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art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Sina Stockebrand Kunsthandel & Beratung

Am Walde 6, 38173 Veltheim (Ohe)
Deutschland

Standort

  •   Halle 1 / H1/B17

Ansprechpartner

Sina Stockebrand

Telefon
+49 (0)176 32113423

E-Mail
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Unser Angebot

Kategorien

  • 3  Gegenwartskunst

Gegenwartskunst

  • 5  one:artist show

one:artist show

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Kunst nach 45, one:artist show

Reinhold Koehler

Das Prinzip der Collage oder wie bei Reinhold Koehler der Décollage erzwingt vom Künstler klare Ideen bezüglich Raum und Volumen. Es ist ein bewusster, aktiver künstlerischer Akt von Zerstörung und Wiederaufbau, eine Absage an die perspektivische Kunst und die perfekte, glatte Oberfläche. Dabei vernachlässigt man jede Realität zugunsten einer freien Auseinandersetzung mit Form und Raum. Die sparsame Verwendung von Farbe lenkt die Aufmerksamkeit auf das feine Spiel der Kratzspuren, Ritzungen, Schnitte und Risse. Wie kaum ein anderer Künstler hat Reinhold Koehler, dessen Werk bislang nur wenigen Interessenten bekannt ist, das Prinzip der Décollage und ihrer ästhetischen Möglichkeiten seit 1957 bis zu seinem frühen Tod 1970 erschlossen und durchexerziert. Koehler gelingt mit seinen Décollagen ein ganz individuelle Poesie der Destruktion. Gerade die Kriegsgeneration, deren Leben über Jahre durch Entbehrungen und Verletzungen geprägt war, hat destruktive Tendenzen tagtäglich erlebt und häufig auch selbst ausführen müssen. Auch Koehler diente als Soldat bevor er nach Verleztung und Lazarettaufenthalt sich ab 1945 ausschließlich seiner künstlerischen Tätigkeit widmete. "Während der Destruktion im gemeinhin etwas nicht-Ästhetisches anheftet, ist es Koehler gelungen, der Zerstörung in einer ganz eigenen Bildsprache das Moment des Poetischen zu verleihen" schreibt Petra Oelschlägel über den Künstler als Existenzialisten.

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Kategorie: Kunst nach 45

Carl Krasberg

Prof. Carl Krasberg, geboren 1946, ist ein Vertreter der Konkreten Kunst. Von 1966 bis 1971 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel, u.a. bei Prof. Fritz Winter. Von 1972 bis 1976 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität (TH) Karlsruhe im Fachbereich Architektur tätig, wurde er bereits 1977 an die Fachhochschule Düsseldorf berufen. Seine dortige Professur im Fachbereich Architektur (PBSA) hielt er bis 2011 inne. Neben der dortigen Lehrtätigkeit, arbeitete Krasberg als freischaffender Künstler. Die grundsätzliche These Krasbergs ist, dass Form und Farbe immer eine Einheit bilden: Formen tragen Farbe und Farbe wird von der Form begrenzt. Die Grundformen, die in Krasbergs Arbeiten Verwendung finden, sind elementar: das Quadrat oder das Rechteck (gelegentlich bis zur Linie gestreckt). Sie bilden ein Grundraster für den Bildaufbau, in welches die Farbe eingesetzt wird. Zu Stufenreihen geordnet (von Farbe zu Farbe oder von Farbe zu Unfarbe) werden die Farben eingesetzt, wobei zwischen den Farbstufen immer eine Rastereinheit frei bleibt. Die so entstehenden Zwischenräume werden ebenfalls mit Farbreihen gefüllt, meist gegeneinander versetzt, verschoben oder gedreht sodass im Ergebnis die gesamte Bildfläche farbig ist. Jede Farbe, jede Farbnuance erhält den gleichen Flächenanteil der Bildfläche (gleiche Farbquanten). Farben etwa gleicher Helligkeit oder Dunkelheit ziehen sich zu Horizontalen oder Vertikalen zusammen und es entsteht durch die Programmierung von Farben ein Geflecht oder eine Struktur, die kaum vorhersehbar ist. Die Bildfläche beginnt zu pulsieren, optisch vor und zurückzuspringen. Die verwendeten Farben werden vom Künstler selbst gemischt. Diese Arbeitsweise erfordert Zeit, Geduld und vor allem Akribie. Die Bilder sind von hoher Komplexität und technischer Sorgfalt geprägt, jedes für sich ist ein eigenes Forschungsprojekt zum Thema Farbwirkung, ein mathematisch wissenschaftliches Herantasten an die perfektionierte Ästhetik.

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Kategorie: Kunst nach 45

Kuno Gonschior

Kuno Gonschior studierte von 1957 bis 1961 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Otto Götz und anschließend bis 1963 an der Universität zu Köln. Schon früh wandte er sich vom informellen Stil seines Lehrers ab und begann, sein eigenes Thema in der Malerei zu finden. Er konzentrierte sich auf die Farbe als eigenen „Forschungsschwerpunkt“, das heißt, er forschte und experimentierte in serieller Arbeitsweise mit der Wirkung verschiedener Effekte und Einsatzmöglichkeiten der Farben. Dabei ist die Punktmalerei als Weiterentwicklung des Impressionismus zur totalen Abstraktion vorherrschend. Die Serien Gonschiors entstanden oft mit nur minimalen Nuancenvariationen, was einem experimentellen, beinahe wissenschaftlichen Vorgehen gleicht. Anstelle von Fertigfarben wurden reine Pigmente verwendet. Anfang der 1960er Jahre experimentierte Gonschior mit Leuchtfarben, um intensive Farbräume zu erzeugen, auf die er komplementärfarbene Punkte setzte. Diese Komplementärkontraste erzeugen in ihrer Struktur visuelle Vibrationen und Nachbilder im Auge des Betrachters. Auf wissenschaftlicher Basis forderte Gonschior somit die Sehgewohnheiten der Betrachter heraus. Im Gegensatz zur damals aufkeimenden Op-Art, die mit illusionären Effekten spielte, konzentrierte sich Gonschior auf echte physiologische Reaktionen wie Nachbilder oder flirrende Effekte auf der Netzhaut.

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