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art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Galerie Commeter

Bergstraße 11, 20095 Hamburg
Deutschland
Telefon +49 40 326321, 0172 4522760
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Standort

  •   Halle 1 / H1/B02

Ansprechpartner

Carola Persiehl

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E-Mail
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Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Daniel Behrendt

„Den Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit bildet das Ausloten des Materials Ölfarbe. Dabei changieren meine Werke zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Figuration und Materialität. Parallel zu meiner gegenständlich akzentuierten Arbeitsweise in Öl auf Leinwand, Objekt und Installation konzentriere ich mich gegenwärtig verstärkt auf das Erstellen von Arbeiten auf Papier. Diese Arbeitsweise findet ihren Ursprung in meiner architektonischen Malerei und widmet sich, in noch reduzierterer Form, der puren Materialität von Ölfarbe und seinem Bildträger.“
Daniel Behrendt

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Kategorie: Fotografie

Laurent Chéhère

Die Serie „Flying Houses“ (Fliegende Häuser) von Laurent Chéhère präsentiert einen surrealen und poetischen Blick auf das alte Paris und wurde inspiriert von Künstlern wie Jules Verne, Hayao Miyazaki, Albert Robida, Moebius, Robert Doisneau, Wim Wenders, Federico Fellini, William Klein, Serge Gainsbourg, Marcel Carné und Jean Cocteau. Die Werke setzen sich mit diversen Themen wie Wohnraum, Architektur, Kino, Popkultur, Street Art und der Vergangenheit auseinander. Der Künstler löst die Gebäude aus ihrem städtischen Kontext. Er hebt die Häuser aus der Anonymität der Straße und lässt sie vom Leben, den Träumen und Hoffnungen ihrer Bewohner erzählen.
Für seine Montagen fotografiert Chéhère Hunderte von Details, die er dann wie ein Puzzle zusammenfügt. So entstehen in den großformatigen Werken viele neue Komponenten und hintergründige Bezüge, die verschiedene Interpretationen zulassen: aus der Nähe und aus der Ferne. Durch diese zusätzliche Perspektive gelingt es dem Künstler, vorgefasste Ideen und Meinungen als solche zu entlarven. Chéhère selbst liefert zwar einige Deutungsansätze, letztendlich bleiben die schwebenden Häuser aber offen für jede Interpretation. Vielmehr soll sich der Betrachter seine eigene Meinung bilden.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Russell Herron

Russell Herron hat mit vielen diversen Medien gearbeitet, meist waren seine Arbeiten konzeptuell. In den letzten Jahren wurde er für eine Reihe von Bleistiftzeichnungen von Kartongesichtern bekannt. Während der Lockdowns von 2020 bis 2022 zeichnete er mehr als 100 dieser kleinen Pappgesichter. „Als ich die Portraits dann verkauft habe, war es, als würden diese verlorenen Seelen ein Zuhause finden“, sagt er. „Die Leute schienen sich wirklich mit ihnen zu verbinden.“

Jede seiner Arbeiten aus dieser Reihe beginnt als Gesicht aus Pappe, das durch Schneiden, Einreißen oder Zeichnen auf gefundenem Karton entsteht, welches dann Herron akribisch als Bleistiftzeichnung reproduziert. „Sie sind wie Porträts, aber ohne Identität“, sagt er. „Sie sind alle beeinflusst von der Bildersuppe, die ich in meinem Kopf herumtrage; Zeichentrickfiguren aus der Kindheit, Filmstars, Kunstwerke, medizinische Lehrbücher, Fotografen, Albumcover, alles kommt irgendwie aus mir heraus.“

Diese Zeichnungen spiegeln sein anhaltendes Interesse an den großen Themen Identität, Geschichte und Ort wider, ein Anliegen, das seine gesamte Arbeit geprägt hat.
Russells Arbeiten befinden sich in Privatsammlungen auf der ganzen Welt. Er hat in Einzel- und Gruppenausstellungen in Großbritannien und Europa ausgestellt, darunter The Royal Academy Summer Show, INC Discerning Eye in den Mall Galleries und 'Draw 19', Society of Graphic Fine Art, Menier Gallery, London. Seine Arbeiten wurden mit diversen Kunstpreisen ausgezeichnet.

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Kategorie: Fotografie

Amanda Means

 
Tim Atkinson
„Ihre Verwandlung gewöhnlicher Haushaltsgegenstände in sublime Minimal Art ist nicht nur in der Glühbirnenserie zu sehen, sondern auch in den Schwarz-Weiß-Prints von Wassergläsern...Verschwitzte, zerbrochene und zerkratzte Gefäße füllen monumental den Rahmen und enthüllen die Schönheit im Alltäglichen.“

- Scott Hall

Amanda Means ist eine amerikanische Künstlerin und Fotografin und wurde für ihre kameralosen Bilder und ihre experimentelle Dunkelkammerarbeiten mit Blättern und Blumen und für ihre besonderen Schwarz-Weiß Fotografien von einfachen, alltäglichen Gegenständen wie Glühbirnen und Wassergläsern bekannt.

Sie interessiert sich in ihren Arbeiten für den Effekt, der von innen leuchtenden Objekte. Nicht das Licht auf dem gezeigten Objekt, sondern die Erzeugung von Licht aus dem Gegenstand heraus, sind ein Anliegen ihrer fotografischen Serien.

Means hat mit ihrer besonderen Schwarz-Weiß Print Technik für Künstler wie Robert Mapplethorpe, Roni Horn und die Smithsonian Institution gearbeitet. Sie wurde 2017 mit einem Guggenheim-Stipendium für Fotografie ausgezeichnet und lehrte an verschiedenen Universitäten und Kunstschulen.

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Kategorie: Fotografie

Steffen Diemer

 Steffen Diemer, geboren 1966 in Grünstadt, Deutschland, ist ein zeitgenössischer Fotograf, der einen poetischen und intimen Ansatz zur Erfassung der Essenz der Natur in seine Arbeiten einbringt. Seine Werke haben Anerkennung für ihre zarte, sensible und eindrucksvollen Qualitäten erlangt. Steffen Diemer setzt sich seit 2011 mit künstlerischer Fotografie auseinander. Diese Karriere wird bis heute durch eine unverwechselbare Ästhetik geprägt, die sich durch handgefertigte Arbeiten auf Schwarzglas auszeichnet, die er oft als einzelne Objekte behandelt, was die taktile und greifbare Natur seiner Kunst unterstreicht. Im Laufe der Jahre hat sich Steffen Diemer zu einer Figur in der Welt der Kunstfotografie entwickelt, mit einem Werk, das kulturelle und sprachliche Grenzen überschreitet.

Steffen Diemers künstlerische Reise begann sich zu entfalten, als er nach 20 Jahren Tätigkeit als Fotograf in Kriegs -und Krisenregionen einen Burnout erlitt und er im Zuge dessen sich und seine Arbeit kritisch hinterfragte. Seine hauptsächlich zwischen1994 bis 1998 gesammelten Erfahrungen mit der traditionellen japanischen Ästhetik und Philosophie hinterließ intensive Spuren in seiner fotografischen Sensibilität. Dieser Hintergrund, gepaart mit Spiritualität, der Respekt vor der göttlichen Schöpfung und die Liebe zur Literatur beeinflusst stark die meditativen und kontemplativen Qualitäten, welche die Arbeiten charakterisieren.

Steffen Diemers fotografischer Prozess zeichnet sich durch akribische Handwerkskunst und eine tiefe Verbindung zu den Motiven aus. Verwendung in seiner Arbeit findet hauptsächlich der über 170 Jahre alte Prozeß der Nassplatten Kollodion Fotografie. Die Körperlichkeit der auf Schwarzglas direkt belichteten Arbeiten, kombiniert mit ihrer intimen Größe, lädt den Betrachter ein, sich mit jedem Bild intensiv zu beschäftigen. Dieser Prozess ist eine bewusste Abkehr vom konventionellen und betont die Individualität und Einzigartigkeit jedes Fotos als Objekt der Kontemplation. Jede Arbeit ist ein Unikat.

Steffen Diemers Arbeit wurde ausgiebig in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Steffen Diemer-Fotografien befinden sich in renommierten Sammlungen. Seine Präsenz auf internationalen Kunstmessen unterstreicht den universellen Reiz und die dauerhafte Bedeutung, der unverwechselbaren Herangehensweise an die Fotografie, bei der jedes Bild zu einer poetischen Meditation über die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit wird, die in flüchtigen Momenten zu finden ist.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Lars Zech

Der Wortstamm für Dynamik wurzelt wie so oft, in der griechischen Sprache: Dýnamis steht für Bewegtheit, Schwung, Triebkraft und im weiteren Sinne auch für Schaffenskraft.
Unter Einheit lässt sich ein geschlossenes Ganzes verstehen, das vielschichtige, bisweilen gegensätzliche Elemente umfasst, wobei die einzelnen Komponenten und Polaritäten in ihrer Summe zu etwas Neuem vereinigt werden.
In einer lebendigen Einheit kann das bewegte Mit- und Gegeneinander fortgesetzt werden und wenn man die hier zu sehenden Skulpturen – analog zur Vorgehensweise eines Bildhauers – inhaltlich und formal betrachtet, wenn man sie sich von außen nach innen erarbeitet und sie so – angefangen bei Material und Oberfläche, weitergehend über Form bis hin zum Wesenskern erfasst, stellt man fest, dass sich der Begriff der dynamischen Einheit durchgängig anwenden lässt.

Unter dem Blickwinkel, dass Dynamik aktive und passive Veränderungen mit sich bringt, setzt sich der Spannungsbogen darin wie Lars Zech das Holz bearbeitet, fort. Die Kraft des Materials wird durch noch größere Kräfte gebrochen, der Baum wird geschlagen und erst dadurch, dass sein ursprünglicher Zustand aufgehoben wird, besteht die Möglichkeit, zu etwas anderem zu werden. Der schöpferische Prozess birgt es in sich, dass über eine fast gewaltsame Veränderung erst das Neue entstehen kann. Die ureigentliche Form wird zugunsten einer neuen Ästhetik und Lebendigkeit aufgegeben. Im Arbeitsprozess wird das Holz aus der eigenen Ruhe gebracht und durch eine Art Kräfteverschiebung in eine aktiv gestaltete Form gewandelt, an die automatisch auch eine bewusste Aussage gekoppelt ist. Die Idee einer Form wird hier aufs Wesentliche reduziert: Zwar wird einer möglichen Funktion Rechnung getragen, wesentlich wichtiger ist jedoch, dass eine skulpturale Entscheidung getroffen wird, die geprägt ist von den Gegebenheiten des Materials sowie der eigenen ästhetischen Vorstellung – was braucht die Form, was ist gut, was ändere ich, was lasse ich? – bis hin zu der Gewissheit – so und nicht anders muss der endgültige Zustand sein. Wiederum ist das Ergebnis geprägt vom Einsatz gegensätzlicher Gestaltungselemente: In sich ruhende Volumina werden von filigranen Strukturen unterbrochen und gemeinsam umschreiben sie in bewegten Linien die eigene Form und deren Umraum.

Durch die geschlossene Grundform, der sich eine fächerartige, sich öffnende Einheit anschließt, werden dynamische Öffnung und statische Geschlossenheit thematisiert. Lars Zech überlässt, nach einem ersten Eingriff, in dem das Holz in dünne Scheiben geschnitten wird, es wieder seinen eigenen Kräften: Auch dies ist ein Wechsel von aktiv und passiv, ein Wechsel von Kontrolle und unkontrollierter Entfaltung, die die Eigendynamik des Holzes unterstreicht und eine reizvolle, spannende Gegenüberstellung unterschiedlicher Tendenzen und Impulse aufbaut. Ob diese Arbeiten eher in einem figurativen oder rein abstrakten Kontext zu sehen sind, bleibt offen und kann individuell entschieden werden.

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Kategorie: Fotografie

Peter Mathis


Peter Mathis sagt, „Ich suche etwas in der Natur, doch was es ist, das weiß ich nicht.“ Weil er nichts finden will, das mit Worten zu beschreiben wäre. Nicht einzelnen Motiven gilt sein Interesse, sondern der Art, wie sich der Berg, der Wald oder die Blume im Gesamtzusammenhang zeigen und ihn auf eigenartige Weise berühren.
Seine Bilder sind Ausdruck dieses stillen Dialogs, dieser absoluten Offenheit für sein Gegenüber. Der ersehnte Moment kann nicht geplant werden, doch wenn er plötzlich da ist, besteht kein Zweifel mehr. Dieser „Ein-Klang“ mit dem Außen ist nicht darstellbar und muss im künstlerischen Werk „nachgeschaffen“ werden – „parallel schaffen zur Natur“, so nannte Paul Cézanne diese Arbeit.
Anders als der Maler, der seine Farben frei wählen kann, arbeitet Peter Mathis mit dem, was er vor Augen hat. Seine Mittel sind die Wahl des Ausschnitts, die Perspektive und der eine richtige Moment. Was nicht im Bild zu sehen ist, muss zu ahnen sein. Daher wird mit unendlicher Geduld justiert, bis die Aussage des Bildes „stimmig“ ist.
Mit bildnerischen Mitteln führt er Kräfte vor Augen, die auch in uns wirken und deren Spiel wir im Bild sinnlich „nacherleben“. Von monumentalen Gebirgen über Wälder und Berghänge bis hin zu kleinsten Details aus der Pflanzenwelt – überall geht es um Struktur, Ordnung und Zusammengehörigkeit, um Gegensätze, Dynamik und verteilte Gewichtung.
Die feine Balance der Abstufungen und das harmonische Verhältnis von Hell und Dunkel, von Linie zu Fläche und Raum lassen ahnen, wie ein natürlicher Ausgleich stattfinden kann. Im Sehen erleben wir, wie alle Elemente aufeinander bezogen sind und sich im Gesamtkosmos des Bildes gegenseitig stützen.
Peter Mathis‘ Bilder führen uns zum Ursprung dieser Erfahrung zurück. Sie wollen nicht anregen, einzelne Motive vor Ort aufzusuchen, sondern nähren unser tiefes Bedürfnis, die Natur als Ganzes und uns als Teil davon zu erfahren.

- Dr. Christiane Schmieger, Kunsthistorikerin

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