Jeremy Thomas
Jeremy Thomas wurde 1973 in Ohio, USA geboren. Er lebt und arbeitet in Española, NM, USA.
Der amerikanische Künstler schweißt Stahlplatten aneinander, die dann in der Esse geschmiedet und mit hohem Druck mit Pressluft expandiert werden. Es entstehen so amorphe Gebilde, die mit typischen Bau- und Landmaschinen-Farben pulverbeschichtet werden. Seit einiger Zeit verwendet er auch irisierende Lacke, welche unter anderem in der Kosmetikindustrie Verwendung finden, und Acryl- oder Urethanverbindungen.
Bei einer Werkgruppe setzt Jeremy Thomas sich mit den chemischen Strukturen von Pigmenten auseinander. Ein Bespiel ist die Skulptur „Pigment White 6”, deren Form an die chemische Struktur von Titandioxyd (TiO2) erinnern soll. Um dies zu verdeutlichen wählt Thomas auch die dazu passende Farbe, nämlich Titanweiß aus.
Die Baumwoll-Arbeiten:
Jeremy Thomas ahnte bereits, dass sein eigentliches Medium nicht Stahl, sondern die Luft selbst ist, als er vor einigen Jahren seine „Air Paintings“ und „Wind“-Zeichnungen entwickelte. Mit der neuen Serie „aufgeblasener Werke“ aus genähter Leinwand hat sich diese Erkenntnis für ihn bestätigt. Es war zu Beginn der Pandemie, als er anfing mit der Leinwand zu experimentieren. Der „leichtere ökologische Fußabdruck“ der Hanffasern und der Ökologischen Baumwolle gefiel ihm. Er entwickelte einen neuen Prozess, um die Objekte zu kolorieren, mit einer größeren Farbvielfalt als beim Stahl. Die „Neuen“ erinnern an Formen in der Natur; tierische Wesen der Tiefsee, manche sogar mit leuchtender Phosphoreszenz, andere erotisch und sinnlich, schmiegen sich diese „Wesen“ gar um eine Ecke, „Wall-Pillows“ genannt.
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