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art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Braun-Falco Galerie

Nymphenburger Straße 22, 80335 München
Deutschland
Telefon +49 89 57949774 1, +49 174 3025465
Fax +49 89 57949774 9
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  • 01  Klassische Moderne

Klassische Moderne

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Florian Donnerstag

Die Bilder Florian Donnerstags zeichnen sich durch das gleichzeitige Nebeneinander von zahlreichen Einzelmotiven aus, die Donnerstag gekonnt zu einem größeren Gemeinsamen zusammenfügt. Technisch und stilistisch durchaus verschieden werden diese Bildfragmente von Donnerstag zu komplexen Bildwelten verwoben, in denen man nach einem narrativen Zusammenhang sucht. Auf den ersten Blick wirken die Bilder dynamisch, vibrieren fast vor Spannung oder gar Unruhe und selbst der rohe, ungrundierte Malgrund trägt zu diesem Eindruck bei. Wie Farbflächen bei einem All-Over-Painting reihen sich die einzelnen Motive auf der Leinwand aneinander, ohne eine konkrete Leserichtung vorzugeben. Dies wirkt beinahe überfordernd auf den Betrachter, doch gerade mit dieser Herausforderung spielt Florian Donnerstag. Einerseits, gelingt es ihm, die eigene Rolle als „Bildgestalter“ zu reflektieren, andererseits liefert er dem Betrachter ein Spiegelbild unserer unruhigen und bewegten Gegenwart: Bis zur Gleichzeitigkeit beschleunigte Bild- und Sinneseindrücke durch Social Media finden sich in seinen Arbeiten ebenso wieder, wie die immer schnellere, alltägliche Bilder- oder Nachrichtenflut.

Dieses gleichzeitige Nebeneinander unterschiedlicher Bildeindrücke sowie die Suche nach dem eigenen Standpunkt in unserer rasant sich ändernden Gegenwart sind Themen, die Florian Donnerstag in seinen Werken bearbeitet. Mit Brüchen und Asymmetrien, geprägt von Unruhe, dramatischen Momenten aber auch feinem Humor entstehen so äußerst spannungsvolle und zugleich ästhetisch ansprechende Gemälde.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Ingrid Floss

Ingrid Floss (*1970) liefert in Ihren Arbeiten ein malerisches Statement zum Thema Farbe. Natürlich besteht Malerei seit je aus einem Farbauftrag auf einem Bildträger, doch geht es Ingrid Floss um die sanfte und sensitive Auslotung der Wirkung von Farbtönen zueinander, übereinander und miteinander. Die hintergründige Analyse, warum Tizians tiefe Rottöne so leuchten oder Munch’s Weiß-Ockerfarben so strahlend aus der Bildfläche treten, fließen in Ingrid Floss abstrakte Arbeiten genauso ein wie die kompositorische Leichtigkeit und Spontanität einer Joan Mitchell oder ihre persönliche Wertschätzung gegenüber Aldolf Hölzel oder den Fauvisten. Das Ausloten und Abstimmen der Farben aufeinander, sie räumlich in ein Ganzes zu bringen, ist der eigentliche malerische Vorgang. Vorsichtig tastend -und dennoch geprägt vongroßer Souveränität -entwickelt Ingrid Floss ihre Bilder über einen oft langen Zeitraum. Ihre Malerei vereint die räumliche Wirkung von Farbe mit einer körperlich-sinnlicher Bildoberfläche, in welcher sich Rationalität und Emotion verbinden.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Jakob Gilg

„Ungewöhnlich bizarr“ dürfte wohl der erste Gedanke sein, der beim Betrachten der Arbeiten von Jako Gilg entsteht. Viele seiner Arbeiten – Leinwände, Aquarelle wie Skulpturen – werden von einer Farbe dominiert – aus deren flächigen Formen sich scherenschnittartige Gesichtszüge, fratzenartige Grimassen und amorphe Körperteile erahnen lassen, absonderlich und anziehend zugleich. Eine Surreale Welt, deren Gesetze man ergründen möchte.

Der 1988 in Rosenheim geborenen Künstler schreibt selbst: Einer der Schlüsselmomente meiner Malerei bestand darin, ein einzelnes Pigment, stark verdünnt und lasierend, auf eine Leinwand aufzutragen. So ergeben sich Dichteschwankungen, ähnlich dem changierenden Farbenspiel von menschlicher Haut. Auf der Suche nach der Sensibilität des Materials, also der Leinwand, des Steinmehls, des Wassers, des Hautleims und der Pigmente, bilden sich Flächen und Strukturen, die für die Schaffung der Bildelemente genutzt werden. Das Wasser läuft nach unten, gehorcht der Schwerkraft, bildet Ränder und Verläufe, die durch die Pigmente sichtbar gemacht werden. Durch den malerischen Eingriff werden diese Ereignisse organisiert und in Zusammenhang gebracht und bilden so eine narrative Struktur. Vom Duktus zur Fläche, zum Körper, zur Komposition, zum Bild und dieses in Bezug zu allen anderen Bildern. Die Ausstellung als ein Kosmos von Bildern und Gegenständen mit eigenen Gesetzen, um mit bildnerischen Mitteln die Pforte in eine groteske Welt zu eröffnen.

Die „Pforte in eine groteske Welt“ arbeitet analog zum optischen Phänomen der Pareidolie - dem imaginären Erkennen bekannter Figuren und Formen in zufälligen Mustern. Voller Symbolik und Hintergründigkeit sind seine Bildelemente, gleichzeitig folgen sie keinem vorgegebenen Bedeutungspfad, sondern ermöglichen eine individuelle, weitere Interpretation.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Hyundeok Hwang

"Es beginnt mit einem Moment der Realität, wo ich gewesen bin und was ich erlebt habe. Aber es endet als ausgebreitete Fantasie, die eine Mischung ist aus meinen eigenen Erfahrungen und meinen Vorstellungen, die damit verknüpft sind. Indem ich eine Brücke über die Realität baue, erreiche ich eine Übereinkunft, eine Fantasie. Es ist ein sich endlos wiederholender Prozess, aber die Form der Brücke – um bei dieser Metapher zu bleiben - ist veränderbar". schreibt der Künstler Hyundeok Hwang über den Entwicklungsprozess seiner Arbeit und weiter:

"Ich kann auf der Brücke stehen, über die Brücke laufen und auf die Brücke springen. Somit ist es mir möglich in meinen Arbeiten unterschiedlichste Standpunkte zur Realität, zu Erlebtem einzunehmen. Vorstellungen, Wünsche und Erinnertes stehen so gleichberechtigt nebeneinander und wachsen sich aus, zu einem Netz von Erzählungen und Geschichten auf unterschiedlichen Realitätsebenen. In dieser Ausstellung zeige ich, wie ich Realität und Fantasie mische, und auch, wie ich an der Grenze von beiden gespielt habe“.

Vieles an Hyundeok Hwangs Arbeiten ist bemerkenswert; der Grad der technischen Ausarbeitung seiner in zahlreichen Schichten ausgeführten Ölmalerei, die Lichtführung in seinen Kompositionen und allem voran das Bilder-Universum, welches er entwickelt. Wie er es selbst formuliert, liefern Erinnerungen und eigene Erfahrungen das Ausgangsmaterial für seine Bilder. Mit viel Fantasie verarbeitet er diese, verfremdet sie und schafft so eigenständige Erzählungen. Teilweise skurril und grotesk, teilweise rührend ziehen diese den Betrachter in einen Sog, einen regelrechten Strudel aus mit Fiktion vermischter Vergangenheit.

Hyundeok Hwang wurde 1985 in Cheongju, Südkorea geboren. Er lebt und arbeitet seit 2016 in München, wo er in der Klasse von Prof. Markus Oehlen an der AdbK München studiert. Bereits in Südkorea absolvierte er ein Studium der Malerei an der Hannam University in Daejeon.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Anna Klüssendorf

Als Quelle für ihre Bildmotive dienen der 1979 in Leipzig geborenen Künstlerin Presse- und Nachrichtenbilder, die in verfremdeter Form in ihre Gemälde Eingang finden. Einzelne Figuren und Details aus der Vorlage werden ausgeblendet, der Betrachterstandpunkt – und somit auch die gesamte Bildperspektive – wird verändert und die Bilder erhalten eine neue atmosphärische und emotionale Aufladung. Dennoch, das Motiv verbleibt als historisches Dokument, obwohl die Künstlerin weder eine Quelle angibt, noch die vollständige Bildsituation des ursprünglichen Motives wiedergibt. Ihre Arbeiten sind nicht reine, der Phantasie entsprungene Visualisierungen einer emotionalen Stimmung, vielmehr thematisieren sie ihre atmosphärische Grundlage und Wirkung und erweitern den Spielraum für narrative Interpretationen.

Anna Klüssendorf studierte von 2004 bis 2010 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Prof. Nikolaus Lang und bei Prof. Karin Kneffel. 2010 erfolgte der Diplomabschluss bei Prof. Karin Kneffel. Gefördert über eine DAAD-Stipendium verbrachte sie danach ein Jahr an der Kunstakademie Wien bei Prof. Amelie von Wulfen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem in Stadtgalerie Saarbrücken, Kunstarkaden München, Kunsthalle Bremerhaven, Kunstverein Bad Dürkheim sowie auf zahlreichen Kunstmessen. Ihre Arbeiten sind in mehreren Privat- sowie öffentlichen Sammlungen vertreten wie der Allianz Kunstsammlung München.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Katharina Stangler

Für Katharina Stangler steht Indigo gänzlich im Zentrum ihres Malprozesses. Der Großteil ihrer Arbeiten ist in Indigo gehalten, welches sich gegen einen in opaken Weißtönen gehaltenen Leinwandgrund weich, aber kontrastreich abhebt – eine Farbkombination, die an Chinesische Porzellanmalerei oder die bekannten Portugiesischen Azulejo-Kacheln erinnert. Bewusst verwendet Katharina Stangler nicht die Originalpigmente, sondern mischt Indigo aus Magenta-, Cyan- und Schwarzpigmenten. Durch das unterschiedliche spezifische Gewicht der einzelnen Pigmente erreicht die ehemalige Meisterschülerin von Andreas Schulze nach Durchwässerung der Leinwände eine ungleichmäßige Verteilung der drei Farbpigmente. So ergeben sich vom Zufall beeinflusste schillernde Farbmischungen und raffinierte Übergänge zwischen mal mehr schwärzlichen, mal mehr violetten Blauschattierungen. Wie in einem Aquarell verschwimmt die Farbe diffus im Randbereich ihres

Auftrags, dringt sogartig in die unbehandelte Baumwolle ein und blüht entlang der Fasern in feinen Verästelungen aus. Jede Linie und jede Form wird in ihrer Kontur kontinuierlich aufgebrochen. Die in lockerer Geste gemalten und expressiv anmutenden Figuren werden so spannungsvoll in Schwingung gesetzt und vom Betrachter als vibrierende Silhouette empfunden. Dargestellt sind meistens Frauen - alleine in madonnenhafter Zartheit oder in sanfter körperlicher Begegnung mit einem männlichen Partner, schüchtern nackt in einer Umgebung aus floralen und ornamentalen Elementen. Oft lassen einen die Motive an Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner oder Otto Müller denken. Sie tragen diese zurückhaltende, gleichsam erhabene Anmut in sich, die man als natürliche Schönheit bezeichnen darf. Das Idyllische ihrer Bilder entspringt der Vertrautheit des Momentes, an den sich der Betrachter erinnert fühlt. Der Moment der „Blauen Stunde“, dieser kurze Zeitraum der Dämmerung nach Untergang der Sonne bis zum Eintritt nächtlicher Finsternis, dessen mystische Lichtstimmung romantische wie genuine Gefühle evoziert. Damit thematisiert sie die Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Frieden in unserer schnelllebigen Welt.

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Über uns

Galerie-Information

Das Ausstellungsprogramm der Braun-Falco Galerie zeigt Werke aus den Medien Malerei, Zeichnung, Skulptur und Fotografie in Einzel- und Gruppenausstellungen. Seit der Gründung im Jahr 2013 ist es das Ziel der Galerie, ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst auszustellen, das sich in Stil, Konzept, Absicht und Wahrnehmung unterscheidet. Neben bereits etablierten Positionen wie Ingrid Floss, Franz Hitzler oder Rolf Rose vertritt die Galerie junge, aufstrebende KünstlerInnen wie z.B. Florian Donnerstag, Ingrid Floss, Jakob Gilg, Hyundeok Hwang, Anna Klüssendorf, Josef Köstlbacher, und Katharina Stangler. Neben dem Primärmarkt bietet die Galerie eine umfangreiche Zahl von Werken von international anerkannten Künstlern mit Schwerpunkten im Bereich der Informellen Kunst, sowie der deutschen und internationalen Nachkriegsmoderne.

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