August Macke
Bereits im Jahr 1905 unternimmt August Macke seine erste Italienreise. Im Frühjahr 1908 folgt eine weitere, er bereist diesmal zusammen mit seiner späteren Verlobten Elisabeth Gerhardt und deren Familie nochmals Italien, u.a. Siena und Florenz sind Mackes Ziele – seine Frau hält die Erlebnisse in ihren Tagebuchaufzeichnungen fest. Stilistisch spiegelt unsere in lockerer, impressionistischer Malweise angelegte Studie die seit seiner ersten Paris-Reise 1907 starke Beeinflussung durch die französischen Künstler wider. Etwa Paul Cézannes atmosphärisch-zarte Lichtmalerei findet Eingang in Mackes Werk, worüber diese kleine Arbeit ebenfalls Zeugnis ablegt.
Unsere Öl-Studie zeigt vermutlich ein Motiv aus der Gegend Umbriens oder der Toskana. Macke deutet Sehenswürdigkeiten wie Klöster oder Burgen, umgeben von Gärten mit Pinien, Oliven-, Lorbeer- oder Zypressenbäumen an und erfaßt diese in erdfarbenen, zur mediterranen Landschaft passenden Tönen.
Unbedingt erwähnenswert ist auch unsere Auswahl an zauberhaften kleinen ornamentalen Skizzen und Entwürfe von August Macke, die nachhaltig von der enormen zeichnerischen Produktivität des Künstlers zeugen. In Mackes kleinformatigen Entwürfen und Skizzen wie diesen spiegelt sich sein Genie wie ein Destillat wider. In ihrer Vielfalt und Strahlkraft beweisen sie seine unermüdliche Meisterschaft und Experimentierlust. Ebenfalls gelten sie als unmittelbarer Ausdruck der unermüdlichen Suche des Künstlers nach neuen Formen und seiner tiefen Liebe zur Natur.
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