Menu
art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Thole Rotermund Kunsthandel

Koppel 38, 20099 Hamburg
Deutschland
Telefon +49 40 68876988, +49 172 4212822
Fax +49 40 68876989
info@rotermund-kunsthandel.de

Standort

  •   Halle 1 / H1/B04

Unser Angebot

Kategorien

  • 2  Kunst nach 45

Kunst nach 45

  • 3  Gegenwartskunst

Gegenwartskunst

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Kunst nach 45

Eduard Bargheer

Bargheer, fast fünfzigjährig, findet um 1950 seinen reifen Stil. In diesen Jahren werden seine Werke zunehmend abstrakter, wie unsere Arbeiten zeigen. Die Aquarelle scheinen in seiner Leichtigkeit und Transparenz die Formen aus Licht zu gestalten: die zarten Farbfelder gehen hier vorsichtige Verbindungen ein, sind dort von ausgesparten Papierflächen und -stegen luftig durchbrochen.
Die Faszination für den Süden zieht sich wie ein roter Faden durch das künstlerische Schaffen Eduard Bargheers. Namentlich die im Golf von Neapel gelegene Insel Ischia und der Küstenort "Forio" wird sein ganz persönlicher Sehnsuchtsort, der sein künstlerisches Schaffen nachhaltig prägt. Das Licht des Südens, das Meer, die elementare Formenwelt der Vegetation und die von Bergen und Tälern zerklüftete der Landschaft geben dem Künstler immer wieder Anlaß für neue Bildschöpfungen.

Mehr Weniger

Kategorie: Klassische Moderne

Lyonel Feininger

Ein Schwerpunkt unserer Präsentation liegt auf Arbeiten des großen Meisters der Klassischen Moderne: Lyonel Feininger. Neben ausdrucksstarken Holzschnitten zeigen wir auch ein besonders schönes Blatt aus der Serie der „Ghosties“, jenen skurril anmutenden abstrahierten Figuren, die in den 1950er Jahren entstehen und die der gelernte Karikaturist als Geschenke für Familie oder Freunde zeichnet.

Feiningers Weg vom gefragten Karikaturisten zum Künstler ist eine stetige Erprobung unterschiedlichster Techniken und künstlerischer Ausdrucksmittel und sollte erst durch ein Kubismus-Erlebnis 1911 in Paris in eine für ihn wegweisende Richtung gelenkt werden: Natüreindrücke müssten "innerlich umgeformt und crystalisiert [!]" werden, hat er schon 1907 in einem Brief an seine zweite Frau Julia festgestellt – eine Einstellung, die später in der geometrisch-reduzierten Bildlichkeit mündet. Und ein entscheidendes künstlerisches Kapitel einleitet, für das der Künstler bis heute Bewunderung findet: die Welt kristallin zu gestalten. Ab 1905 widmet sich Feininger zunehmend druckgrafischen Methoden, wobei ein Großteil seiner herausragenden Holzschnitte erst zwischen 1918-20 entstehen, für die er noch heute als bedeutendster Holzschneider des 20. Jahrhunderts gefeiert wird.

Mehr Weniger

Kategorie: Klassische Moderne

August Macke

Bereits im Jahr 1905 unternimmt August Macke seine erste Italienreise. Im Frühjahr 1908 folgt eine weitere, er bereist diesmal zusammen mit seiner späteren Verlobten Elisabeth Gerhardt und deren Familie nochmals Italien, u.a. Siena und Florenz sind Mackes Ziele – seine Frau hält die Erlebnisse in ihren Tagebuchaufzeichnungen fest. Stilistisch spiegelt unsere in lockerer, impressionistischer Malweise angelegte Studie die seit seiner ersten Paris-Reise 1907 starke Beeinflussung durch die französischen Künstler wider. Etwa Paul Cézannes atmosphärisch-zarte Lichtmalerei findet Eingang in Mackes Werk, worüber diese kleine Arbeit ebenfalls Zeugnis ablegt.
Unsere Öl-Studie zeigt vermutlich ein Motiv aus der Gegend Umbriens oder der Toskana. Macke deutet Sehenswürdigkeiten wie Klöster oder Burgen, umgeben von Gärten mit Pinien, Oliven-, Lorbeer- oder Zypressenbäumen an und erfaßt diese in erdfarbenen, zur mediterranen Landschaft passenden Tönen.
Unbedingt erwähnenswert ist auch unsere Auswahl an zauberhaften kleinen ornamentalen Skizzen und Entwürfe von August Macke, die nachhaltig von der enormen zeichnerischen Produktivität des Künstlers zeugen. In Mackes kleinformatigen Entwürfen und Skizzen wie diesen spiegelt sich sein Genie wie ein Destillat wider. In ihrer Vielfalt und Strahlkraft beweisen sie seine unermüdliche Meisterschaft und Experimentierlust. Ebenfalls gelten sie als unmittelbarer Ausdruck der unermüdlichen Suche des Künstlers nach neuen Formen und seiner tiefen Liebe zur Natur. 

Mehr Weniger

Kategorie: Klassische Moderne

Gabriele Münter

Gabriele Münter ist eine zentrale Künstlerin des "Blauen Reiter". Sie experimentiert intensiv mit Drucktechniken, besonders mit dem Linolschnitt, und erkundet so die expressive Kraft von Farbe und Form. Es entstehen eindrucksvolle, museale Handabzüge wie "Kandinsky am Harmonium" und "Schlafendes Kind", von denen nur sehr wenige Exemplare existieren. Das Charakteristikum von Münters Linolschnitten ist die Flächigkeit, die klare und sichere Linienführung, die Komprimierung der Form und der gekonnte Umgang mit Licht- und Schattenpartien.
Darüber hinaus trägt Münter wesentlich zur Entwicklung der expressiven Malerei bei, indem sie Farbe als wesentlichen Ausdrucks- und Stimmungsträger des Bildes einsetzt und dabei Formen stark vereinfacht. So hält sie zeitlebens auch zahlreiche Blumenstücke fest. Der farbintensive Zinnienstrauß in einem rustikalen Steingutkrug wirkt in seiner Schlichtheit wie frisch im eigenen Garten gepflückt.

Mehr Weniger

Kategorie: Klassische Moderne

Hermann Max Pechstein

Unsere Zeichnung repräsentiert Pechsteins gefragten expressionistischen Brücke-Stil, der durch äußerst kraftvolle Farbsetzung beeindruckt, die Freiheit und Ekstase von Form und Farbe sind dabei entscheidende Merkmale. Pechstein ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere und sein Hang zum Kolorismus, der u.a. auf seine Parisreise 1907/08 und den Einfluß von Matisse bzw. den französischen Fauvismus zurückzuführen ist, kommt auch in unserer farbfrischen Zeichnung nur Geltung. Laut Alexander Pechstein wurde sie wahrscheinlich aus einem Skizzenbuch von Max Pechstein herausgetrennt.
Es handelt sich um eine Vorzeichnung zu Pechsteins Ölgemälde "Bildnis Charlotte Cuhrt" aus dem Jahr 1910. Dieses bedeutende Werk befindet sich seit 2022 als Schenkung in der berühmten Londoner National Gallery of Art. Pechstein führt das Bildnis für ein schwarz gebeiztes Möbelstück aus, als Teil eines umfassenderen Dekorationskonzepts des Architekten Bruno Schneidereit für die großzügige Wohnung der Cuhrts im Kurfürstendamm 152 in Berlin. Die portraitierte Charlotte ist 15 Jahre alt und Tochter von Max Cuhrt, dem erfolgreichen Anwalt und Förderer der Avantgarde. In der Zeichnung ist bereit alles Wesentliche angelegt, die in Rot gekleidete, mit dunklem Hut auf vor einem gelben Schrank sitzende Dargestellte. Pechstein nutzt hier – ebenso wie im Gemälde – die starken komplementären Farbkontraste Rot-Grün und Blau-Gelb, mit denen er maximale Leuchtkraft und Präsenz erreicht.

Mehr Weniger