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art karlsruhe
Eine Veranstaltung der

Galerie Bengelsträter

Hermannstraße 23, 40233 Düsseldorf
Deutschland

Hallenplan

art karlsruhe 2025 I Klassische Moderne und Gegenwartskunst Hallenplan (Halle 1): Stand H1/B26

Geländeplan

art karlsruhe 2025 I Klassische Moderne und Gegenwartskunst Geländeplan: Halle 1

Ansprechpartner

Jutta Bengelsträter-Ewest Werner Ewest

Telefon
+491712340409

E-Mail
info@bengelstraeter.com

Unsere Künstler

Künstlerdetails

Kategorie: Gegenwartskunst

Silke Leverkühne

1953 in Rendsburg geboren, studierte Silke Leverkühne von 1971 bis 1975 Malerei bei Norbert Kricke und André Thomkins an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss 1978 das Studium als Meisterschülerin bei Alfonso Hüppi ab. Von 1975 bis 1976 studierte sie Malerei an der Accademia di Belle Arti in Florenz.

Als Gastprofessorin für Freie Kunst war sie von 1993 bis 1995 an der Gesamthochschule Kassel und 1999 ebenfalls als Gastprofessorin an der Internationalen Sommerakademie für Kunst und Gestaltung Pentiment-HAW Hamburg. Von 1999 bis 2002 hatte sie einen Lehrauftrag für Malerei an der Universität GH Essen inne. Im Anschluss übernahm Leverkühne von 2002 bis 2003 eine Vertretungsprofessur der Basisklasse Barbara Hammann an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2004 ist sie Professorin für künstlerische Praxis mit Schwerpunkt Malerei am Institut für Kunst und Kunsttheorie an der Humanwissenschftlichen Fakultät der Universität zu Köln.

Die Künstlerin wurde durch zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland bekannt. Ihre Werke sind in vielen öffentlichen Sammlungen vertreten.

Silke Leverkühne ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund, Mitglied des Vorstandes im Internationalen Künstlergremium (IKG) und Mitglied im Beirat für das Archiv für Künstlernachlässe, Stiftung Kunstfonds.

Silke Leverkühne erkundet in ihrer Malerei frei und neu das vertrackte Verhältnis zwischen Natur und Kunst, zwischen Mimesis und Schöpfung. In ihrer bewegten und beweglichen Malerei erspielt sich ein Ereignis der Wahrnehmung, das – immer wieder neu – als Ähnlichkeit im Unähnlichen eintritt, das „des eignen Bildens Kraft“ zu sichtbaren Formen manifestiert. Im Sichtbaren zeigen sich intensive Differenzen, die Spannungen, Turbulenzen, Schwingungen in Material und Farbe übersetzen. Farbe und Form gehen dabei unauflöslich ineinander über, entgrenzen einander. Und in diesem unauflösbaren Wechselverhältnis wird dann Baudelaires Vorstellung von Farbe als einem „Universum aus gegenseitiger Spiegelung und Durchdringung, in dem nichts isoliert oder unberührt bleibt“ noch einmal und ganz neu ins Werk gesetzt: „Die Farben senden einander Reflexe zu, und indem sie ihr Aussehen durch eine Lasur transparenter und entlehnter Eigenschaften verändern, vervielfältigen sie ihre melodiösen Verbindungen ins Unendliche und erleichtern sie.“ Aus Farb- und Formelementen, aus ihrer Strukturierung, Rhythmisierung und aus dem was zwischen den Elementen und um sie herum geschieht, baut sich der Bildort auf. Aus Nachbarschaften, Berührungen, Überschneidungen entsteht dann ein gestalteter Raum, in dem Sinn/Inhalt erst zum Vorschein kommt. Bildklang, Schatten, Schattierungen: Ein Bildgeschehen, ein vielstimmiges und zugleich stimmiges Ineinander von Formen, die der Blick aufnimmt, hinein geleitet in Balanceakte des Sehens, die Thema und Ergebnis des malerischen Werks Silke Leverkühne sind.

Silke Leverkühnes flirrende Malerei setzt wie im Paradox Flüchtigkeit, Entstehung und Auflösung in Szene. Diese Bilder zeigen eben auch den Übergang, das ‚Übergängliche‘, das auch Gefühle, Atmosphären prägt. Und in jedem Bild werden wir auch hier mit einer mysteriösen Instabilität, mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert. In der nie zu Ende kommenden Betrachtung der Malerei, im Ineinander von oben und unten, von Licht und Schatten, in Spiegelungen und Brechungen erfahren wir auch, dass der Blick nichts fixieren kann, dass er sich dem Tohuwabohu der Wirklichkeit überlassen muss, die sich in ihrer Vielfältigkeit, in ihrer Disparität weder zähmen noch zu einsinniger Ordnung bändigen lässt.

Silke Leverkühnes Bilder und Bilderserien sind da wie Momente eines unaufhörlichen Wandlungsprozesses. Das dunkle Moor, die lichten Fenster: Bilder wie Fenster ermöglichen Blicke auf etwas anderes als sich selbst, Spiegelungen werfen den Blick zurück.

~D. Bauerle-Willert

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Carlo Borer

Der Schweizer Bildhauer Carlo Borer ist ein Grenzgänger der Kunst, er versteht sich selbst als Objektebauer. Sein Skizzenblock sind die CAD-Programme am Computer, die Vorstufen seiner Werke finden in der Virtual Reality statt. Für seine Ideen greift er sowohl auf Prinzipien der Astrophysik zurück als auch auf Studien über Bevölkerungsentwicklungen oder Daten der NASA. So fließen Gedanken eines fast Universalgelehrten über modernste Computertechniken ein in einen hochaufwendigen und komplexen handwerklichen Prozess, an dessen Ende faszinierende Objekte von praller Ideenvielfalt kombiniert mit meisterhafter Behandlung des Materials stehen.

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Kategorie: Gegenwartskunst

Katarzyna Cudnik

1971 geboren in Polen, Studium an der Kunstakademie Danzig, Fachrichtung Malerei. Wechsel zur Kunstakademie in Düsseldorf zu Prof. G. Graubner und S. Anzinger. Ernennung zur Meisterschülerin von Prof. S. Anzinger.

Bilder, die auf uns eine psychologische Wirkung haben. Die Farbgebung und Verläufe sind hier keine Selbstverständlichkeit.
Ihr Lehrer Gotthard Graubner empfand die Wahl der passenden Farben nicht als profane Selbstverständlichkeit, sondern als einen Akt der Kunst an sich, der oft genug den eigentlichen Kern seines Werkes ausmachte – und bisweilen entschied sich der deutsche Maler gerade deshalb ganz bewusst für den Verzicht und suchte die Vielschichtigkeit des künstlerischen Ausdrucks in der Monochromie.

Bei Katarzyna Cudnik könnten wir von einer abstrakten Landschaftsmalerei sprechen. Die Farbräume sind sensibel und voller Energie angelegt. So befindet sich die Künstlerin in einem intensiven Dialog mit der Natur. Ihre Lebensfreude und Energie sorgt für einen einzigartigen Ausdruck von Kraft. Dieser ist verwurzelt in den harmonischen Farben der Natur und steckt gleichzeitig voller Mut und Entschlossenheit.

Sie spricht davon, dass ihr die Malerei selbst und nicht was sie abbildet wichtig ist. So sagt sie, dass ihr künstlerisches Bestreben ist, die Farbe auf einer Fläche auszubreiten und diese Fläche im Raum zu platzieren.

Das spricht für mich 2 Dinge an, sie weiß genau, welche Wirkung Farbe in ihrer Arbeit ausmacht. Nichts ist willkürlich, gleichzeitig strukturiert sie mit ihrem Handeln und in ihrer Malerei den Raum, den Bildraum, der sich in einigen Bildern wie Wallungen in Bewegung setzt und in anderen Bildern Horizontlinien eine Landschaft assoziieren. Wir sehen hier Bilder, die sanft, leicht, vorsichtig, zurückhaltend, filigran, oder auch in ihrer Farbe kräftig und bestimmend sind. Hier kann und darf Farbe einfach nur Farbe sein. Mit Farben transportieren also Bedeutungen.

Sie lösen beim Betrachter Gefühle und Assoziationen aus und führen zu unbewussten Reaktionen. Ohne Konturen, ohne die Verpflichtung, Formen zu bilden oder Realitäten wiederzugeben.

Bei ihren Landschaftsarbeiten löst sie sich aus der reinen Abstraktion, hier wird der Einfluss ihres späteren Lehrers Anzinger spürbar. Sie schafft auch hier Arbeiten, die sich lokal und zeitbezogen nicht verorten lassen, nähert sich den realen Teilen nur sehr vorsichtig an, schafft Impressionen. Dabei sind auch hier die Farbräume sensibel und voller Energie angelegt.  (J. Bengelsträter)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Florian Fausch

Zweifellos sind Florian Fauschs Bilder utopische Architekturlandschaften, deren Regeln nach eigenen Gesetzmäßigkeiten funktionieren; es sind Orte und Nicht-Orte zugleich, die um den Begriff des Bildes kreisen. Vertraut und doch so fremd laden sie dazu ein, sich offenen Auges im Bildraum zu verlieren. In den menschenleeren, rätselhaften Gemälden und Papierarbeiten gibt es nicht nur ein Oben und Unten, ein Rechts und Links, einen Vorder- und Hintergrund. Hier treffen Interieurs auf Glasfronten, Treppenaufgänge auf Hochhausfassaden, Bergketten auf Topfpflanzen. Landschaft und Innenräume werden aufgefächert und gesplittet, verzahnen sich mit-und ineinander zu etwas gänzlich Neuem. Klar umrissene scharfe Linien definieren architektonische Elemente, die sich wiederum in ungegenständlichen Motiven verlieren. So entsteht eine Gleichzeitigkeit verschiedener Ebenen und Malweisen. Florian Fauschs Arbeiten siedeln sich im Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion an. Die kantigen Formen erinnern an die Schnitttechniken von Collagen oder Schablonen, die für geometrische Kompositionen genutzt werden. Zur Bildfindung bedient er sich der Collagetechnik, aber in einer zeitgenössischen Form. Zeitschriften, Computerspiele und Internet dienen dem Künstler mit ihren gigantischen Bildarchiven als Fundus. Als so genannter „digital native“ geht er nicht nur im Internet auf Motivsuche, die elektronischen Möglichkeiten dienen ihm ganz selbstverständlich auch als Arbeitsinstrument in Bezug auf den Bildaufbau, der teilweise am Computer entsteht und in einem weiteren Schritt auf die Leinwand oder das Papier übertragen wird. Während des Malprozesses verweben sich die Fragmente des Angeeigneten mit eigenen Ideen; Realität und Utopie verschmelzen zu einer dynamischen Gesamtwirkung. Bei Florian Fausch wird die Architektur zur Abstraktion der Farbe. Räumlichkeit und Tiefenwirkung entstehen aus dem bewussten Einsatz einer ungewöhnlichen, kontrastierendleuchtenden Farbpalette, aber auch durch die besondere Malweise. Er trägt die Ölfarbe in dünnen, transparenten Lagen übereinander auf, sodass die unterschiedlichen Bildschichten wahrnehmbar werden. An gewissen Stellen schimmert die Leinwand noch durch und lässt einen Blick auf den Malgrund zu. Durch die Farbschichten mit ihren Leerstellen wird das Bild in seiner Körperlichkeit fassbar. Gleichzeitig gelingt es dem in Düsseldorf ausgebildeten Maler, mit dem Bildaufbau eine illusionistische Wirkung zu erzeugen, so dass sich tatsächlicher und vorgetäuschter Raum begegnen. Seine Kompositionen zeugen von einem spezifischen Interesse für die Randzonen der Malerei. (Katrin Weilemann)

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Kategorie: Gegenwartskunst

Stefan Pietryga

Stefan Pietryga: 1954 in Ibbenbüren/Westfalen geboren, Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Abteilung Münster, 1980 Meisterschüler bei Prof. Ernst Hermanns. 1981 Preisträger "Forum junger Kunst" Städtische Galerie Wolfsburg ∙ Kunsthalle Kiel ∙ Kunstmuseum Düsseldorf, 1984 Atelier der Stadt Münster, 1985 Förderpreis "Studiogalerie" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Museumssamt Münster, 1986 Einladung zum II. Akademischen Olympia/Griechenland, 1987 Preisträger "Forum junger Westen, Handzeichnung" (engere Wahl), 1990 Bildhauerstipendium "Werkstattschloss" der Stadt Wolfsburg, 1991 Förderstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1993 Stipendium Cité Internationale des Arts, Paris, 1993 Teilnahme am Internationalen Holzbildhauersymposium des Landes  Brandenburg, 1994 Atelier Zeche Zollverein Schacht XII, Essen, 1998  1. Preis, Realisierungswettbewerb, Platzgestaltung Kur- und Kongresszentrum Bad Windsheim, 1998 Einladung zur "Köln Skulptur", ART Cologne, 2000 China ART Sculpture Hui'an VR China 1. Preis "Farb-Räume" Malerische Konzepte für den Kirchenraum im 21. Jh./ Diözesanmuseum Paderborn. Stefan Pietryga lebt in Potsdam.

 

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Kategorie: Gegenwartskunst

Anna Lena Straube

1978 in Bremen geboren,  studierte Anna Lena Straube von 1998 bis 1999 das Studium der Soziologie, Philosophie und Pädagogik (MA.) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Von 1999 bis 2004 studierte sie Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Professorin Elisabeth Wagner und Professor Peter Nagel. Danach (2004-2005) folgte ein Aufbaustudium Kunsttherapie an der HfBK Dresden bei Professorin Doris Tietze, Praktika in psychosomatischen Kliniken Bad Bramstedt und Arnsdorf.

Die malerische Erforschung von Weiblichkeit bestimmt das künstlerische Oeuvre von Anna Lena Straube. Traditionell waren es männliche Künstler, die ein weibliches Ideal erschufen. Anna Lena Straube kreiert ihr weibliches Ideal auf eine Weise, die die Betrachter in die Innenwelten der Figuren hineinführt. Die Künstlerin erzeugt Werkzyklen, die einem malerischen Reigen gleichen. Farbigkeit, Inhalt sowie malerische Bildsprache werden mit jedem weiteren Reigen auf ein Neues erschaffen. „Thinking about Eve“ untersucht die christlich-patriarchale Erfindung der Frau als Eva-Figur. Der Schuldkomplex Evas zwingt die Frau in die Unterwerfung und ermächtigt den Mann über sie und die Welt zu herrschen. Frauen werden stimmlose Randgruppe, verschwinden im Hintergrund, oder dürfen das, was der Mann erlaubt. Ältere Mythen-Frauen wie Lilith, wild und unbezähmbar, die geflügelt zwischen Ober- und Unterwelt hin und her wechseln kann, wurden der Erzählung der Bibel entzogen, verunglimpft und beschimpft. Der vollständige Wechsel zu einer patriarchalisch organisierten Weltgemeinschaft wurde mit der Heiligen Schrift des Christentums besiegelt und löst sich erst in den letzten hundert Jahren langsam wieder auf. Wie viel „Eva“ steckt in dir, befragt die Malerin jede ihrer Frauenfiguren, wie viel von dir ist geprägt durch ihr Stigma, und wo zeigt sich unzerstörbare, zeitlose, weibliche Komplexität?

Die historischen Fotovorlagen oder Film-Stills, die Anna Lena Straube verwendet, z. B. aus „Orphée“ von Jean Cocteau, oder Aufnahmen, die die Schriftstellerin Sylvia Plath zeigen, werden als Malerei des „Hier und Jetzt“ neu erzählt. Stilistisch bewegen sich die Gemälde zwischen Realismus und Poesie, zwischen zarten Farblasuren und unzähligen, das Motiv überziehenden Farbtropfen. Im Kontrast dazu erscheinen klare, weiße Formen, die metaphysisches Licht suggerieren.

Anna Lena Straube lebt und arbeitet in Berlin.

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Über uns

Galerie-Information

Seit 30 Jahren vertreten wir zeitgenössische Kunst mit den Schwerpunkten Malerei und Skulptur.

Unser thematischer Fokus liegt auf der Neuen Figuration der 1980er und 1990er Jahre, die durch einige der von uns vertretenen Künstler entscheidend mitgeprägt wurde. Seit über einem Jahrzehnt kümmern wir uns zusätzlich verstärkt um junge Künstler, die wir mit viel Engagement und Aufwand von den ersten Anfängen bis hin zum internationalen Niveau aufbauen.

Als Brückenbauer im Markt bringen wir Künstler und Kunstinteressierte zusammen. Mit dem gleichen Engagement betreuen wir Neueinsteiger sowie Kunstkenner und Sammler. Dabei bieten wir ein umfassendes Dienstleistungsspektrum an, das weit über Beratung und Verkauf hinausgeht und unsere Kunden langfristig und ganzheitlich bei ihrem Umgang mit der Kunst unterstützt.

In unserer langjährigen Tätigkeit haben wir eine Vielzahl von Ausstellungen in öffentlichen und privaten Organisationen kuratiert und vertreten unser Programm jedes Jahr auf renommierten Kunstmessen.

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Unternehmensdaten

Gründungsjahr

1995