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art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Schacher - Raum für Kunst

Blumenstr. 15, 70182 Stuttgart
Deutschland

Standort

  •   dm-arena / H4/R09

Ansprechpartner

Marko Schacher / Schacher - Raum für Kunst

Telefon
0162-4037512

E-Mail
info@galerie-schacher.de

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Manu Camille: eben noch vor 75.000 Menschen auf der Bühne, jetzt Star der Art Karlsruhe

Manu Camille (1995 geboren im Allgäu, lebt in Heidelberg) hatte Mitte Dezember bereits einen großen Auftritt in der Halle 4 der Karlsruher Messe, nämlich als umjubelter Hauptdarsteller auf der Bühne von Deutschlands größter Weihnachts-Charity-Show "Weihnachten neu erleben" vor 75.000 ZuschauerInnen in neun Aufführungen, mit Live-Band, 400-köpfigem Chor und Orchester. Wer ihn live bei der Vermittlung der eigentlichen Bedeutung Weihnachtens erlebt hat, wird sich kaum wundern, dass der christliche Glaube auch einen wichtigen Einfluss auf ihn als Bildenden Künstler hat. So dienen als Ausgangspunkt seiner expressiven, buntfarbigen Gemälde oft Passagen aus der Bibel – neben Ausstellungsbesuchen, Filmen und Büchern.
Manu Camille sucht nach dem Urmenschlichen, nach der Essenz des Menschen. Indem er beispielsweise Cowboys als Zigaretten rauchende Dandys in rosa Pullovern und als faul auf ihren Stühlen herumwippende Zeitgenossen zeigt, hinterfragt er Vorstellungen des vermeintlich Männlichen und Geschlechter-Klischees. Pop-Art, Street-Credibility und eine positive Message waren selten so beeindruckend vereint.

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Kategorie: one:artist show

Vierte One-Artist-Show: Joséphine Sagna setzt deutliche Anti-Rassismus-Zeichen

Joséphine Sagna (1989 geboren in Stuttgart, in Ulm aufgewachsen, inzwischen in Südfrankreich lebend) ist die Tochter einer Siebenbürger Sächsin und eines aus dem Senegal stammenden Vaters. In ihren Gemälden thematisiert sie expressiv und farbenfroh ihre Erfahrungen und Emotionen als schwarze Frau in einer überwiegend weißen Gesellschaft. Im Fokus ihrer Werke: der weibliche Körper. Statt konkrete Personen zu portraitieren, fängt Sagna eine von Diversität geprägte Kraft und Energie ein: Sich inszenierende schwarze Frauen stellen sich selbstsicher westlichen Schönheitsidealen entgegen. Der Blick der BesucherInnen in die selbstbewussten Augen ihrer Protogonistinnen verändert und erweitert Perspektiven.
Mit der vierten Präsentation von Sagnas Gemälden als "One Artist Show´" setzt "Schacher" ein deutliches Anti-Rassismus-Zeichen in leider immer noch von Klischees, Vorurteilten, Populismus und Rechtsruck beherrschten Zeiten.

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Kategorie: re:discover

Tipp zur Wiederentdeckung: Illa Hammerbacher-Klaukien malt archetypische Empfindungen

Illa Hammerbacher-Klaukien (1938 geboren in Königsberg/Ostpreußen, lebt in Stuttgart) wurde religiös erzogen. Ihre lyrischen, dynamischen, dramatischen, irgendwo zwischen Marc Chagall und Elvira Bach angesiedelten Gemälde scheinen allesamt eine, wenn nicht gar "die frohe Botschaft" zu verkünden. Im Zentrum stehen meist weibliche Figuren: die Mutter mit Kindern, die Frau in Konstellation zum Mann. Es sind Menschen, die in Resonanz zueinander stehen, aufeinander eingestimmt sind, sich begegnen. Und sie malt Gesichter, die aber keine individuellen Porträts sind, sondern Archetypen von Empfindungen.
Die Gemälde von Illa Hammerbacher-Klaukien bewegen sich zwischen dichter, dunkler, schwermütiger Farbigkeit und einer schwebenden Transparenz zarter Farbtöne. Obwohl das Bild-Geschehen oft konkrete Referenzen auf die Bibel oder Hildegard von Bingen aufweist, behalten die Darstellungen immer etwas Geheimnisvolles, eine zusätzliche Poesie. Christliche Motive verändert Hammerbacher-Klaukien durch eine individuelle Symbolsprache und arbeitet so das existenziell Menschliche heraus. Prägende Einflüsse hatten Francesco Clemente und die "Collaborations" von Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat.
Die Künstlerin selbst bezeichnete ihre Bilder als "gemalte Wünsche, Träume, Zuflucht" und gab zu Protokoll, dass sie "das Magische, das Unerklärbare, das Wundersame, auch mit seinen Schrecken, Kümmernissen und der unauflösbaren Tragik des Lebens" regelrecht zur Gestaltung zwinge.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Shalva Gelitashvili macht aus seinen inneren Dämonen surreale Gemälde

Shalva Gelitashvili (1991 geboren in Tiflis, lebt in Stuttgart) verarbeitet in den Gemälden seine Erlebnisse und Träume als Kind, Jugendlicher und – ganz aktuell – als Vater. Die verzerrten, surrealen Szenen verwischen die Grenzen zwischen Mann und Frau, Gesichtern und Maskeraden, Realität, Religion und Fantasie. Symbolträchtige Körperhaltungen, rätselhafte Requisiten und grelle Farben machen die Betrachtung zum Erlebnisprozess.
Wir erblicken Pilze, Totenschädel, Kronen, Heiligenscheine, Waffen – teils in Kombination mit folkloristischen Motiven oder typischen Tieren aus der georgischen Heimat des Künstlers. Die narrative Aufgeladenheit der Gemälde löst zahlreiche, sich oft widersprechende Assoziationen aus. Auch wenn viele düster wirken, steckt in ihnen immer ein Optimismus, ein "Licht". Shalva Gelitashvili zeigt – wie auch Juliane Hundertmark – wie man seine inneren Dämonen zu kreativen Bildern mutieren lässt und so beherrscht.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Juliane Hundertmark schubst Freaks und Außenseiter auf die Bilderbühne

Juliane Hundertmark (1971 in Mainz geboren, lebt in Berlin) ist mit regelmäßigen Ausstellungen in New York, Los Angeles, London, Amsterdam, Brüssel und Barcelona die international umtriebigste Künstlerin im aktuellen "Schacher"-Programm. In ihren Arbeiten verbindet sie klassische Malerei mit einer einfallsreichen Collage-Technik zu einer individuellen, surrealen, gleichermaßen irritierenden, wie faszinierenden Bildsprache. Ihre zumeist in spießigen Umräumen platzierten grotesken Comicfigur-Tier-Mensch-Mischwesen sehen so aus, als hätte George Grosz gemeinsam mit Janosch Bilder gemalt.
Wir sehen auf die Bilderbühne geschupste Freaks und Außenseiter, die mit einer (t)rotzigen Punk-Attitüde und viel schwarzem Humor zum Kampf gegen Rituale aufrufen. Oft erinnern die Szenen an Theaterbühnen, die an unsere Fantasie appellieren und uns auffordern, die dargestellte Gruppendynamik weiter zu denken.

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Galerien-News

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03.01.2026

Wer kann, der kann: Die Galerie "Schacher" verdreifacht die Größe ihres Messe-Auftritts

Wer kann, der kann: Mit Präsentationen auf insgesamt 175 Quadratmetern wird die Stuttgarter Galerie "Schacher – Raum für Kunst" ihren Auftritt auf der Art Karlsruhe 2026 im Vergleich zum letzten Jahr mehr als verdreifachen. Dahinter stecken ein Anliegen und ein Konzept: Galerist Marko Schacher möchte anhand der Gemälde von Josephine Sagna (Jahrgang 1989) innerhalb einer "one:artist show" und den Malereien von Shalva Gelitashvili (Jahrgang 1991), Manu Camille (Jahrgang 1995) und Juliane Hundertmark (Jahrgang 1971) in einer gemeinsamen 25 Quadratmeter-Koje verschiedene, u.a. auch jahrgangsbedingte Annäherungen an die menschliche Figur und Kommentierungen der aktuellen gesellschaftlichen Ereignisse und Bedingungen zeigen.

Joséphine Sagna ist die Tochter einer Siebenbürger Sächsin und eines aus dem Senegal stammenden Vater und thematisiert expressiv und farbenfroh ihre Erfahrungen und Emotionen als schwarze Frau in einer überwiegend weißen Gesellschaft. Ihre sich selbstbewusst inszenierenden Protagonistinnen stellen sich westlichen Schönheitsidealen entgegen und sind ein deutliches Anti-Rassismus-Zeichen in von Klischees, Vorurteilten, Populismus und Rechtsruck beherrschten Zeiten. Shalva Gelitashvili verarbeitet seine Erlebnisse und Träume als Kind und Jugendlicher in Tiflis/Georgien, und – ganz aktuell – als Vater, inzwischen in Stuttgart. Manu Camille, eben moch als Hauptdarsteller der Weihnachts-Charity-Show "Weihnachten neu erleben" auf der Bühne in Messehalle 4, nutzt als Ausgangspunkt zumeist Passagen aus der Bibel und sucht nach dem Urmenschlichen, nach der Essenz des Menschen und hinterfragt dabei u.a. Vorstellungen des vermeintlich Männlichen. Juliane Hundertmark schubst Freaks und Außenseiter auf ihre Bilderbühnen, wo sie mit einer trotzigen Punk-Attitüde und viel schwarzem Humor zum Kampf gegen Rituale aufrufen. Alle vier KünstlerInnen haben eine individuelle, teils irritierende, aber stets faszinierende Bildsprache gefunden. Weil uns fast alle ProtagonistInnen von den Gemälden aus direkt in die Augen sehen, werden die Betrachtenden motiviert, Stellung zum Bildgeschehen zu beziehen.

Mit der ergänzenden Ausstellung der religiösen Gemälde von Illa Hammerbacher-Klaukien (Jahrgang 1938) im "re:discover"-Programm der Kunstmesse kommt eine weitere, vermeintlich konservativere Generation dazu. Obwohl das Bild-Geschehen (Verkündigungen, Pietà-Darstellungen) oft – wie bei Manu Camille – Referenzen auf die Bibel oder Hildegard von Bingen aufweist, bleibt etwas Geheimnisvolles, eine Poesie, ein Zauber. Im Zentrum ihrer sinnlichen Malerei stehen – wie bei Joséphine Sagna – weibliche Figuren: die Mutter mit Kindern, die Frau in Konstellation zum Mann. Und immer wieder Gesichter, keine Porträts, sondern Archetypen von Empfindungen.

Die luftig angelegten Rauminstallationen von Claudia Thorban (Jahrgang 1949) gehörten 2012 bis 2020 zu den Lieblingen der Halle 4-BesucherInnen. Neun Mal hat "Schacher" innerhalb der Möglichkeiten der One-Artist-Shows mit bedruckten Acrylglasscheiben und kleinformatigen Relikten ein umfassendes ästhetisches Raumerlebnis präsentiert. 2026 geht die Galerie einen Schritt weiter und nutzt die 100 Quadratmeter des "sculpture:squares", um den klassischen Skulpturen-Begriff auf reizvolle Weise zu hinterfragen. Indem Thorban ihre mit fotografierten Fundstücken aus der Natur bedruckten Scheiben an etwa ein Meter hohe Steine lehnt und sie zwischen Steine klemmt, erschafft sie eine Rauminstallation, die als Raum im Raum zum Flanieren einlädt. Wir blicken durch die Exponate hindurch, an ihnen vorbei und nehmen den Umraum und uns selbst als Spiegelung wahr.

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Über uns

Galerie-Information

"Schacher – Raum für Kunst" ist eine Galerie für junge, zeitgenössische Kunst – nicht nur aber vor allem aus der Region Stuttgart, spartenübergreifend präsentiert als Raumerlebnis. Nach 78 Ausstellungen im Galerienhaus Stuttgart zog "Schacher" 2024 in die Blumenstr.15 am Olgaeck. Hier hatten bereits Christine und Dieter Mueller-Roth 1973 ihre erste Galerie eröffnet. Wer genau hinsieht, kann auch Relikte der vorherigen Nutzungen als Fahrradwerkstatt und Metzgerei finden. Offen gelegtes Fachwerk, Kacheln, Wandnischen und ein großer Nebenraum mit Glasdach laden zu Dialogen ein. Regelmäßig veranstaltet Galerist Marko Schacher auf die Ausstellungen abgestimmte Konzerte, Performances, Lesungen und Gespräche.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

2011