Die Ausstellung „Guy de Lussigny, Seite an Seite, die 1950er–1970er Jahre“ beleuchtet zwei prägende Jahrzehnte im Schaffen des Künstlers, die von einer entscheidenden Weiterentwicklung seiner Bildsprache geprägt sind. Anhand einer Auswahl an Gemälden und Zeichnungen veranschaulicht die Ausstellung den Wandel von der strukturierten Figuration zur radikalen geometrischen Abstraktion.
Das Quadrat erweist sich zunehmend als grundlegende Form seines Werks und wird in vielfältigen Kompositionen erforscht, in denen Kraft, Rhythmus und Balance den Bildraum strukturieren. Gleichzeitig löst sich die Farbe von ihrer beschreibenden Funktion und wird zu einer eigenständigen Sprache, die Spannung und Lebendigkeit vermittelt. Die nebeneinander präsentierten Werke offenbaren die Kohärenz und Kontinuität einer anspruchsvollen Auseinandersetzung und etablieren Guy de Lussigny als eine der führenden Figuren der geometrischen Abstraktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.