Anastasiya Nesterova (UA)
"…Die Landschafen von Anastasiya Nesterova vermitteln den Eindruck einer großen Weite, die uns in die Ferne zieht. Dennoch wäre es verkehrt, hier das Idyll von Meer und Fernweh zu sehen. In Zeiten des irreparablen Klimawandels stellt sich die Frage nach dem Naturbild in der Kunst und ihrer Verantwortung. Darf die Darstellung schön sein, während die aufgebrachte Natur um sich wütet? Ohnmächtig wird immer wieder deutlich, da die Kunst die Welt nicht mehr oder gar ›besser‹ rettet, als die Menschen selbst es könnten – wenn sie wirklich wollten. Irgendwie wird sie ja auch immer wieder gerettet. Müßten die Künste sich mehr engagieren? Also: Wie schön darf die Welt sein? Die Frage stand vielfach im Raum, in allen möglichen Kontexten. Sie kann sich heute jedoch nicht annähernd vergleichbar so stellen, wie vor über einem halben Jahrhundert, als sich die Künste am Pranger sahen nach den Gräueln des Nazireichs: Es ging nicht nur um eine Art Ächtung der Idylle als Wegducken vor der Realität, sondern um den Verdacht überhaupt, die Künste könnten von der Realität ablenken. … Das Diktum vom Versagen der Künste wurde zum Glück, auch schon von Adorno, relativiert. Die Abstraktion feierte nach 1945 die Befreiung von allen Ideologien, und das Menschenbild wie der Blick auf die Natur und deren Darstellung haben sich drastisch verändert. …" der Webseite der Künstlerin entnommen
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