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art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Chiefs & Spirits

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Niederlande
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  •   dm-arena / H4/L05

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Ebenezer Loye

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Unser Angebot

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: one:artist show

Oliver Czarnetta

1966 Born at Birkesdorf, Düren, Germany
1992 Final examination as apprentice stonemason. Working since then as an independent artist.
1993-2004 Studies: History of Art, Philosophy; PhD, Aachen, Germany
2007-2009 Artistic member of staff at Institut für Kunstwissenschaft / Institute of Art History and Theory at University of Koblenz, Germany
2012-2015 additional studio in Leipzig, Germany
2015- lives and works in Aachen, Germany
Selected Exhibitions
Czarnetta has exhibited his work extensively all over the world
2025 Art Miami with Galerie Chiefs & Spirits
Kunstrai Amsterdam , Art Palm Beach, Florida, New York, Austin, Texas
Los Angeles Art Show

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Kategorie: Gegenwartskunst

Antje Flotho

Antje Flotho

VITA
1982 -89
Studium Bildende Kunst an der HBK Braunschweig bei Prof. Hinnerk Schrader, Alfred Winter-Rust – Diplom, Meisterschülerin
1989/90 Residenzstipendium Land Niedersachsen, Atelierhaus Worpswede
1991 Reisestipendium Japan/ Hokkaido
lebt und arbeitet in Hamburg
Mitglied BBK Hamburg
___________________________________________________________________
EIN GEDANKE GEHT IN BEWEGUNG:
und der Faden - geworfen, gestreut, geführt, gezogen und gerollt – folgt ihm
Im Abspulen, Ziehen, Laufen lassen, durchläuft er die Körperform immer wieder.
Und zeichnet sich wie eine zweite Haut – eine Silhouette.
Filigrane Liniengeflechte werden Gewebe, Nervenfasern, Muskelzellen, Wirbelkörper.
Das industriell hergestellte Garn emanzipiert sich als künstlerisches Material;
öffnet sich zu poetischer Metapher und gewinnt eine neue Ausdrucksform für die Zeichnung.
Die transparente Rahmung auf Acrylglas lässt die Schwerkraft weichen – die Figur scheint zu schweben
Und so wird der Faden selbst zu einem dreidimensionalen Körper.

A THOUGHT GOES INTO MOTION:
and the thread – being thrown, scattered, guided, pulled and rolled follows
while unwinding, pulling, running, it forms bodily shapes – over and over again.
It draws itself in many layers to form a silhouette.
And filigree meshes of lines become its tissue, nerve fibres, and muscle cells.
The industrially produced yarn emancipates itself as an artistic material;
And while opening up poetic metaphors the thread drawing gains a new form of expression.
Transparent acrylic glass frames stimulate a sense of weightlessness – the figure seems to float.
Eventually, a planar thread becomes a three-dimensional body.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Kerstin Vegelahn

Eine Künstlerin, deren Hamburger Herkunft beim Betrachten ihrer Bilder in Erstaunen versetzt; so anders stellt man sich die Kunst aus Deutschlands Norden vor! Strahlende Farbflächen, amorphe Strukturen, vereinzelt bunte Punkte sich einer exakten Anordnung zumeist entziehend. Dazu und dazwischen oftmals kleinere, andersfarbige Gebilde, die mitunter einen mutigen Kontrast zum Bildgrund bieten, zum Beispiel hellblau zu gelb. 

Kerstin Vegelahn’s langjähriges Leben und Arbeiten in Asien, das Studium an der Kunstakademie in Barcelona sowie ihr durch viele Reisen geprägtes Weltbürgertum haben das Fundament dieser kreativen Handschrift gelegt. Ihre besondere künstlerische Ausdrucksform wurde durch umfangreiche visuelle Eindrücke auf unterschiedlichen Kontinenten inspiriert. Sie hat es sich nicht leicht gemacht. Im Gegenteil – und das beweisen ihre Werke – hier ist eine forschende, mit sich ringende Malerin unterwegs, die so viel mehr will und zeigt als gefällige Farbsegmente auf einer farblich interessanten Leinwand zu präsentieren. 

Die ureigenen Farben von Kerstin Vegelahn bestehen aus speziellen Pigmenten, die in reines Bienenwachs, zuvor erhitzt, eingebracht werden. Lage für Lage werden dann unterschiedliche Farben auf die Leinwand aufgetragen. So entstehen Bildoberflächen von einer gewissen Massivität, die in einem zweiten Arbeitsschritt mit eigens von ihr entwickelten Werkzeugen geöffnet werden, sich dem Bildgrund entgegenarbeitend. Das herausgearbeitete Material wird wieder eingeschmolzen, dient danach – zusätzlich zu den Pigmentfarben – der Herstellung einzigartiger „Vegelahn-Farben“ für die Bildbeschichtung. 

Diese zahlreichen und aufwändigen Arbeitsschritte, die Tage, manchmal Wochen in Anspruch nehmen, bedingen einen Prozess, der die Künstlerin in ihrem Atelier oftmals alles um sich herum vergessen lässt. Nur so wahrscheinlich können die zunächst fremdartig wirkenden Gebilde in den Bann schlagen, unsere eigenen Assoziationen anregend. Sind es vielleicht Erdteile, sind es Computer-Platinen, ein Blick ins Weltall, die Reise in unsere Gedankenwelt – angeordnet, verwirrend und verloren zugleich?

Kerstin Vegelahn´s Hineinbohren in den Bildgrund mit der zusätzlichen Kennzeichnung eines jeden „Bohrloches“ durch eine wunderbar- polychrome Farbigkeit (auf den ersten Blick gleichen sie glänzenden, buntglasierten Porzellanköpfen) fesseln den Blick des Betrachters fast zwangsläufig. Das dahinterstehende Ringen mit der Bildfläche, in das die Künstlerin so überbordende Kreativität einfließen lässt, ermöglicht bei der Konfrontation mit dem fertigen Kunstwerk eine immer seltenere Erfahrung – Innehalten, Entdecken, schließlich Freude, wenn dieses gelingt. Das Strahlen der Farben wirkt wie ein Lockmittel, heranzutreten an eines der Bilder. Wer sich darauf einlässt, hat die Chance zu einer Reise in die eigene Fantasiewelt. Mit ihrer außergewöhnlichen Arbeitstechnik, der wunderbaren Farbigkeit schafft die Hamburger Künstlerin eine überraschend inspirierende Kunsterfahrung.

Juliana Schaart, M.A.
September 2021

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Kategorie: Gegenwartskunst

Edvardas RFacevicius

Der grobe Schnitzer aus Litauen
Wie der Priesteranwärter Edvardas Racevičius zum Bildhauer kleinformatiger Holz-Skulpturen wurde

 

Der 1974 in Klaipėda geborene Edvardas Racevičius kam schon in seiner Kindheit das erste Mal mit Kunst und deren Methodik in Kontakt. Bereits mit 9 Jahren begann seine Ausbildung in der Gestaltung auf einem Kunstgymnasium in seinem Geburtsort in Litauen. Die Disziplinen Malerei und Grafik empfand er allerdings stets als Qual und die Beendigung der Klasse als „wahre Erleichterung“. Von der folkloristischen Kunst seiner Heimat, wo man mitten im Wald plötzlich auf einen am Baum befestigten Engel stoßen kann, war er gleich fasziniert und auch die in Litauen geläufigen traditionellen Ikonen hat er unzählige Male geschnitzt. Die Verbundenheit von Mensch und Natur, Bild und Abbild ist daher tief verwurzelt, Holz als künstlerisches Material zu nutzen eine Eingebung. Auch der Aufenthalt im Priesterseminar von 1992 bis 1995 konnte seine Passion als Holz-Bildhauer nicht stoppen, im Gegenteil intensivierte sich seine künstlerische Auseinandersetzung mit einem der ältesten handwerklich genutzten Materialien nur noch. Zwar wandte er sich doch vom Berufswunsch des Priesters ab, nicht aber ohne 1997 sein Theologie-Studium an Pädagogischen Universität Vilnius zu beenden. 

 

Direkt im Anschluss listet seine Vita nur noch den Beruf Bildhauer auf, der er im Grunde schon immer war. „Ich habe in meinem Leben nie gearbeitet, keinen anderen Beruf erlernt und keine anderen Fähigkeiten“, sagt er selbst. Aussagen wie diese, machen ihn zum beneidenswerten Freigeist, der noch kein festes Zahnrad in der oft unberechenbaren Maschinerie des Kunsthandels geworden ist, wenngleich schon einige Galeristen angeklopft haben. Heute lebt und arbeitet Racevičius in Greifswald, der Stadt, die Kunstfreunden vor allem als Geburtsort des frühromantischen Malers Caspar David Friedrich geläufig ist. Der Liebe wegen zog der Litauer 2002 endgültig nach Deutschland.

Sein Material beschafft sich der Künstler vor allem von der Stadt, wenn wieder alles gestutzt und beschnitten wurde. Der „Abfall“ ist seine Grundlage. Bevorzugt arbeitet er aufgrund der einheitlichen Farbe und leichten Bearbeitungsmöglichkeiten mit Linden- und Pappelholz. Aber auch Geäst und hölzerne Haushaltsgeräte schaffen es in sein Atelier. Immer aus einem Stück schnitzt er dann seine Kunstwerke, die stets auf dem Spiel mit dem vorgegebenen Material basieren. So offenbart sich etwa eine männliche Figur von 2012 mit Auswüchsen wie Krebsscheren an den Armen; eine andere winzige Variante aus dem gleichen Jahr hingegen (6 x 1,9 x 1,3 cm) blickt auf die ganze Welt von einem Besenstiel herab.
Dabei steht für den Künstler, der sich selbst keineswegs als intellektuell beschreibt, das existenzielle Moment im Vordergrund. Universelle Fragen, wie „Wer bin ich?“, „Woher komme ich?“ und „Wohin gehe ich?“ liegen so stark im menschlichen Wesen verwurzelt, dass sie auch in den Metamorphosen zwischen Mensch und Natur von Racevičius zum Tragen kommen. Die Grenzerkundungen, wo das Material aufhört und die menschliche Figur anfängt, gehören dabei zum Kern seiner Kunst. Der unbekümmerte Umgang mit Übergängen und Barrieren und unserer diffizilen Wahrnehmung lassen Figuren entstehen, die zwischen Scherz und Groteske changieren. Wenn man also die Figur mit dem gespaltenen Schädel betrachtet (o.T., 2013), erkennt man den Humor, „aber ein bisschen Schmerz ist auch dabei“.

Die absurd-bizarren Kompositionen schöpfen ihre Kraft aus der Manipulation, der Zerlegung und oft groben Bearbeitung des Holzes sowie aus dem Spiel mit Proportionen, Oberflächen und Strukturen, das die für uns zwar erkennbare, aber in ihrer Ordnung diffrakte Welt repräsentiert. Der – wie so oft in schwarz und weiß gekleidete – Herr, dem vorne wie hinten gleich ein ganzes Bündel Äste durch die Bauchhöhle ragt, verdeutlicht ebenso wie diejenige Figur, die buchstäblich ihren Kopf verliert (o.T., 2013) auf eindringlichste Weise, dass „das Groteske dazu neigt, all das hervorzuheben, was die biologisch-materielle Grundlage und die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers betrifft“ (Elisheva Rosen).

 

Racevičius’ Geschöpfe zeugen jedoch nicht allein von einem grotesken Potenzial, sondern ebenso von einer ungeheuren „metaphorischen Gewalt“, wie sie Martin Seel einmal beschrieb. Sie schockieren, wirken brutal, bedrohlich und surreal, erscheinen ihrerseits als gewaltsam, obwohl ihnen keine Darbietung von direkten Gewaltvorgängen innewohnt und bringen uns Betrachter, die es gewohnt sind über Tod und Vergänglichkeit scherzend Kunst zu betrachten, sonderbarerweise zum Lächeln.

Denise Wiedner

 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Stefan Gross

Stefan Gross, born in Bendorf Germany, apprenticed as a practitioner of stained glass manufacture. During his apprenticeship he was surrounded by coloured glass and learned to think in color. In 1988 he became a master of the practice and also concluded it by taking up studies of painting at art school HBK Saar, Saarbrücken. After his studies which he completed cum laude, he moved to the Netherlands. Here he lives and works, always seeking to develop new painting techniques. In ca. 2006 he developed a material of his own he now predominantly uses: "oil plastic". It results from dyeing an industrial plastic with classic oil paints. It is surface and paint in one and enables Stefan Gross to extend the painted surface three-dimensionally. "Oil plastic" is translucent and behaves, at a relatively low temperature, like glass. In his work, Stefan Gross depicts, in a colorful way, the fall of a society based on growth. "The world is a serious place these days. This is a problem I address in my work." He shows the beauty and potential of industrial production in a look back on the times in which we now live.

Collection of

• Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam
• Van den Broek Foundation
• Netcompany
• Museum LAM Lisse

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Kategorie: Gegenwartskunst

Toyin Loye

Toyin Loye studied Fine Art at Obafemi Awolowo University in Ile Ife. His work has been exhibited in solo and group exhibitions in Nigeria, Senegal, Argentina, Indonesia, Japan, South Korea, United Kingdom, Australia, United States, Germany, Spain, Norway, Belgium and the Netherlands. Toyin was commissioned by FIFA along with Andreas Gursky, Luo Brothers, Markus Lupetz and others to create the official Art Poster for the Germany 2006 World Cup. He lives and works in The Hague, The Netherlands.

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