Tino Geiss
In Tino Geiss' Werk interessiert ihn das Motiv des Innenraums inhaltlich und formal. Meist als Wohn- oder Arbeitsräume konstruiert, wirken Geiss' Räume belebt und doch menschenleer. Die unsichtbare menschliche Präsenz wird nur durch ihre Spuren angedeutet: verschobene Stühle, Tische, Papierstapel, eine weiße Leinwand. Die Räume sind Archive eines kulturellen Gedächtnisses, nicht nur von berühmten Persönlichkeiten wie Goethe, Eames oder Nobel, sondern auch Bibliotheken oder Orte konzentrierten kulturellen Wissens. Die Bilder sind überwiegend in Schwarz-Weiß gehalten, die sparsam und selektiv eingesetzte Farbe verweist nur auf das in den Raum einfallende Licht. In seiner "Stripe"-Serie geht Tino Geiss noch einen Schritt weiter, indem er einzelne Streifen farbigen Papierklebebandes verwendet, um sie in das Medium der Malerei zu übersetzen.
1978 geboren in Jena
2001 – 2003 Studium an der HKD Burg Giebichenstein Halle/ Saale
2003 – 2008 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Arno Rink, Neo Rauch)
2008 Diplom bei Neo Rauch, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2008 – 2009 Meisterschüler von Ingo Meller, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2009 Studium an der Royal Academy of Arts London
2009 – 2010 Meisterschüler von Neo Rauch, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Lebt und arbeitet in Leipzig
Mehr
Weniger