestand. Bei ihr sind es architektonische Formen und Strukturen, die sie fotografiert und dann dekonstruiert. In Schichten, Überlagerungen und Überschneidungen werden sie anders komponiert. Die Künstlerin lässt Räume neu entstehen und schärft das Bewusstsein für die Ästhetik dort, wo wir sie vielleicht nicht vermuten. Architektur dient Ina Holitzka als unmittelbarer inspirierender Formen-Fundus. Sie baut eine Gegenwelt auf, die der wirklichen Architektur eine fiktive entgegensetzt. Ihr Interesse am Raum gilt seiner materiellen wie auch immateriellen Dimension: gebaute Räume, Zwischen-Räume, Zeit-Räume, Denk-Räume. Auf der ART KARLSRUHE zeigt die Galerie SIGHT aktuelle Werke aus ‚PASSAGE... on-site / vor Ort‘. Das Kunstprojekt basiert auf der fortschreitenden baulichen Veränderung einer Mega-Baustelle. Die verschwindenden und sich überlagernden Schichten der einzelnen Bauabschnitte sind in einem fotografischen Fundus archiviert. Ausgewählte Ansichten transformiert Ina Holitzka mit ihren künstlerischen „Mass-Nahmen“ und überführt sie in eine vielschichtige Bildsprache.

Mehr Weniger

Über uns

Galerie-Information

Im Zentrum des pulsierenden Rhein-Main Gebietes präsentiert sich die Galerie in den stilvollen Räumen einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla. Mit einem hochwertigen und selektierten wechselnden Programm zeitgenössischer Kunst sowie Kunst nach 1945 bieten wir ein breites Spektrum. Neben der ständigen Ausstellung werden regelmäßig nationale und internationale Künstler im Rahmen von Einzelpräsentationen vorgestellt. 

Mehr Weniger