Menu
art KARLSRUHE
Eine Veranstaltung der

Galerie Szaal

Schottenring 10, 1010 Wien
Österreich
Telefon (+43) 1 40 66 330, (+43)664 4017162
szaal@szaal.at

Ansprechpartner

KR Horst Szaal

Telefon
+43 / 664 / 30 23 351

E-Mail
szaal@szaal.at

Wolfgang Szaal

Telefon
+43 / 664 / 381 40 47

E-Mail
szaal@szaal.at

Mag. Gerlinde Szaal

Telefon
+43 / 664 / 401 71 62

E-Mail
szaal@szaal.at

Julia Szaal

Telefon
+43 / 664 / 393 42 29

E-Mail
szaal@szaal.at

Unser Angebot

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Helmut Ditsch

Das Hauptwerk „Point of no Return III“ des österreichisch-argentinischen Malers Helmut Ditsch bildet das fulminante Zentrum der umfangreichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auf der art KARLSRUHE.
Dieses erst 2023 vollendete Monumentalgemälde war titelgebender Mittelpunkt der Personale, die im letzten Frühling in der Reihe „STRABAG Artlounge Special“ stattfand und Ditsch als wichtigen und langjährigen Künstler der Sammlung „STRABAG Artcollection“ präsentierte.
Die Bedeutung des Gemäldes erklärt sich auch aufgrund seiner Position, die es innerhalb des gesamten Œuvres des Künstlers einnimmt, welches sich in vier Werkkomplexe gliedert: Bergwelten, Wüsten, Gletscher und Meere. Während sich seine atemberaubenden Darstellungen des Perito Moreno Gletschers weltweit zu „Signature Projects“ entwickelt haben, kommt dem „Point of no Return“ eine seltene Sonderstellung innerhalb seines Schaffens zu. Nur dreimal im Laufe der Jahrzehnte widmete sich Ditsch diesem Thema. So war etwa die erste Fassung dieses Motivs aus dem Jahr 2000/2001 in einer groß angelegten und von Carl Aigner kuratierten Ausstellung der Kunsthalle Krems im Jahr 2003 zu sehen.
Den Titel entlehnt Helmut Ditsch der Luft-und Raumfahrt. Beim Flug über einen Ozean erreicht ein Flugzeug den „Point of no Return“, wenn der verbleibende Treibstoff für den Rückflug zum Ausgangsufer nicht mehr ausreicht und zwingend bis zum Zielufer weitergeflogen werden muss. Ebenso gelangt man beim Durchqueren einer Wüste an jenen Punkt, von dem aus man nur noch in Richtung Horizont weitergehen kann. Auch in der Geschichtswissenschaft findet der Begriff Verwendung und bezeichnet den Zeitpunkt, von dem an eine historische Entwicklung nicht mehr umkehrbar erscheint oder Entscheidungen nicht mehr revidiert werden können. Die Erkenntnis, dass es „kein Zurück mehr gibt, sondern nur noch vorwärts geht“, wie er sagt, verwandelt Helmut Ditsch also zu einer Allegorie.
Konkreter malerischer Ausgangspunkt des vorliegenden Werks ist die Atacama Wüste in Südamerika, die, etwa 15 Millionen Jahre alt, im Regenschatten der Anden liegt und zu den wasserärmsten Gebieten der Welt zählt. Für den passionierten Extrembergsteiger und Sportler Helmut Ditsch zählt sie zu jenen Gegenden, die er selbst durchwandert und unmittelbar erlebt hat. Wüsten sind für ihn nicht nur Erinnerungen des Meeres, sondern mystische Orte, erfüllt von Leben, das jedoch zumeist verborgen bleibt. Allerdings ist der Lebensimpuls in dieser von extremen Bedingungen geprägten Umgebung besonders stark und alles Leben von unvergleichlicher Intensität. Durch die Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño beispielsweise, das mit einem Zurückbleiben des Humboldtstroms einhergeht, kommt es relativ regelmäßig im Abstand von etwa sechs bis zehn Jahren auch in der Atacama Wüste zu heftigen Niederschlägen. Diese führen dann für einen kurzen Zeitraum zum Erblühen der gesamten Landschaft.
Was Helmut Ditsch mit dem „Point of no Return III“ zeigt, ist dass die Seele eines Menschen sich am Limit des Möglichen öffnet. Wer sich wie er wochenlang der Weite und Einsamkeit sowie den klimatischen Extremen einer derartigen Wüsten-Landschaft ausliefert, fern der medialen Bilderwelt unserer Zeit, hört das Pochen seines eigenen Herzens, ist seinem Begrenztsein ausgeliefert. Auch der monatelange Schaffensprozess eines solchen Werks ist ein Grenzgang, spielt sich nicht auf einer lauten Bühne, sondern in der Arena der Einsamkeit ab. Denn große Bilder wie dieses erfordern höchste Konzentration. Wir können uns Unendlichkeit nicht vorstellen. Wir können uns ihr nur nähern. Helmut Ditsch erzählt von dieser Annäherung. Er malt Gegenden, die die allermeisten Menschen meiden, und seine Bilder machen spürbar: Wenn wir den Mut haben, uns zu exponieren, erfahren wir mehr!
Die Malerei von Helmut Ditsch ist ebenfalls von Mut geprägt, dem Mut postmediale Position zu beziehen. Sie ist Beispiel für eine Gegenwartskunst, in der und mit der Naturerfahrung so unmittelbar wie möglich in Bildern Gestalt annimmt und beruht auf der Überzeugung, dass auch in einer mediatisierten Welt authentische Erfahrungen möglich und in Bilder übersetzbar sind. Damit wird Ditsch zu einem wichtigen Impulsgeber des Neuen Realismus und setzt im Konzert neuer Medien ein gewichtiges Ausrufungszeichen für das Tafelbild. Als Betrachter können wir an dieser Authentizität teilhaben, während sich die Stille und Weite der Atacama-Wüste wie ein Mantel um unsere Schultern legen.

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

Hubert Scheibl

„Hubert Scheibl nimmt bereits seit Jahrzehnten einen fixen und essenziellen Stellenwert in der internationalen abstrakten Malerei ein. Abstraktion versteht Scheibl als erweiterten Begriff, der auf den historischen Errungenschaften der ungegenständlichen Malerei aufbaut, jedoch nicht nur auf dem reinen formalen Erscheinungsbild beruht. Momente wie Natur, Raum und mentale Referenzen – oft aus dem Unterbewusstsein gespeist – sind hier entscheidende Parameter.“ (Florian Steininger)
Bereits vor und während seines Studiums von 1976 bis 1981 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Max Weiler und Arnulf Rainer sah sich Hubert Scheibl mit einer nihilistischen Haltung gegenüber dem Tafelbild konfrontiert, mit den radikalen Übermalungen Rainers oder dem Bildersturm der Wiener Aktionisten. So griff der junge Künstler zunächst das Wild-Aktionistische für seine Malerei auf, um dieses zu verarbeiten und schließlich neues Terrain für sich zu erschaffen. Denn zum Unterschied von den autoaggressiven Aktionsmalereien von Günter Brus oder Hermann Nitsch, erfüllte Hubert Scheibl seine Leinwände mit koloristischem Sensualismus, malerischer Üppigkeit und vitalem Elan. So gelang es den „Neuen Wilden“, zu deren Hauptvertretern Scheibl zählt, die Malerei in den 1980er Jahren als Quelle für neue Entwicklungsströme zurückzuerobern.
Waren Scheibls frühe Werke durch eher monochrome Farbigkeit geprägt, so weisen die aktuellen Bilder eine poetische Farbenpracht auf. Expressivität und Materialität wurden abgelöst von sensitiv beruhigter Malerei und Transparenz. Die Bildfläche ist nunmehr eine fein modulierte Farbmembran, die das innere Licht durchdringen lässt und dem Betrachter ein Gefühl von tiefer Räumlichkeit vermittelt. Hubert Scheibls virtuose Gemälde zeigen, wie ausbaufähig das Medium der Malerei auch zu Beginn des 3. Jahrtausends noch ist. Seine monumentalen Leinwandbilder sind Fiktionen, zeitlose, mentale Raumkonstruktionen, die zur kontemplativen Betrachtung einladen und ungewöhnliche Seherfahrungen verschaffen. Sie sind Reisen ins Ich, in die Untiefen der persönlichen Psyche, die universell-archetypische Gefühle ansprechen und ausdrücken.
Dass Scheibl in den vergangenen Jahrzehnten als herausragender Vertreter einer abstrakt-sensiblen, gestenreichen Malerei unter den österreichischen Künstlern seiner Generation erkannt wurde, fand Niederschlag in der Biennale von São Paulo 1985, der Biennale di Venezia 1988 sowie in vielen internationalen Ausstellungen seiner Arbeiten und Ankäufen durch bedeutende Museen und Sammlungen (u.a. National Art Museum of China, Museum Würth, Museum of Contemporary Art in Helsinki, Centre Pompidou und Musée National d´Art Moderne in Paris, Kunstmuseum Liechtenstein, Universalmuseum Joanneum, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Essl Museum, Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum, Lentos Kunstmuseum in Linz, Museum Liaunig, Museum der Moderne in Salzburg, Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten, Albertina, Bank Austria Kunstforum, Belvedere, MUMOK, Sammlung Ploner, Strabag Kunstforum, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wiener Secession). Darüber hinaus wurde Hubert Scheibl 1992 mit dem Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst und 2014 mit dem Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

Karen Holländer

„Die 1964 in Tübingen geborene und in Wien lebende Künstlerin Karen Holländer ist eine der prägnantesten Malerinnen der österreichischen Kunstszene.“ (Silvie Aigner) In ihrer charakteristischen Bildsprache lässt sie sich von realen Situationen inspirieren, die sie um weitere Realitätsebenen ergänzt. So öffnet sich ein schier unendlicher Assoziationsraum. Zeitgemäße Themen reflektiert die Künstlerin in metaphorischer Weise mit wachem, teils ironischem Intellekt. Auch Blumen werden zu Sinnbildern des Lebens.
Holländer gelingt die Synthese aus Sprachwitz und existentiellen Themen ebenso wie jene aus kritischer Betrachtung und Ästhetik. Sie arbeitet nicht mit der Theatralik einer dramatischen Geste. Im Gegenteil. Ihre Bilder sind sanft und zurückhaltend, nicht aufdringlich, aber zutiefst eindringlich. Sie ist eine Meisterin der leisen Töne, eine kluge Geschichtenerzählerin: Poesie statt Pathos – so könnte man ihre Arbeiten beschreiben.

Mehr Weniger

Kategorie: Gegenwartskunst

Martin Schnur

Martin Schnur gilt als einer der kontinuierlichsten österreichischen Künstler im Bereich der figurativen Malerei. 1964 in Vorau in der Steiermark geboren, studierte er Anfang der 1980er Jahre an der Kunstgewerbeschule Graz Bildhauerei und wechselte 1985 an die Wiener Akademie der bildenden Künste in die Klasse von Joannis Avramidis, die er 1990 mit Diplom abschloss. Doch galt seine große Leidenschaft von jeher der Malerei. „Eigentlich wollte ich immer malen, doch eine Meisterklasse für Malerei hat es damals in Graz nicht gegeben“, so der Künstler. „Auch in der Zeit bei Avramidis habe ich immer gezeichnet und gemalt. Der Kunsthistoriker Wilfried Skreiner hat mir damals gesagt, dass ich eigentlich Maler bin und war fest davon überzeugt, dass dieses Medium sich in meiner künstlerischen Arbeit durchsetzen würde.“ Skreiner sollte Recht behalten. Dennoch ist Martin Schnurs bildhauerische Ausbildung nicht ohne Wirkung auf sein Œuvre geblieben, was im Interesse des Künstlers an Raum und Dreidimensionalität und der plastischen Darstellung seiner Protagonisten deutlich zum Ausdruck kommt.
In Schnurs aktuellen Werkserien sind Spiegel ein zentrales Element und vor allem hinsichtlich formaler Kriterien wichtig. Als Mittel der Bildkonzeption eingesetzt, eröffnen sie Möglichkeiten, Lichtreflexionen und -brechungen darzustellen, Verkürzungen, Verdoppelungen und Verzerrungen zu malen. Zudem reizen den Künstler auch denkbare philosophische Interpretationen: als Motiv gesellschaftlichen Durchdringung und Welterkenntnis ebenso wie als Membran zwischen realer und virtueller Welt.
„Im Spiel mit Versatzstücken der Wirklichkeit entwickelt Martin Schnur neue Realitäten und führt dem Betrachter damit vor Augen, dass Malerei letztlich eine Inszenierung ist, wenngleich auf höchstem Niveau.“ Silvie Aigner

Mehr Weniger

Kategorie: Kunst nach 1945

Hans Staudacher

Hans Staudacher wurde 1923 in St. Urban am Ossiacher See geboren und begann sehr früh als Autodidakt zu zeichnen und zu malen. 1950 übersiedelte er nach Wien, wo er rasch Anschluss an die kleine, aber aktive Kunstszene fand. Er trat der Wiener Secession bei und nahm an deren Ausstellungen teil. Frühe grau-schwarze kleinformatige Arbeiten wurden bald von größeren farbigen Gemälden abgelöst, in denen die individuelle Zeichensprache des Informel bereits erkennbar ist. 1951 entstanden erste tachistische Kunstharzbilder. Staudacher ging in den 1950er und frühen 1960er Jahren immer wieder nach Paris, wo er sich intensiv mit dem Werk von George Mathieu und dem Lettrismus, der Verbindung von Bild und Schrift, auseinandersetzte. Diese Einflüsse prägten fortan sein gesamtes Schaffen.
Staudacher arbeitete in Techniken der Malerei, Grafik, Collage und Druckgrafik. Typisch für ihn ist eine abstrakte, ausgesprochen musikalische Malerei, in der die spontane Geste zentrales Thema ist. Kalligraphische Schriftzeichen, Symbole, Notizen, aber auch Kartons und Papiere bindet er collagenartig ein.
„Kunst ist nicht Geschäft, sondern Freiheit der Seele, Freiheit des Raumes, Freiheit des Geistes – und es ist sehr wichtig, dass wir uns das erhalten“, so ein Zitat von Hans Staudacher, dessen Leitmotiv sowohl als Person als auch als Maler die Großzügigkeit war.
Hans Staudacher gilt heute als bedeutender österreichischer Vertreter der gestischen Malerei. In seinem Œuvre verbindet sich das lyrische Informel mit dem abstrakten Expressionismus zu einer einzigartigen, sehr persönlichen Handschrift, die in Österreich keine Parallelen besitzt.
All das, was als Nachweis für Bedeutung und Exklusivität eines Malers herangezogen werden kann, ist bei Staudacher in überreichem Maße vorhanden: Er war Mitglied der Wiener Secession, des Forums Stadtpark in Graz und des Kunstvereins für Kärnten. Wichtige Arbeiten zeigte er bereits 1953 in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz, 1956 in der Wiener Secession sowie im Stendeljik Museum in Amsterdam. Im selben Jahr vertrat Staudacher Österreich außerdem mit acht Bildern auf der 28. Biennale in Venedig.
Von den 1950er Jahren bis zur Jahrtausendwende folgten Ausstellungen u. a. in München, Paris, Köln, London, Maastricht, Boston, New York und São Paulo. 1965 wurde der Künstler anlässlich der Biennale in Tokio mit dem Hauptpreis ausgezeichnet und 1976 mit der Verleihung des Titels „Professor“ geehrt. Seine Werke sind weltweit in wichtigen Museen präsent und durch zahlreiche Monografien und Kataloge gut dokumentiert.

Mehr Weniger

Kategorie: One-Artist-Show

Drago J. Prelog

Der Künstler wurde 1939 in Celje (Slowenien) als Karl Julius Prelog geboren und übersiedelte 1944 mit seiner Familie in die Obersteiermark. Er besuchte zunächst die Klasse für dekorative Malerei an der Kunstgewerbeschule in Graz und studierte anschließend von 1958 bis 1962 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Albert Paris Gütersloh. Das Jahr 1959 markiert den Beginn seiner Ausstellungstätigkeit. Seitdem kann auf viele hundert Einzelpräsentationen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland ebenso verwiesen werden wie auf Ankäufe seiner Werke durch bedeutende Sammlungen, Ehrungen und die Rezeption seines Œuvres in Büchern und Katalogen.
Von 1969 bis 1979 hatte der Künstler einen Lehrauftrag für Malerei, 1974 bis 1997 für Schrift- und Schriftgestaltung an der Akademie der bildenden Künste in Wien inne.
Drago J. Prelog bildete nicht ab, sondern setzte Zeichen. Nach einer kurzen Phase, in der er sich naturalistischen Aktzeichnungen widmete, wandte er sich nach 1958 der Abstraktion zu. Dabei wurde Friedensreich Hundertwassers Manifest gegen die gerade Linie, das Prelog im Rahmen eines internationalen Kunstgespräches in Seckau kennenlernte, zu einem Meilenstein für sein zukünftiges Schaffen. Neben Hundertwassers Werken hinterließen auch die Gemälde von Josef Mikl einen starken Eindruck. In Prelogs eigenen Arbeiten, vor allem in den „Umlaufbildern“, als deren Geburtsstunde das Jahr 1977 gilt, wird die Bildmitte zum bestimmenden Faktor der Bildfläche. Alle vier Bildseiten sind objektiv gleichwertig. Es sind Spurenbilder, die aus Bewegungen beider Hände entstanden – mal ekstatisch, mal eher meditativ – aber stets als Resultat ritualisierten Handelns zu verstehen sind und in deren Bildmitte eine magische weiße Fläche frei bleibt. „Etwa vom Zentrum ausgehend suchen die Linien ihre Bahn, schielen zum Bildrand, bleiben jedoch hauptsächlich nebeneinander, übereinander, durcheinander. Jede Linie nimmt auf die vor ihr entstandene Bezug, jede Linie entsteht vor allem zum Zweck der Verdichtung der entstehenden Formation – einfach einer subjektiven Eingebung folgend. Man kann die entstehenden Gebilde nicht „Kompositionen“ nennen, sie werden nicht gemacht, sie wachsen. Dennoch haben sie als Ganzes gesehen, als komplexes Gebilde in der Bildfläche ihre kompositorische Richtigkeit“, so der Künstler.
Neben den berühmten „Umlaufbildern“ finden sich bei Drago J. Prelog Werkgruppen mit Alpinstrukturen, Steinen, Rudimentärformen, Mähbewegungen, Schuppenhäuten, Haut- und Rindenbildern, Balkenbildern, Achterbahnen, Kreuzalphabeten und zahlreichen weitere Bildgattungen. Besondere Beachtung verdienen seine skripturalen Arbeiten, wobei die Schrift dem Künstler ein weites Experimentierfeld bot, sowie die „Profilbilder“, die keineswegs als konventionelle Abbilder, sondern als Piktogramme zu verstehen sind.
So hat sich Prelog über die Jahrzehnte eine komplexe Bildsprache erarbeitet, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.

Mehr Weniger

Kategorie: One-Artist-Show

Drago J. Prelog

Werke in Museen und Sammlungen

  • Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Wien
  • Ferdinandeum, Innsbruck
  • Graphische Sammlung Albertina, Wien
  • Kulturamt der Gemeinde Wien
  • Kunstsammlung der Investkredit Bank AG, Wien
  • Kunstsammlung Bank Austria, Wien
  • Kunstsammlung Oberösterreichische Versicherung, Linz
  • Memorijalni centar „Josip Broz Tito“, Belgrad
  • Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien
  • Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
  • Niederösterreichische Gesellschaft für Kunst und Kultur
  • Nova galerija grada Zagreba, Agram
  • Rupertinum, Salzburg
  • Museum Salzburg
  • Sammlung Gegenwartskunst der Wirtschaftskammer Steiermark, Graz
  • Sammlung Otto Mauer, Erzbischöfliches Dom- und Diözesanmuseum, Wien
  • Skupština grada Sarajeva, Sarajevo
  • Stadtmuseum Linz
  • Museum Liaunig, Neuhaus/Suha
  • Museum Angerlehner, Wels
  • Lentos Kunstmuseum, Linz
  • Landesgalerie Oberösterreich, Linz
  • Belvedere, Wien
  • Wien Museum

Mehr Weniger

Kategorie: One-Artist-Show

Drago J. Prelog

Biographie

1939 Geburt von Karl Julius Prelog am 4. November in Cilli (Celje), Slowenien
1944  Übersiedlung nach Österreich
1954 bis 1958 Besuch der Bundesgewerbeschule in Graz, Abteilung für dekorative Malerei
1958 Aufnahme in die Klasse Albert Paris Gütersloh an der Akademie der bildenden Künste in Wien
1959 Erste Ausstellung in der Galerie „Zum Roten Apfel“ in Wien
1960 Bekanntschaft mit Monsignore Otto Mauer und Josef Mikl, Beteiligungen an Ausstellungen in der Galerie nächst St. Stephan in Wien (bis 1970)
1961 Hauptpreis beim Ausstellungswettbewerb „Geist und Form“ (ebenso 1964 und 1967)
1962 Prelog beschließt, die Akademie ohne Diplom zu verlassen, Aufenthalt in Schweden und Norwegen
1964 Studienaufenthalt in der Schweiz
1965 erste Reise ins ehemalige Jugoslawien
1966 Personalausstellung in der Galerie nächst St. Stephan
1968 Begleitausstellung zur Biennale in Venedig, organisiert von der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
1969 Beginn der Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste in Wien: Lehrauftrag für Malerei Meisterklasse Mikl bis 1972 und Hollegha bis 1979
1970 Mappe „Denkblasen“ (gemeinsam mit Martha Jungwirth und Franz Ringel), 1. Preis – Steirische Grafik ’70, Großer Kunstpreis des Landes Steiermark
1972 Retrospektive in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz, Preis des Wiener Kunstfonds
1974 Studienreise nach Mexiko und Guatemala, Lehrauftrag für Schrift und Schriftgestaltung an der Akademie der bildenden Künste in Wien
1978 Großformatige Profil- und Umlaufbilder, vermehrte Ausstellungstätigkeit im Ausland, ab 1978 regelmäßig bei Kunstmessen in Basel
1979 Anton-Faistauer-Preis, Zweite Ausstellung in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz
1982 Große Retrospektive im Künstlerhaus Salzburg und im Palais Thurn und Taxis / Künstlerhaus Bregenz
1984 Retrospektive an der Akademie der bildenden Künste in Wien
1986 Retrospektive im Landesmuseum für Kärnten in Klagenfurt
1994 Ausstellung im Kulturhaus in Graz, Videofilm „Atelierbesuch“ von Horst Gerersdorfer, Würdigungspreis des Landes Steiermark
1995 Rupertinum Salzburg, Präsentation der gesamten Druckgraphik
1996 Teilnahme an der 4. Internationalen Graphikbiennale in Belgrad
1999 Verleihung des Titels „Professor“
2002 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Salzburg
2004 Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark
2020 Drago J. Prelog stirbt am 12. 3. 2020 in Wien.

Mehr Weniger

Kategorie: One-Artist-Show

Drago J. Prelog

Die Drago Julius Prelog gewidmete One-Artitst-Show ist eine repräsentative Werkschau mit Gemälden aus verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers. Er setzte sich schon früh mit der Darstellung von Linien, Strichen und Schriftzeichen auseinander. 1967 erhielt er den Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung, 1968 nahm er an der Biennale Venedig teil. 1969 wurde er mit einem Preis der Neuen Galerie Graz ausgezeichnet. Von 1969 bis 1979 hatte der Künstler einen Lehrauftrag für Malerei, 1974 bis 1997 für Schrift- und Schriftgestaltung an der Akademie der bildenden Künste in Wien inne. Die Palette seiner Arbeiten reicht von Malerei über Zeichnungen und Druckgrafik bis hin zu den von ihm kreierten „Umlaufbildern", in denen sich jeweils ovale oder rechteckige Linienbündel um ein Zentrum formieren. Sie entstanden durch rituelle und meditative Armbewegungen, was eine gleichwertige Behandlung der Bildfläche von allen vier Seiten erlaubte. In ihnen überwinden Struktur und Rhythmik klassische Kompositionsprinzipien.

Mehr Weniger

Über uns

Galerie-Information

Als eine der traditionsreichsten Privatgalerien Österreichs bietet Galerie Szaal eine Plattform für hochkarätige Malerei und Skulptur. Hier wird Kunst als Passion gelebt. Die Selektion repräsentativer Arbeiten dokumentiert die Vielfalt zeitgenössischer Positionen und reicht von Geheimtipps bis hin zu Künstlerinnen und Künstlern, die heute zur internationalen Weltspitze zählen.
Die für die art KARLRUHE 2024 getroffene Auswahl aus dem Galerieprogramm umfasst Malerinnen und Maler, deren Œuvres sich als richtungsweisend im Kanon europäischen Kunstschaffens etabliert haben.
Die Galeristen teilen ihre Begeisterung für Kunst mit vielen privaten Sammlerinnen und Sammlern, die international auf ihre Expertise vertrauen, sowie mit namhaften Vertretern der Museenlandschaft wie dem Wien Museum, dem NÖ Landesmuseum, der Oberen Galerie Belvedere und dem Leopold Museum, die zu ihren Kunden zählen.

Mehr Weniger

Unternehmensdaten

Gründungsjahr

1921